»Es gibt genug Alternativen«

Vor Leverkusen: Herrmann arbeitet weiter fieberhaft, wer vertritt Jantschke?

Borussia Mönchengladbach nahm am Dienstag die Vorbereitung für das kommende Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen auf. Während Patrick Herrmann weiterhin fieberhaft an seinem Comeback arbeitet, so stellt sich in diesen Tagen in personeller Hinsicht vor allem die Frage, wer gegen die Bayer-Elf den gelbgesperrten Tony Jantschke auf der rechten Abwehrseite vertritt.

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Gegen Leverkusen gelbgesperrt - Tony Jantschke. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Filip Daems und Tony Jantschke, die aus dem Freiburg-Spiel leichte Blessuren davon getragen hatten, gingen pünktlich um 10 Uhr auf den Platz und absolvierten ein individuelles Balltraining. Der übrige Teil der Mannschaft betrat nach einer halbstündigen Einheit im Kraftraum den Trainingsplatz.

Zum Start in die Trainingswoche ließ Borussias Trainer Lucien Favre am Dienstagmorgen in drei Gruppen trainieren. Dabei schwur der Schweizer seine Spieler unter anderem beim Fußballtennis und bei zwei verschiedenen Passübungen auf das Leverkusen-Spiel ein. Das alles bekam Yuki Otsu nicht mit, denn der Japaner fehlte am Vormittag gesundheitsbedingt.

Derweil arbeitete Patrick Herrmann weiter intensiv an seinem Comeback. Der Flügelflitzer absolvierte noch bevor seine Teamkollegen den Trainingsplatz betraten, eine intensive Einheit mit Physiotherapeut Andreas Bluhm. Ob es vielleicht doch noch für das Blitzcomeback gegen die Bayern in acht Tagen reichen wird, bleibt dennoch abzuwarten.

Zum Abschluss ließ Favre ein kraftintensives Zehn-gegen-Zehn mit zwei freien Anspielern auf einem kleinen Spielfeld üben. Immer wieder animierte der VfL-Coach die Borussen dabei mit dem Wort Tempo.

Rückschlüsse auf eine vermeintliche Aufstellung, insbesondere auf die vakante Position für den gesperrten Jantschke ließ diese Trainingseinheit indes nicht zu. »Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wir werden sehen«, ließ sich Favre unmittelbar nach dem Freiburg-Spiel noch nicht in die Karten schauen. »Aber Lösungen sind da«.

»Es gibt genug Alternativen für die Position des Rechtsverteidigers«, ist Martin Stranzl der gleichen Meinung. Neben dem Österreicher, der diese Position bereits beim DFB-Pokalspiel in Heidenheim bekleidete, stünden mit Håvard Nordtveit und Matthias Zimmermann zwei weitere Alternativen in den Startlöchern. Der Neuzugang vom KSC dürfte aber gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass Favre allen voran seine jungen Spieler im richtigen Moment in das 'Haifischbecken' Bundesliga werfen möchce, für einen Startelfeinsatz eher nicht infrage kommen.

Gut möglich also, dass Martin Stranzl für die reche Abwehrseite erste Wahl ist und Roel Brouwers stattdessen in die Innenverteidigung rückt. »Ich spiele da wo der Trainer mich hinstellt«, zeigt sich Stranzl diplomatisch. »Warten wir es einfach ab«.

»Ich habe in dieser Saison noch nicht so wirklich oft gefehlt. In Heidenheim hat Martin meine Position gespielt. Ich weiß nicht was der Trainer vor hat. Wir werden es sehen«, ist auch Tony Jantschke gespannt, wer ihn in Leverkusen vertritt.

Unterdessen ist das Duell gegen die Bayer-Elf für einen Borussen eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Alexander Ring schnürte seine Fußballschuhe in der Jugend für die Werkself, ehe es den Finnen 2009 zunächst wieder in seine Heimat zog. »Ich hatte in meiner Jugend in Leverkusen eine schöne Zeit«, schaut Ring zwar gerne zurück, legt jetzt aber natürlich die volle Konzentration auf den VfL: »Ich spiele jetzt für Mönchengladbach«.

Und nach seinem ersten Bundesligaeinsatz gegen den SC Freiburg über zwanzig Minuten will der Mittelfeldspieler nun unter der Woche alles dransetzen, um am Samstag im Spiel gegen seinen Ex-Club den nächsten folgen zu lassen. »Ich versuche mich im Training zu beweisen und dann entscheidet der Trainer«, sagt Ring.

Zeit, um sich für einen Einsatz zu empfehlen bleibt Alexander Ring und seinen Teamkollegen noch bis zum Freitag. Bis dahin bittet Lucien Favre die Borussen inklusive dem nicht öffentlichen Abschlusstraining noch viermal auf den Trainingsplatz. Dazwischen wird eventuell die Pressekonferenz am Donnerstag nähere Aufschlüsse darüber geben, wer gute Chancen hat, den Platz von Tony Jantschke einzunehmen.

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