Nach dem »Zubrot« Pokal: Volle Konzentration auf die Bundesliga

Ohne Stranzl und Nordtveit gegen Hoffenheim

Viel Zeit hatte Borussia Mönchengladbach nicht, um das Pokalaus gegen den FC Bayern München zu verdauen und um sich andererseits auf die nächste Aufgabe in der Fußball-Bundesliga vorzubereiten. Bereits am morgigen Samstag empfängt der VfL im Borussia-Park die TSG 1899 Hoffenheim und will gegen die Kraichgauer punkten. Borussias Trainer Lucien Favre muss dabei neben dem gelbgesperrten Håvard Nordtveit auch auf Martin Stranzl verzichten.

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Fordert volle Konzentration auf den Ligaendspurt - Lucien Favre. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Gerade einmal drei Tage ist es her, als sich der VfL im Halbfinale des DFB-Pokals mit dem FC Bayern auf Augenhöhe präsentierte und erst im Elfmeterschießen das Nachsehen hatte.

Wenig Zeit also, um diese bittere Niederlage aus den Köpfen der Borussen zu bekommen. »Für uns war es eng, um uns zu erholen. Wir hatten nur zwei Tage Zeit. Das ist vielleicht ein Problem, aber wir sind Profis und müssen das akzeptieren«, sagte Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Freitag.

Und wollte dort auch nicht mehr allzu viel auf das Ausscheiden eingehen. »Es war ein gutes und intensives Spiel. Ich denke, das war eine gute Werbung für den deutschen Fußball. Es war eine Enttäuschung, aber ich will jetzt nicht mehr darüber sprechen«, schaute Favre noch einmal kurz auf das Pokalspiel zurück. »Der Pokal war schön, aber er ist vorbei. Wir müssen nach vorne schauen. Der Fokus liegt jetzt immer auf dem nächsten Spiel«.

»Der Pokal war ein Zubrot, das wir einschließlich des Spiels gegen Bayern sehr gut wahr genommen haben, dann aber an diesem ominösen Elfmeterschießen gescheitert sind. Jetzt gilt es, in der Bundesliga das nächste Highlight Hoffenheim zuhause zu bespielen«, sagte Max Eberl und hatte auch gleich die Herangehensweise für die restlichen Spiele parat: »Das, was wir gegen Bayern gezeigt haben, dieser Fight, Kampf und unbedingte Willen, brauchen wir jetzt noch achtmal, um in dieser Saison den größtmöglichen Erfolg zu erzielen«.

Bei diesem Vorhaben wird Martin Stranzl nicht mit von der Partie sein. Den Österreicher, im Pokalspiel gegen Bayern vorzeitig das Spielfeld verlassen musste, plagen muskuläre Probleme im Hüftbereich. »Martin Stranzl kann definitiv nicht spielen«, gab Favre bekannt und fügte an: »Wir hoffen, dass er in der nächsten Woche wieder mit der Mannschaft trainieren kann«.

Während so Roel Brouwers wieder an der Seite von Dante verteidigen wird, so bleibt abzuwarten, wer im defensiven Mittelfeld die Rolle des gelbgesperrten Håvard Nordtveit einnimmt. Thorben Marx und Tolga Cigerci stünden hier als potenzielle Vertreter in den Startlöchern. »Ich weiß es schon, will aber nicht darüber sprechen und erst die Mannschaft informieren. Wir werden sehen«, wollte sich Favre wie gewohnt nicht in die Karten schauen lassen.

Gut möglich aber, dass Marx den Vorzug vor Cigerci erhält, denn die Leihgabe aus Wolfsburg musste unter Woche krankheitsbedingt zwei Tage mit dem Training aussetzten, wie der VfL-Coach bekannt gab.

Unterdessen wollen die Borussen nun mit voller Konzentration in die restlichen Spiele der Bundesliga gehen und diese auch positiv bestreiten. Dabei wartet auf sie mit dem aktuell Tabellenzwölften, der noch nicht gänzlich aller Sogen entledigt ist, sicherlich eine Nuss, die nicht allzu leicht zu knacken sein wird. Eine Erfahrung, die der VfL bereits bei der Niederlage im Hinspiel gemacht hatte. »Fakt ist, dass wir dort nicht gut waren, aber ein 0:0 hätten erreichen können«, erinnerte sich Favre an das Hinspiel. »Doch das ist Vergangenheit, Hoffenheim spielt jetzt ganz anders«.

»Ich habe drei Spiele von Hoffenheim gesehen und kann ganz klar sagen, dass sie eine gute Mannschaft haben und sehr schwer zu spielen sind«, warnte der VfL Coach vor der Truppe von Neu-Coach Markus Babbel. »Die Qualität ist da. Sie haben vorne und auf den Seiten viele Möglichkeiten«.

Die haben die Borussen zweifelsohne auch und mit all diesen sollten die Chancen gerade zuhause mehr als gut stehen, dass die Festung Borussia-Park in der Bundesliga weiter uneingenommen bleibt...

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