„Strafe muss sein“
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- Erstellt am Montag, 26. März 2012 15:36
- von Dirk Päffgen, Marc Schöne & Andreas Plum
Im ersten Moment ein wenig verwundert drein schaute man am vergangenen Samstag beim Blick ins weite Rund des Borussia-Parks schon, als man vor der Bundesliga-Partie von Borussia Mönchengladbach gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen Anhänger mit dem Outfit des 1. FC Köln zu Gesicht bekam. Doch nicht etwa ein Anhänger des rheinischen Rivalen hatte sich im Gladbacher Stadion verlaufen, sondern ein eingefleischter VfL-Anhänger musste sich seinen Kumpels beugen.
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| Gladbach-Fan Friedel ging einmalig fremd. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de |
Natürlich suchte man an diesem Samstagnachmittag vor Anpfiff der Partie der Borussen gegen die TSG Hoffenheim allen voran als Fotograf am Spielfeldrand zunächst den Weg in die Südkurve. Schließlich galt es, die im Vorfeld angekündigte Choreographie in der Nordkurve bildlich festzuhalten.
Und im Zuge dessen bekam man gerade als Anhänger des VfL ein weiteres Motiv vor die Linse, das einen zunächst die Augen reiben ließ. »Hast du da den Köln-Fan gesehen «, warf ein Ordner fragend entgegen.
Wohl vorsorglich hatte sich besagter Fan mit seinen Kumpels ob seines Outfits bei diesem Spiel nicht wie ansonsten gewohnt, in ‚seine' ansonsten favorisierte Nordkurve, sondern in die Südkurve postiert.
Und das gerade deshalb, weil ihm seine Kumpels am Tag des Junggesellenabschieds und einen Tag vor der Hochzeit den Auftrag erteilt hatten, sich in der Kluft des rheinischen Rivalen zu präsentieren. „Friedel heiratet - Strafe muss sein", hielten der Fan und seine Kumpels ein Plakat in den Händen.
Nicht also gar ein Anhänger des 1. FC Köln hatte sich im Borussia-Park verlaufen, sondern ein ansonsten treuer Anhänger des VfL hatte sich nicht ganz freiwillig und ausnahmsweise in die Montur geworfen. Und da somit für rasche Aufklärung gesorgt werden konnte, konnten die Ordner dann auch einen ihrer Kollegen zurückrufen, der den Anhänger bereits rein prophylaktisch aus der Kurve bringen wollte...
»Nicht dass ihr jetzt denkt, dass ich Köln-Fan bin. Ich bin und bleibe eingefleischter Borussia-Fan«, unterstrich Friedel und klärte auf: »Ich habe diese Aktion von meinen Freunden im Zuge des Junggesellenabschieds als Strafe auferlegt bekommen«.
Und hat diese dem Foto nach zu urteilen, wohl eher mit einem Zähneknirschen erfüllt. Ob ein jeder diesen Auftrag erfüllen oder gar über sich ergehen lassen würde, darf zumindest diskutiert werden. Was man(n) aber eben bisweilen nicht alles für seine große (Fußball-) Liebe und die in spe auf sich nimmt bzw. tut.
Für einen Tag bzw. für 90 Minuten ging Friedel also in einem für ihn ungewohnten Outfit wohl oder übel buchstäblich 'fremd' - möge er derweil seinen beiden Liebsten stets treu bleiben. Davon ab wünschen wir dem mittlerweile frisch vermählten Paar alles Glück für die gemeinsame Zukunft und vor allen Dingen weitere tolle Spiele mit der Fußball-Liebe Borussia.
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