(NOCH) KEINE KONKRETEN GEDANKEN AN KINDHEITSTRAUM ENGLAND

Xhaka: »Gehe für diesen Verein an meine Grenzen«

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Wichtiger Baustein und Führungsspieler - Granit Xhaka ist begehrt. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de
Wichtiger Baustein und Führungsspieler - Granit Xhaka ist begehrt. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Bei Borussia Mönchengladbach gehört Granit Xhaka zu den unumstrittenen Leistungsträgern. Der Schweizer zieht im Mittelfeld die Fäden und spielt nicht erst seit Wochen in Topform. Längst haben zahlreiche Klubs den 23-Jährigen auf dem Zettel. Seinen Kindheitstraum England hat er zumindest derzeit noch nicht im Sinn.

Dass Granit Xhaka derzeit das Kapitänsamt bei Borussia Mönchengladbach inne hat, ist eine Wertschätzung, die der Schweizer in Diensten der Borussen erhält. Xhaka ist ein Aggressive-Leader. Einer, der auf dem Feld Verantwortung übernimmt und das Wort ergreift, mitunter seine Emotionen aber zu wenig im Griff hat und die Pferde durchgehen lässt.

»Ich bin 23 Jahre, werde noch viele Fehler machen und draus lernen. Ich habe eben zwei Seiten: Ich bin Schweizer, der etwas ruhiger ist und ich bin Albaner, der Emotionen hat. Dass gehört zu meinem Spiel«, sagte Granit Xhaka am Mittwoch dem Sender Radio 90.1 in der Sendung „Borussia hautnah“. »Ich weiß, dass es ab und zu ein bisschen übertrieben ist, aber ich kann das nicht von heute auf morgen verändern. Ich bin noch jung und probiere natürlich, Sachen abzustellen. Aber das geht eben nicht von heute auf morgen«.

Doch all das im Verbund mit den Fähigkeiten macht den 23-Jährigen zu einer gleichermaßen aktuell unverzichtbaren und begehrten Person. Gerade mit der Kapitänsbinde am Arm befindet sich der Schweizer seit Wochen in ganz starker Form. Fakten, die natürlich nicht im Verborgenen bleiben und andere Klubs auf den Plan ruft. Aktuell sollen die beiden Premier League-Klubs FC Liverpool mit Ex-BVB Coach Jürgen Klopp und Arsenal London um die Dienste des Mittelfeldmanns buhlen.

»England ist mein Kindheitstraum, das wissen viele. Es ehrt mich, wenn Arsenal und Liverpool Interesse an mir haben. Das bestätigt natürlich auch meine Leistung in den letzten Jahren«, sagte Xhaka.

»Irgendwann den Schritt machen«

Ein Kindheitstraum, der irgendwann einmal Wirklichkeit werden soll, daraus macht Xhaka keinen Hehl. Und der 23-Jährige bleibt ehrlich und vermeidet 100%ige Lippenbekenntnisse, die gerade im heutigen Fußballgeschäft eh nur schwer zu glauben sind, sondern antwortete stattdessen diplomatisch und verständlich. Schließlich wird es ganz und gar nicht so sein, dass der Schweizer bei den Borussen in Fußball-Rente geht. Ein Wechsel im Winter kommt für den Schweizer EM-Fahrer wohl aber nicht infrage.

»Ich möchte irgendwann einmal den nächsten Schritt machen. Ob das jetzt in den nächsten Monaten, im Sommer, übernächsten Sommer oder in den nächsten Jahren ist, weiß ich nicht«, hat Xhaka zur Erfüllung seines Traums noch keinen konkreten Plan. »Aber ich weiß eins: Ich habe hier einen Vertrag bis 2019 und bin enorm glücklich. Das zählt für mich momentan«.

»Ich fühle mich enorm wohl und bin glücklich. Ich gehe für diesen Verein an meine Grenzen. Ob es die Insel jetzt mit 24, 25 oder 26 wird, ändert daran nichts«.

Im Sommer 2017 soll, so war es zu lesen, aufgrund einer im Vertrag verankerten Ausstiegsklausel – von 30 Millionen Euro ist die Rede – die Möglichkeit bestehen, aus dem noch bis Sommer 2019 gültigen Vertrag bei den Borussen vorzeitig auszusteigen. Bestätigen wollte Xhaka dies natürlich nicht. Doch er ließ durchblicken, dass die dahingehenden Berichte nicht gänzlich aus der Luft gegriffen sind. »Was meinen Vertrag angeht – das soll intern zwischen mit und dem Verein bleiben. Man hört und liest Sachen – so weit weg ist man nicht«, so Xhaka. Apropos weg. Gut, dass das der Schweizer noch nicht ist und seinen Traum im besten Fall noch lange träumt...

Vielmehr konzentriert er sich auf das Hier und Jetzt und die kommenden Aufgaben mit den Borussen. »Es sind geile Spiele gegen Bayern, Manchester City und Sevilla. Wir wollen nächstes Jahr unbedingt in der Europa League spielen«, gibt Xhaka das Ziel aus. »Das Finale ist in Basel, wo ich aufgewachsen bin. Warum sollten wir das nicht erreichen. Gegen Sevilla ist es ein Finalspiel. Wer gewinnt, ist Dritter, wer verliert ist draußen. Wir wollen unbedingt den dritten Platz sichern. Wir werden zeigen, dass wir dazu bereit sind und werden versuchen, zu gewinnen«.

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