»Gut verteidigen und bei Ballbesitz sehr gut spielen«

Vor dem Spiel in Leverkusen

Für Borussia Mönchengladbach steht am kommenden Samstag das Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen auf dem Programm. Und mit einem positiven Ergebnis gegen die Werkself kann der VfL einen weiteren Schritt in Richtung internationales Geschäft tätigen. Während unterdessen der Vertrag mit Hauptsponsor Postbank verlängert wurde, so muss Borussias Trainer Lucien Favre allen voran in der Defensive umbauen.

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Fordert von seiner Mannschaft ein gutes Spiel - Lucien Favre. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Denn neben dem gelbgesperrten Tony Jantschke könnte mit Roel Brouwers ein weiterer Abwehrspieler nicht zur Verfügung stehen. Der Innenverteidiger hütete in den vergangenen Tagen mit einer Magen-Darm-Grippe das Bett und konnte aufgrund dessen nicht mit seinen Mannschaftskollegen üben.

»Roel Brouwers hat gestern und heute nicht trainiert. Ich hoffe, dass ich ihn morgen beim Abschlusstraining begrüßen kann«, so Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag und fügte an: »Aber wir müssen abwarten«.

Sollte der Niederländer auflaufen können, dann wird er wohl neben Dante verteidigen, während Martin Stranzl die Position des Rechtsverteidigers einnimmt. Sich darauf festlegen wollte sich der VfL-Coach aber nicht. »Ich weiß noch nicht genau, mit welcher Mannschaft wir am Samstag spielen werden«, ließ sich Favre nicht in die Karten schauen.

Wohlmöglich kommt aber Alexander Ring bei seinem alten Verein zu seinem Startelfdebüt im Borussen-Trikot. Er hat gegen Freiburg gut gespielt, aber ob er bereit ist, über 90 Minuten zu spielen, weiß ich noch nicht ab. Aber es ist möglich, auch wenn er noch dazu lernen muss.

Das muss wohl auch noch der zweite etatmäßige Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann. Der Neuzugang vom KSC stand zwar schon das ein und andere Mal im Aufgebot, »Er ist ein Spieler mit Perspektive, der mit viel Herz und Moral spielt und auf einem guten Weg ist. Aber auch er muss im taktischen Bereich noch lernen«, sagte Sportdirektor Max Eberl.

Derweil wollen die Borussen in der BayArena etwas Zählbares mitnehmen, im besten Fall natürlich drei Punkte. Wohlwissend, dass mit der Bayer-Elf eine Mannschaft wartet, die gerade nach der Pleite in Wolfsburg auf Wiedergutmachung aus ist und zudem über viel spielerische Qualität verfügt. »In der Leverkusener Mannschaft steckt viel Potenzial. Aber wir wollen unser Spiel machen und haben keine Angst«, gab sich Favre optimistisch.

»Wir müssen gut verteidigen und bei Ballbesitz sehr gut spielen«, fordert Favre von seinen Spielern. »Der vorletzte und der letzte Pass muss noch schneller gespielt werden. Das heißt auch, das Spiel noch schneller zu lesen«.

Unterdessen betiteln die Borussen das Aufeinandertreffen keinesfalls als ein Endspiel um die heißbegehrten Plätze. »Es ist ein wichtiges Bundesligaspiel. Aber keins, was am Ende über das internationale Geschäft entscheidet«, unterstrich Max Eberl und blieb dem Borussen-Motto in dieser Saison treu: »Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel«.

Und so gilt es zunächst die sicherlich fordernde Aufgabe in Leverkusen positiv zu bestreiten, ehe man sich nach dem Schlusspfiff mit dem Pokalhit gegen den FC Bayern beschäftigt. »Wir genießen das, was wir die nächsten Tage vor der Brust haben«, freut sich auch Max Eberl auf die „Englische Woche" und ergänzte: Aber wie schon gesagt: »Die volle Konzentration liegt komplett auf Leverkusen. Nach dem Abpfiff können wir uns voll auf Bayern konzentrieren«.

Samstag, Mittwoch, Samstag oder auch Sonntag - das könnte der Spielrythmus in der kommenden Saison sein, der nach dem Spiel in Leverkusen schon wieder ein großes Stück näher gekommen sein könnte ...

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