23. SPIELTAG: FC AUGSBURG – BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH 2:2 (0:1)

2:2-Remis in Augsburg

von Andreas Plum

Torschütze und Vorlagengeber - Traoré legte beim FCA für Raffael auf. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de
Torschütze und Vorlagengeber - Traoré legte beim FCA für Raffael auf. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Mit einem 2:2-Unentschieden trennte sich Borussia Mönchengladbach am Sonntagnachmittag vom FC Augsburg. Raffael hatte die Borussen in Front gebracht, ehe der FCA das Spiel zunächst drehte und Fabian Johnson postwendend zum Ausgleich traf.

Borussias Trainer André Schubert musste bei den Fuggerstädtern weiterhin auf André Hahn und Tony Jantschke (beide Aufbautraining), Nico Schulz (Kreuzbandriss), Álvaro Dominguez (Rücken-OP), Martin Stranzl (Muskelfaserriss) sowie auf Lars Stindl (Gelbsperre) verzichten. Für den Angreifer rückte Ibrahima Traoré an alter Wirkungsstätte in die Startformation und besetzte die rechte Mittelfeldseite, während Thorgan Hazard in die Offensive rückte. Ansonsten lief zunächst die Elf auf, die in der Vorwoche im Derby begonnen hatte. Unterdessen kehrte Martin Hinteregger nach seinem überstandenen grippalen Infekt wieder in das Aufgebot zurück und nahm auf der Bank Platz.

Hazard scheitert an Hitz, Christensen rettet, Bobadilla an den Pfosten

Bei angenehmen Temperaturen um zehn Grad plus hatte die Partie einen ruhigen Beginn. Beide Mannschaften tasteten sich in der Anfangsphase zunächst ab und störten früh, wenngleich die Borussen mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatten. Erstmals meldeten sich die Borussen dann in der 09. Minute im Augsburger-Strafraum, als eine Ecke jedich nicht zum Erfolg führte. Drei Minuten zuvor gehörte allerdings den Gastgebern die erste gute Möglichkeit – unter Mithilfe der Borussen. Christensen köpfte etwas zu kurz zurück auf Sommer. Finnbogason näherte sich gefährlich, dann klärte der Däne. Das hatte Slapstick-Potential (06.).

Dann hätte Hazard gut und gerne für die Führung sorgen können, doch der Belgier scheiterte nach Vorlage von Wendt aus fünf Metern an FCA-Keeper Hitz (14.). Auf der Gegenseite knallte Ex-Borusse Bobadilla die Kugel aus der Distanz an den linken Pfosten (21.).

Raffael trifft zur Führung

Die Gastgeber hatten in dieser Phase mit 67 Prozent Ballbesitz deutlich mehr vom Spiel und gewannen die mehr Zweikämpfe, während die Borussen Probleme hatten, sich gegen die diszipliniert auftretenden und die Räume eng haltenden Fuggerstädter entscheidend in Szene zu setzen. Allerdings waren sie in der Defensive wachsam, sodass in der Folgezeit hüben wie drüben zwingende Torchancen nicht zu verzeichnen waren.

Doch dann rappelte es – und zwar in der Augsburger Kiste! Wendts Flanke von der linken Seite landete bei Traoré, der sofort für Raffael auflegte. Der Brasilianer ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte die Kugel eiskalt im linken oberen Eck zum 1:0 für den VfL (33.).

Eine Führung, die alles andere als in der Luft gelegen hatte. Denn der FCA war bis dahin die aktivere Mannschaft und hatte die besseren Chancen, doch in Führung lagen eben die spielerisch besseren Borussen, die mit diesem knappen Vorsprung nach unterhaltsamen ersten 45 Minuten in die Kabinen gingen.

Augsburger Blitzstart dreht die Partie, Borussia schlägt zurück

Nach dem Seitenwechsel standen die unveränderten Borussen entschlossenen und agilen Augsburgern gegenüber, die auf den Ausgleich drängten. Und der FCA benötige nach Wiederanpfiff gerade einmal fünf Minuten, um zu diesem zu gelangen. Finnboagson war es, der die Kugel nach einer Flanke vor Christensen in die Maschen zum 2:2 einköpfte (50.).

Und die Fohlenelf hatte den Ausgleich noch nicht ganz verdaut, da klingelte es schon wieder. Drei Minuten später nutzte Caiuby einen Abpraller von Xhaka und vollendete zum 2:1 (53.). Ein Schock für die Borussen, die sich davon aber rasch erholten und postwendend zurückschlugen. Nur zwei Minuten später war es Johnson, der nach tollem Zuspiel von Elvedi aus fünf Metern an FCA-Schlussmann Hitz vorbei zum 2:2-Ausgleich traf (55.).

Dann nahm André Schubert den ersten Wechsel vor. Hinteregger kam für den eher blassen Dahoud in die Partie und verteidigte zentral an der Seite von Nordtveit, während Christensen ins defensive Mittelfeld rückte (64.). Vier Minuten später kam Herrmann zu seinem ersten Bundesligaeinsatz seit Oktober 2015. Und der Flügelfitzer war gerade einmal Sekunden auf dem Platz, da rutschte Wendt die Kugel an der Strafraumkante freistehend über den Schlappen und setzte die Kugel so lediglich neben das Gehäuse (65.).

In der Schlussviertelstunde blieb es eine spannende Partie, die noch keineswegs entschieden war. Beide Mannschaften suchten die Offensive und wollten den Sieg. Doch beide Abwehrreihen blieben gerade in der Defensive aufmerksam konzentriert, Hitz rettete noch stark gegen Xhaka (85.) und Finnbogason knallte die Kugel an den Pfosten (90.+2), und hielten den Laden bis zum Schluss dicht. So stand am Ende ein gerechtes 2:2-Remis, dass unter dem Strich in Ordnung geht. Für die Borussen ein Punkt, mit dem man gut leben kann/muss und der gerade nach dem schnellen Doppelschlag des FCA einer der Moral ist. Zumal man auf fremden Platz zuletzt drei Niederlagen kassiert hatte.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

FC Augsburg: Hitz – Verhaegh, Gouweleeuw, Klavan, Max – Kohr – Moravek (46. Koo, 78. Janker) – Bobadilla (84. Esswein), Altintop, Caiuby – Finnboagson

Weiter im Kader: Manninger (ETW), Stafylidis, Werner, Ji

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Elvedi, Christensen, Nordtveit, Wendt – Dahoud (64. Hinteregger), Xhaka – Traoré (68. Herrmann), Johnson – Hazard (86. Brouwers), Raffael

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Korb, Hofmann, Hrgota

Tore: 0:1 Raffael (33.), 1:1 Finnboagson (50.), 2:1 Caiuby (53.), 2:2 Johnson (55.)

Gelbe Karten: Keine

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)

Zuschauer: 25.000 (WWK-Arena, Augsburg)

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