Lucien Favre: »Gladbach zu trainieren ist fantastisch«

Borussias Trainer war zu Gast bei Radio 90,1

Jeden Mittwoch ist beim Mönchengladbacher Radiosender 90,1 Zeit für die Sendung ‚Borussia hautnah'. So auch gestern, als sich Borussias Cheftrainer Lucien Favre den Fragen von Moderatorin Petra Koch stellte. Der Schweizer Fußballlehrer sprach über seine erste Zeit bei der Borussia, über die sportliche Situation und über das kommende Spiel beim FC BAyern München. Wir haben das Interview in den Kernpunkten zusammengefasst. 

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Lucien Favre zu Gast bei Radio 90.1 - Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de

Petra Koch: Willkommen Lucien Favre. Sie haben fünf Spiele hier für die Borussia als Trainer absolviert. Es waren sieben Punkte aus fünf Spielen, zwei Siege ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Das ist gar nicht schlecht.

Lucien Favre: Nein, das ist nicht schlecht. Eine ganze Saison mit diesem Durchschnitt - dann sind wir vielleicht im Europa-Cup. Hätten wir gegen Kaiserslautern gewonnen, wäre noch mehr möglich gewesen. Aber leider haben wir verloren und können dies nun auch nicht mehr ändern.

Petra Koch: Leider nicht. Die Rückrunde ist ohnehin nicht das Problem. Das Problem war eigentlich die Hinrunde, oder?

Lucien Favre: Wir können das nicht ändern. Es wird schwer, jeder kann die Tabelle lesen. Unser Programm wird mit den Mannschaften, die ganz oben stehen ,sehr schwer. Es kommen Bayern, Dortmund, Hannover, Mainz und Hamburg. Wir müssen von Spiel für Spiel schauen und ich denke, dass es noch möglich ist. Natürlich wird es schwer, aber in dieser Situation müssen wir professionell kämpfen und daran glauben.

Petra Koch: Als Sie kamen, gab es den ersten Heimsieg bei dem jeder sagte, endlich ein Heimsieg. Man hat gehofft, dass dann der Sieg vielleicht auch auswärts kommt. Es hat bisher nicht geklappt, dass die Mannschaft zwei- bis dreimal hintereinander dreifach punkten konnte. Das ist ja etwas was man braucht, wenn man da unten steht. Ich nehme an, dass die Hoffnung ja auch bei ihnen war, dass ein Erfolgserlebnis die Mannschaft dann trägt.

Lucien Favre: Vor dem Spiel gegen Kaiserslautern haben wir zu viel über drei Punkte gesprochen. Es war quasi obligatorisch einen Dreier zu erreichen und da wusste ich, dass dies immer schon sehr gefährlich ist. Es ist nicht einfach. Man fängt an, es steht 0:0, der Gegner muss auch punkten, hatte aber aufgrund des Sieges, eine Woche vorher mit dem 2:1-Sieg, einen großen Vorteil. Sie hätten somit mit einem Punkt leben können. Wir haben, wie gesagt, vorher zu oft über die drei Punkte gesprochen und im Spiel dann vergessen, Fußball zu spielen. Am Anfang war das Spiel gut, aber nach dem Rückstand war es für die Mannschaft sehr schwer.

Petra Koch: Es kann Ihnen auch nicht so gut gefallen haben, was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist. Die Mannschaft hat sich ja letztendlich zu wenig Chancen herausgespielt.

Lucien Favre: Wir haben zu wenige Chancen kreiert und zu wenig auf der Seite gespielt. Somit war es für unseren Gegner zu einfach zu verteidigen. Hierdurch haben wir auch zu viele und unnötige Ballverluste hinnehmen müssen. Der Versuch, nur durchs Zentrum zu spielen, war zu kompliziert. Weiterhin haben wir viel zu überhastet gespielt, was nicht gut war.

Petra Koch: Jetzt ist es ja so, dass Sie analysieren und weiterarbeiten. Draußen allerdings habe ich mit vielen Leuten gesprochen. Da war die Enttäuschung sehr groß. Vor dem Spiel gab es noch viele Optimisten, die gesagt haben, dass schafft die Mannschaft. Nach dem Spiel habe ich kaum mehr einen gefunden der gesagt hat, dass Borussia den Klassenerhalt schafft. Wie machen Sie ihren Spielern klar, wenn dass ganze Umfeld mittlerweile sagt, die steigen ab, dass die noch dran glauben?

Lucien Favre: Auch bei meiner Ankunft gab es kaum jemanden, der richtig noch dran geglaubt hat, dass wir die Klasse halten. Wir müssen weiter positiv denken und wir müssen nach vorne schauen. Jeder weiß, dass es schwer wird, aber die Chance ist noch da. Wir müssen eine Topleistung bringen, denn wir haben nichts zu verlieren. Das ist die Wahrheit. Wir müssen einfach nur unsere Punkte machen. Es kann im Fußball so schnell gehen. Vor zwei Wochen war die Hoffnung wieder da und jetzt sagen alle, dass wir definitiv die Klasse nicht halten werden. Aber wir sind alle Profis, müssen in dieser Situation stark sein und zusammen kämpfen.

Petra Koch: Jetzt sagen viele nach diesem Spiel, die wollen oder können nicht. Wo liegt die Wahrheit, oder lähmt vielleicht die Angst auch ein bisschen die Beine?

Lucien Favre: Wir haben uns einfach zu sehr auf einen Dreier fokussiert. Ich habe die ganze Woche versucht, das zu vermeiden, aber dennoch war dieses Gefühl da. Wir haben vergessen einfach zu spielen. Wenn wir das Spiel machen müssen, haben wir noch zu wenig Kreativität im Spiel.

Petra Koch: Und dann sind so Spieler, wie Reus, der ja eigentlich die Kreativität mitbringt, vielleicht vom Kopf oder von den Nerven nicht stark genug, um vielleicht mal diese Aktion zu setzen?

Lucien Favre: Ich denke, er ist ein großer Fußballer und eine große Hoffnung für Gladbach. Ich denke auch, dass er in Zukunft auch mal für die Nationalmannschaft ein Thema wird. Vielleicht fühlt er sich selber zu sehr verantwortlich und will daher zu viel machen. Er ist noch sehr jung und muss lernen, aber dennoch bleibt er ein super Spieler. Er muss noch viel tun, also nicht zu viel loben.

Petra Koch: Dieser Druck, den Sie angesprochen haben, wenn man immer von einem Dreier spricht, der sich ja dann auch vielleicht irgendwann auf die Mannschaft überträgt, der bleibt aber jetzt in den nächsten sieben Spielen vorhanden. Egal gegen wen man spielt, oder?

Lucien Favre: Ja, aber dieser Druck ist keine Entschuldigung. Aber es ist trotzdem ein bisschen anders. Ich habe schon gesagt, dass wir das sagen können, nicht zu verlieren ist vielleicht übertrieben, aber dennoch ist die Situation schwierig. Wir müssen dran glauben.

Petra Koch: Jetzt müssen Sie der Mannschaft ja klar machen, dass sie weiter daran glauben muss. Fans und Medien sagen, wir sind abgestiegen. Ich glaube, dass es sehr schwer wird, denn letztendlich können Sie den Spielern nicht verbieten Zeitung zu lesen, Fernsehen zu schauen oder Radio zu hören. Aber da wird ihnen ja letztendlich eingeredet, dass das Ding gelaufen ist. Sie müssen Ihnen aber sagen, wir müssen dran glauben und können es noch schaffen. Geht das?

Lucien Favre: Jeder kann seine Meinung haben und ich kann die Spieler nicht einsperren. Wir können es nicht vermeiden, dass die Spieler das so mitbekommen. Wir müssen hart arbeiten, dass haben wir gestern und heute gemacht. Ich sehe nur eine Sache, viele Gespräche zu führen und arbeiten, arbeiten, arbeiten.

Petra Koch: Ich schätze Sie so ein, dass sie Realist sind. Wenn Sie jetzt nicht Trainer hier in Mönchengladbach wären und würden auf die Mannschaft schauen: Wie viele Chancen würden Sie ihr noch geben, wenn Sie Außenstehender wären?

Lucien Favre: In Prozent möchte ich darüber nicht sprechen. Ich denke, es ist noch möglich.

Petra Koch: Sieben Spiele sind es, darunter Bayern, Köln, Mainz, Dortmund, Hannover, Freiburg und zum Schluss Hamburg. Fast alles Mannschaften aus dem oberen Feld der Tabelle. Eigentlich könnte man fast sagen, dass ist für die Borussia besser, da sie sich da etwas leichter tut. Stimmt das?

Lucien Favre: Wir haben nichts zu verlieren. Aber wir müssen Topleistung bringen und auch auswärts punkten. Wir müssen fast alle Spiele gewinnen.

Petra Koch: Worauf ich hinaus wollte: Gegen direkte Konkurrenten wurde nicht gepunktet. Woran liegt das?

Lucien Favre: Dafür gibt es für mich zwei Gründe. Erstens, haben wir zu viel von drei Punkten gesprochen und Zweitens, haben wir Mühe, das Spiel zu machen. Wenn der Gegner auf uns wartet, dann haben wir Mühe Chancen zu kreieren.

Petra Koch: Es braucht ja Zeit bis man eine Mannschaft so weit hat, bis diese lernt, Dinge aufnimmt und den Trainer versteht, was er alles will. Zeit, die Sie in diesem Bundesligageschäft eigentlich nicht haben?

Lucien Favre: Wenn du im Winter anfängst, hast du weniger Zeit. Du musst im Training sehr präzise arbeiten und Fehler sofort korrigieren. Du musst die Idee vom Spiel auf den Platz bringen. Dazu hast du nicht viel Zeit.

Petra Koch: Hat man Sie zu spät geholt?

Lucien Favre: Darüber kann ich nicht sprechen. Wir haben gut trainiert, die Spieler waren konzentriert, aber natürlich kann man in einer Woche nicht beherrschen, dass Spiel machen zu müssen.

Petra Koch: Wir haben die Leute draußen mal gefragt, was die Leute denn so von Lucien Favre halten.

1. Stimme: Ich halte Lucien Favre für einen sehr fähigen Trainer, der natürlich in einer sehr schwierigen Situation zur Borussia gekommen ist. Ich hoffe, dass er einen guten Kader für die neue Saison zusammenstellen kann, der gut für den Verein ist.

2. Stimme: Man sieht im Training, dass das alles ein bisschen flotter ist. Das ist schon ein ganz anderes Training wie vorher.

3. Stimme: Ich hoffe, dass er es noch schafft und denke, dass er für den Aufbau sicher der Richtige ist.

4. Stimme: Wenn er mehr Zeit hat, dann wird das mit Sicherheit auch funktionieren.

5. Stimme: Er ist zwar kein Feuerwehrmann, aber baut die Mannschaft auf jeden Fall sehr gut auf und das wird auch in der zweiten Liga so sein.

Petra Koch: Wir haben nicht ausgesucht, ausgewählt oder schlechte Stimmen weggelassen. Die Leute sind durchweg positiv zu Ihrer Arbeit eingestellt. Obwohl die Mannschaft da unten steht ...

Lucien Favre: Ja, ich bin zufrieden, dass ist klar. Aber wir müssen in unserem Geschäft immer überzeugen. Sie müssen als Journalist überzeugen, jeder muss in seinem Job überzeugen und das ist kontinuierlich so. Ich probiere jeden Tag mein Bestes zu geben und möchte mich jeden Tag verbessern. Ich verlange das auch von meinen Spielern. Aber ich fühle mich hier in Mönchengladbach sehr gut.

Mein erstes Gespräch mit dem Vorstand war sehr gut, wir haben viel mit dem Herz gesprochen. Für mich ist Gladbach ein Traditionsverein. Ich erinnere mich, dass Gladbach die beste Mannschaft mit Liverpool war 1975. Deshalb habe ich diese schwere Aufgabe angenommen obwohl ich wusste, dass diese sehr schwierig ist. Für mich ist das eine sehr große Herausforderung. Gladbach zu trainieren ist fantastisch.

Petra Koch: Sie haben es bisher auch nicht bereut gekommen zu sein?

Lucien Favre: Nein, ich habe nicht gezögert hierher zu kommen. Auch jetzt bereue ich es nicht.

Petra Koch: Haben Sie es sich vielleicht ein bisschen leichter vorgestellt oder hatten Sie gedacht, dass es so schwer wird?

Lucien Favre: Nein, ich habe die Situation akzeptiert und wusste, dass die Aufgabe schwer wird. Das ist keine Überraschung für mich.

Petra Koch: Wenn man bei einem Club unterschreibt, der Letzter ist und zehn Punkte aus der Vorrunde hatte, dann muss man ja auch einkalkulieren, dass es vielleicht auch schief geht und das man in der zweiten Liga vielleicht noch mal anfangen muss. Ich denke als Realist haben Sie das mit einkalkuliert, auch wenn Sie immer noch dran glauben?

Lucien Favre: Nein, ich glaube noch und deshalb möchte ich nicht darüber sprechen.

Petra Koch: Der Club und der Sportdirektor muss aber sicher auch diesen Fall planen, aber dass überlassen Sie dann ihrem Sportdirektor, dass kann ich auch gut verstehen. Lassen Sie uns ein bisschen über die Bundesliga im Allgemeinen sprechen. Wir haben mal durchgerechnet: Es sind momentan zehn Clubs, die ihre Trainer entlassen. Das ist ja ein Geschäft in dem Sie arbeiten, welches nicht einfach ist, oder?

Lucien Favre: Ja, aber dass ist mein Job. Ich kenne die Regeln, aber ich habe mich für diesen Job entschieden. Ich weiß, dass dieser manchmal sehr hart sein kann, aber ich denke für jeden Beruf in der Welt, ist es ein wenig speziell.

Petra Koch: Aber ist die Liga jetzt im Moment ein bisschen sehr verrückt?

Lucien Favre: Das kann ich nicht sagen. Es ist sehr speziell, aber wenn du ein Angebot von der Bundesliga hat und bist Schweizer Trainer oder ausländischer Trainer, dann ist es unmöglich, das abzulehnen.

Petra Koch: Aber wenn man irgendwo unterschreibt, dann unterschreibt man fast auch schon wieder für seine Entlassung, oder?

Lucien Favre: Ich denke immer positiv und daher denke ich darüber nicht nach.

Petra Koch: Ist vielleicht besser, wenn wir darüber nicht nachdenken und wir hoffen ja auch, dass Lucien Favre länger bleibt. Wir sind jetzt in der Situation, dass es eine Pause nach einer schmerzlichen Niederlage gibt. Ist die Pause eher gut oder schlecht?

Lucien Favre: Es war für die Spieler, sehr schwer zu verdauen. Auch für die Fans, die Trainer und einfach für alle. Es wird langsam besser. Wir sind Profis, müssen hart arbeiten und es sind noch 21 Punkte im Spiel. Wir müssen einfach nur unsere Punkte machen und daran glauben.

Petra Koch: Sie suchen diese Mischung, die auf dem Platz stimmt. Suchen Sie noch?

Lucien Favre: Nein, du kannst im Training immer etwas sehen, am Ende musst du überlegen, was am besten ist. Gegen Kaiserslautern haben wir am Ende mit vier Stürmern gespielt, dass hat nichts gebracht. Wir waren nicht gut, es war für den Gegner zu einfach, zu verteidigen.

Petra Koch: Logan Bailly hat einen großen Fehler gemacht, welcher dann auch zum Gegentor führte. Wie bauen Sie den wieder auf, oder macht der das von alleine?

Lucien Favre: Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass er vorher gut gespielt hat. Alle haben in Bremen gesagt: In der zweiten Halbzeit wir waren gut, aber vielleicht hat Logan auch diesen Punkt gerettet.

Petra Koch: Aber Fans können ja manchmal auch ein bisschen gnadenlos sein. Dann muss er aber auch dadurch, dass er vielleicht den ein oder anderen Pfiff ertragen muss?

Lucien Favre: Ja, dass ist das Geschäft und das müssen wir akzeptieren. Wir werden das in Zukunft sehen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass er in den letzten Spielen auch gut gespielt hat. Ok, er hat einen Fehler gemacht, aber dass können wir nicht ändern.

Petra Koch: Ich habe die ganze Saison über gesagt, wenn ich mir die Mannschaft anschaue, dann ist die von den Spielern her nicht schlechter als Lautern, St. Pauli und als vielleicht auch noch die ein oder andere Mannschaft. Trotzdem steht man seit längerer Zeit da unten und bewegt sich nicht vom Fleck, oder zumindest nicht von der Tabelle her. Ist die Mannschaft doch nicht so gut, oder ist das eine Qualitätsfrage?

Lucien Favre: Die Details und die Kleinigkeiten machen den Unterschied. Der Ball geht gegen den Pfosten und nicht ins Tor. Dann hast du ein Problem.

Petra Koch: Also die Qualität ist schon da?

Lucien Favre: Ich bin seit fünf Wochen da. Ich kenne die Mannschaft sehr gut und kannte sie auch schon vorher. Persönlich kenne ich die Spieler schon viel besser. Aber wir haben alles um eine große Mannschaft zu haben. Wir haben ein super Stadion und die Fans sind die Seele. Ohne Fans kannst du keine große Mannschaft aufbauen und Gladbach ist überall sehr populär. Wir haben alles.

Petra Koch: Trotzdem fehlt in den letzten Jahren eine Kontinuität, was den sportlichen Erfolg angeht.

Lucien Favre: Wir können nicht die Tabellensituation kontestieren.

Petra Koch: Kann die Geschichte eines Clubs auch belastend sein?

Lucien Favre: Vielleicht. Wenn du diese Vergangenheit hast, kann jeder darüber träumen, dass wir wieder dahin kommen.

Petra Koch: Wir wollen über die Bayern sprechen. Wenn man als Borussia Mönchengladbach dahin fährt, dann sagt man sich, da hat man nichts zu verlieren. Stimmt das?

Lucien Favre: Wir wissen, das Bayern vor allem zuhause eine Topmannschaft ist. Wir sagen, dass wir nichts zu verlieren haben, aber wir müssen trotzdem eine gute Leistung bringen und unser Bestes daraus machen.

Petra Koch: Ist es für Borussia vielleicht leichter so ein Spiel anzunehmen?

Lucien Favre: Nein, wir wollen und müssen eine ordentliche Leistung bringen. Es kann dort sehr schwer werden. Sie haben viel Qualität und das Publikum macht viel Druck

Petra Koch: In so einer Situation, wo man jetzt auch zwei Wochen Pause hat, macht der Trainer da irgendetwas anders, mit der Mannschaft? Bereiten Sie anders vor, oder gehen Sie anders mit den Jungs um?

Lucien Favre: Ja. Wir machen ein paar andere Übungen, wir bleiben auf dem Platz und die Trainingseinheiten sind länger, als letzte Woche

Petra Koch: Auch, um diesen Rhythmus einfach mal zu durchbrechen?

Lucien Favre: Du musst im Training mit Spaß bei der Sache sein aber auch hart arbeiten. Deshalb machen wir viele andere Übungen, die für die Spieler ganz neu sind.

Petra Koch: Ich werde die Frage jetzt stellen, auch wenn Sie mir keine Antwort geben. Wird es Änderungen in der Mannschaft geben? Wissen Sie das schon?

Lucien Favre: Nein. Ich kann das zehn Tage vor dem nächsten Spiel nicht sagen. Es sind drei bis vier Spieler, wie Arango und Nordtveit, noch nicht bei 100 Prozent und deshalb weiß ich es noch nicht.

Petra Koch: Lucien Favre, es war sehr schön das Sie hier waren. Auch in einer schweren Situation. Ich wünsche ihnen viel Glück. Ich hoffe, dass Sie das in Anführungsstrichen "Unmögliche" noch hinbekommen und wenn nicht, dann vielleicht in Ruhe eine neue Mannschaft aufbauen. Dankeschön.

Lucien Favre: Vielen Dank.

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