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Torloses Remis im Kühlschrank Wolfsburg

20. Spieltag: VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 0:0 (0:0)

Borussia Mönchengladbach bleibt auch nach dem dritten Spiel der Rückrunde weiter ungeschlagen. Die Fohlen trennten sich am Samstagnachmittag vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen Arena vom VfL Wolfsburg mit einem torlosen Remis und verloren somit lediglich nur eines der letzten zehn Spiele.

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Patrick Herrmann im Duell mit Wolfsburgs Dejagah. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre konnte in Wolfsburg personell fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich der über Nacht grippeerkrankte Martin Stranzl stand nicht zur Verfügung und blieb im Mannschaftshotel.

Für den Österreicher rückte der wiedergenesene Roel Brouwers an die Seite von Dante in die Innenverteidigung.

Ebenso wieder einsatzbereit war Filip Daems. Während Borussias Kapitän wie gewohnt die linke Abwehrseite besetzte, so musste Oscar Wendt, gegen Stuttgart noch in der Startelf, wieder auf der Bank Platz nehmen.

Das galt auch für Matthias Zimmermann, der für Stranzl in das Aufgebot rückte. Ansonsten blieb die Startformation im Vergleich zum Sieg in Stuttgart im gewohnten 4-4-2-System unverändert.

Bei eisigen Temperaturen gingen beide Teams zunächst verhalten in die Partie. Die Borussen behielten zunächst das Leder in den eigenen Reihen, der VfL Wolfsburg versuchte Druck auszuüben. Und die Gastgeber waren es dann auch, die die erste Duftmarke setzten. Sissoko zog aus zwanzig Metern per Aufsetzter ab und verfehlte das Ziel aber um wenige Zentimeter (05.).

Eine Minute später zeigte sich der VfL erstmals vor dem Tor der Wölfe. Juan Arango setzte mit einem schönen Steilpass Patrick Herrmann in Szene, der in den Strafraum eindrang, aber aus spitzem Winkel mit der Pike nur das Außennetz traf (06.).

Die gewohnt sicher stehenden Fohlen hatten in der Folgezeit deutlich mehr vom Spiel. Und während die Favre-Truppe den Ball in der eigenen Hälfte ruhig durch die Reihen laufen ließ, so ging es im Angriffsspiel fast überfallartig und mit One-Touch-Fußball vor das Tor der Wölfe. So auch in Minute 13, als Herrmann für Mike Hanke mit der Hacke ablegte, aber ein Wolfsburger so gerade noch dazwischen war.

Borussia gab weiter den Ton an, was der Ballbesitz von fast 70 Prozent nach einer guten Viertelstunde verdeutlichte. Da aber auch die bis dahin offensiv wenig in Erscheinung getretenen Wolfsburger Defensive gut organisiert auf der Hut war, waren Strafraumszenen in der Folgezeit Mangelware.

Mitte der ersten Hälfte zeigten sich die Niedersachsen zwar etwas aktiver, fanden aber gegen die gut sortierte Borussen-Defensive kein Durchkommen. Das Spiel plätscherte so dahin. Bis nach gut einer halben Stunde. Da zappelte der Ball erstmals im Gehäuse der VW-Städter, doch der vermeintliche Führungstreffer für den VfL fand aufgrund von Abseitsstellung von Dante keine Anerkennung (31.).

Das galt auch für den zweiten Treffer der Fohlen durch Mike Hanke, der wohl hauchdünn im Abseits stand (36.) - eine zumindest diskutierbare Entscheidung. Und da beide Abwehrreihen extrem sicher standen und wenig bis gar nichts anbrennen, ging es nach 45 Minuten torlos zum Pausentee.

Während Wölfe-Coach Felix Magath zum zweiten Durchgang mit Mandžukić einen frischen Angreifer brachte, so betraten die Borussen unverändert das Spielfeld. Die erste Möglichkeit nach Wiederanpfiff hatten die Gäste vom Niederrhein. Marco Reus brachte von rechts eine Ecke in den Strafraum, die mit einer Abseitsstellung endete ... (47.).

Sechs Minuten später gaben die Wölfe die erste Duftmarke ab. Nach Eckstoß war es Felipe, der im Luftkampf gegen Roel Brouwers die Oberhand behielt und seinen Kopfball nur wenige Zentimeter über die Querlatte bugsierte (53.). Und eine Minute später entschärfte Marc-André ter Stegen den Distanzschuss von Josué mit einer starken Parade (54.).

Wolfsburg hatte zu der Phase deutlich mehr vom Spiel und gab die Richtung vor. Mit diesem engagierten Spiel der Wölfe hatten die Fohlen so ihre Probleme, hatten Mühe, die VW-Städter von ihrem Tor wegzuhalten und leisteten sich zudem in der Vorwärtsbewegung zu viele unnötige Ballverluste. Zudem funktionierte auch das schnelle Umschaltspiel nicht mehr so, wie von den Fohlen ansonsten gewohnt. Und in der 65. Minute zappelte die Kugel erstmals in den Maschen der Borussen, doch wie auch zuvor die Treffer der Borussen fand das Tor von Sio aufgrund Abseitsstellung keine Anerkennung.

Zwei Minuten später war Herrmann auf und davon, wurde aber im Strafraum zur Ecke geblockt. Diese brachte im Anschluss nichts ein (67.). Die Partie gestaltete sich nun wieder offen und Marco Reus hätte die Borussia gut und gerne in Führung bringen können, verzog aus etwa zehn Metern aber deutlich links vorbei (68.). Vorbei flog auch eine weitere Ecke für die Favre-Truppe (74.).

Kurze Zeit später nahm Lucien Favre den ersten Wechsel vor. Igor de Camargo kam für Mike Hanke in die Partie (76.). Und der belgische Nationalspieler war noch nicht ganz im Geschehen, da rettete Filip Daems vor dem einschussbereiten Sio (77.). Die Schlussphase war angebrochen und entschieden war in der Volkswagen Arena noch nichts

Die Wölfe schalteten einen Gang höher und setzten die Fohlen gehörig unter Druck. Der VfL konnte sich nur schwer befreien und hatte defensiv einiges zu tun. Nicht nur aufgrund der eisigen Temperaturen mussten die Borussen in den letzten Minuten zittern. Doch die beste Defensive der Bundesliga hielt mit vereinten Kräften dagegen und am Ende den einen verdienten Punkt fest.

Und mit diesem können die Borussen, die gerade in Durchgang fußballerisch sicherlich nicht ihren besten Tag hatten, gut leben. Denn nach wie vor sind die Fohlen in der Rückrunde ungeschlagen und halten Kurs auf Europa...

Die Kurzstatistik zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Bengalio - Träsch, Russ, Felipe, Rodríguez - Josué, Jiráček - Sissoko (46. Mandžukić), M. Schäfer - Dejagah (62. Sio), Polter (82. Ochs)

Weiter im Kader: Hitz (ETW), Thoelke, Hasebe, Salihamidžić

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Wendt - Nordtveit, Neustädter - Herrmann, Arango - Reus, Hanke (75. de Camargo)

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Wendt, Zimmermann, Ring, Marx, Leckie

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Jiráček / Jantschke

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)


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