Niederlage zum Saisonausklang – Borussen mit Platz Acht einverstanden Die 50. Bundesligasaison ist Geschichte. Mit einer 3:4-Niederlage gegen den FC Bayern München verabschiedete sich Borussia Mönchengladbach von der Saison 2012/2013, womit die erneute Teilnahme am international...

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Fotostrecke: Mainz unterliegt dem VfL

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Fotostrecke: Borussia bezwingt Gruppensieger

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Dennis Dowidat: »Wir spielen wie immer unser Spiel«

U23: Selbstbewusst ins Spitzenspiel gegen Lotte

In der Regionalliga West holte sich die U23 von Borussia Mönchengladbach unter der Woche den Platz an der Sonne zurück und empfängt nun am Samstag im Grenzlandstadion den Tabellenzweiten Sportfreunde Lotte, die unter der Woche nicht über ein 1:1-Unentschieden beim SC Idar-Oberstein hinaus kamen. Vor dem Spitzenspiel sprachen wir mit Mittelfeldmotor Dennis Dowidat.

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Konzentrierter Blick in Richtung Lotte - Dennis Dowidat. Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de

Fohlen-Hautnah: Dennis, am vergangenen Dienstag gab's einen 3:0-Sieg im Nachholspiel gegen den SC Verl. War es ein souveräner Sieg, wie man es gemäß dem Ergebnis vermuten kann?

Dennis Dowidat: Es war ein solides Spiel von uns. Zuvor hatten wir immer schon mal Partien, aus denen ein wenig ein Zittersieg resultierte, aber dieser war souverän. Wir sind recht früh in Führung gegangen, haben dann auch die Verletzung von Tim Heubach gut weggesteckt und dann nach der Halbzeit früh nachgelegt. Man hat bei Verl aber auch gemerkt, dass es bei ihnen nicht mehr um allzu viel geht. Aber wir haben trotzdem gut gespielt, haben nichts zugelassen und dann auch in der Höhe verdient gewonnen.

Fohlen-Hautnah: Einen verdienten Sieg, den man teuer bezahlen musste. Du hast die Verletzung von Tim Heubach schon angesprochen, der mit einem Schlüsselbeinbruch wohl bis Saisonende ausfällt. Sicherlich ein im wahrsten Sinne des Wortes schmerzvoller Verlust...

Dennis Dowidat: Das ist in der Tat sehr hart. Tim ist mit einer unserer wichtigsten Spieler. Und das gerade in dieser Saison, in der er in der Defensive richtig stark spielt. Aber jetzt kann und wird Bernhard Janeczek in die Bresche springen. In den letzten Spielen hat er auch schon gezeigt, dass er Tim ersetzten kann. Generell ist aber die Verletzung von Tim gerade jetzt noch mal ein Ansporn für uns. Er hat immer seine Beine und seinen Kopf hingehalten und jetzt ist es am Samstag eine besondere Motivation, auch für ihn zu gewinnen.

Fohlen-Hautnah: Erneut wird ein anderer in die Bresche springen müssen und seine Sache sicherlich gut machen. Ausfälle werden bei euch also stets gut kompensiert. Eine Tatsache, die euch gerade auch in dieser Saison auszeichnet?

Dennis Dowidat: Absolut. Zu Beginn der Saison bin ich ausgefallen, dann war Fabian Bäcker zwei Wochen verletzt. Das haben die Jungs gut kompensiert. Jetzt fehlt Tim Heubach. Wir haben immer Jungs, die in die Bresche springen und ihre Sache dann mehr als ordentlich machen. Ich denke schon, dass wir da in der Breite sehr gut besetzt sind, was gerade auch im Endspurt unsere Stärke sein kann.

Fohlen-Hautnah: Wenngleich Sven Demandt nahezu in jedem Spiel Umbaumaßnahmen vornehmen muss, so hat es zumindest von außen den Anschein, dass ihr, egal wer auf dem Platz steht, sowohl auf als auch neben dem Platz stets harmoniert. Siehst du das auch so?

Dennis Dowidat: Auf jeden Fall. Ich wüsste jetzt zum Beispiel keinen, mit dem ich mich nicht verstehe. Natürlich hat man mit dem einen Spieler mehr und mit dem anderen weniger zu tun, aber ich habe es selten erlebt, dass eine Mannschaft so homogen ist. Die Mannschaft ist gut zusammengestellt und wir verstehen uns gut. Auch die Spieler, die vielleicht derzeit etwas hinten dran sind, geben im Training Gas und lassen sich nicht hängen. Ich sehe da jetzt keinen Grund, warum sich das ändern sollte. Und das ist auch jetzt gerade zum Ende hin wichtig.

Fohlen-Hautnah: Du hast das Ende schon angesprochen. So langsam aber sicher neigt sich die Saison dem selbigen entgegen. Im letzen Jahr ist euch im Endspurt etwas die Puste ausgegangen. Warum wird euch das in dieser Saison nicht mehr passieren?

Dennis Dowidat: Man darf nicht vergessen, dass wir in der vorletzten Saison sportlich abgestiegen waren. Da war dann einfach nicht zu erwarten, dass wir dann auf einmal oben mitspielen. Man hat dann gemerkt, dass jeder einzelne darüber ein wenig überrascht war. Keiner kannte diese Situation.

Wir haben dann unseren Stiefel runter gespielt, aber man darf auch nicht vergessen, dass Preußen Münster zu dem Zeitpunkt sehr stark war. Sie haben neun Spiele in Folge gewonnen, wir hatten viele Unentschieden. Ich glaube, dass es gerade nach dem Abstieg auch ein wenig Unerfahrenheit war.

In diesem Jahr ist es so, das wir diese Situation kennen und wissen, worum es geht. Es ist schön, dass es in jedem Spiel noch um etwas geht. Ich glaube, dass wir jetzt weiter sind und gelernt haben, mit dieser Situation umzugehen. Wir sind eingespielt, sind oben dabei und haben vielleicht eine Chance. Aber wir sind da jetzt nicht verbissen, sondern tun es den Profis gleich - wir denken von Spiel zu Spiel und machen uns keinen großen Druck.

Fohlen-Hautnah: Weiter von Spiel zu Spiel. Und das nächste am Samstag ist gleich das Spitzenspiel im Grenzlandstadion gegen die Sportfreunde Lotte. Hast du am Mittwoch gespannt vor dem Videotext gesessen und das Spiel von Lotte in Idar-Oberstein verfolgt?

Dennis Dowidat: Natürlich habe ich mitbekommen, dass sie 1:1 gespielt haben. Aber das interessiert uns eigentlich nicht, weil wir einfach unser Ding machen. Und wenn wir das so angehen wir bisher, dann brauchen uns Lotte oder andere Mannschaften nicht interessieren.

Fohlen-Hautnah: Erster gegen Zweiter. Mit einem Sieg könnt ihr den Vorsprung bei einem Spiel weniger auf fünf Punkte ausbauen. Kann man bei dem Spiel von einer Art kleinen Vorentscheidung in Sachen Aufstieg sprechen?

Dennis Dowidat: Das ist schwer zu sagen. Dortmund hat auch nur sechs Punkte Rückstand und gewinnt zur Zeit auch alles. Wir müssen noch nach Dortmund. Eine Vorentscheidung sehe ich da nicht. Klar haben wir bei einem Sieg fünf Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger, was dann schon richtungsweisend wäre. Das will ich nicht abstreiten, aber es sind noch neun Spiele zu spielen, in denen 27 Punkte zu vergeben sind. Da können fünf Punkte schnell weg sein. Deshalb bin ich da vorsichtig.

Fohlen-Hautnah: Aber es könnte schon ein großer Schritt in Richtung Aufstieg sein ...

Dennis Dowidat: Das streiten wir auch nicht ab, aber mehr eben auch nicht. Das muss man ganz realistisch sehen. Wenn wir dann denken, dass wir es geschafft haben, dann stehen wir eventuell in vier Wochen da und denken, dass war es dann. Wir sind uns bewusst, was wir am Samstag für eine Chance haben, aber wir sehen es jetzt nicht als Vorentscheidung.

Fohlen-Hautnah: Hast du denn generell die Tabelle im Hinterkopf?

Dennis Dowidat: Natürlich habe ich sie im Hinterkopf, weil ich mich einfach dafür interessiere, wie wir stehen. Aber am Samstag blendet man so etwas aus. Es geht wie in jedem Spiel um drei Punkte, die wir holen wollen. Dafür werden wir wie immer alles geben und in die Waagschale werfen.

Fohlen-Hautnah: Lotte hat seit dem 11. November 2011 auswärts nicht mehr gewonnen. Warum endet diese Serie auch am Samstag nicht?

Dennis Dowidat: Weil wir insgesamt die bessere Mannschaft sind. So einfach ist das. Ich habe da vollstes Vertrauen in unsere Mannschaft. Wir haben schon im Hinspiel unglücklich 1:1 gespielt. Da waren wir die bessere Mannschaft und haben das Spiel dominiert. Wir haben keinen Druck und können befreit aufspielen. Deshalb werden wir Lotte auch schlagen.

Fohlen-Hautnah: Das klingt sehr selbstbewusst. Lotte will aufsteigen und wird sicherlich versuchen, das Spiel in die Hand zu nehmen und versuchen in Führung zu gehen. Was erwartest du denn für ein Spiel?

Dennis Dowidat: Natürlich haben sie Druck. Sie haben investiert und das klare Ziel ausgegeben, aufzusteigen. Und wenn du im Winter dann noch mal so nachlegst, dann musst du das eigentlich auch. Sie haben eine erfahrene Mannschaft, die auch viel über den Kampf kommt. Ich erwarte ein hartes Spiel, aber das interessiert uns alles nicht. Wir spielen unser Spiel wie sonst auch. Am Ende setzt sich dann die Qualität durch. Und wenn wir unsere am Samstag auf den Platz bringen, dann sehe ich kein Problem, dass wir das Spiel erfolgreich gestalten.

Fohlen-Hautnah: Und wenn dem so ist, dann ...?

Dennis Dowidat: ... haben wir drei Punkte mehr auf dem Konto und liegen fünf Punkte vor Lotte, mehr aber auch nicht. Ob das dann ein Schritt in Richtung Aufstieg ist, können andere gerne beurteilen. Bei uns ist das aber kein Thema, weil es nichts bringt. Es sind dann noch acht Spiele zu spielen und wenn wir davon dann die nächsten drei Spiele verlieren, dann könnte Lotte theoretisch wieder vier Punkte vor uns liegen.

Wenn wir drei oder zwei Spieltage vor Schluss immer noch oben dabei sind, dann wäre es vermessen zu sagen, das wir nicht alles versuchen wollen. Aber wir haben eben jetzt noch neun Spiele und da ist es nicht unsere Art, vom Aufstieg zu sprechen.

Fohlen-Hautnah: Gegen Lotte gibt es auch ein Wiedersehen mit Ex-Borusse Christian Schlösser, der sicherlich auch besonders motiviert sein wird. Hast du im Vorfeld mal mit ihm gesprochen und eine Wette abgeschlossen?

Dennis Dowidat: Nein, es gab keinen Kontakt zu ihm. Er ist ein guter Fußballer und wir wissen um seine Qualitäten, aber die ist generell bei Lotte vorhanden. Man muss da nicht ‚nur' auf Christian Schlösser, sondern auf die ganze Mannschaft achten und aufpassen.

Fohlen-Hautnah: Nun gibt es am Wochenende der Spielplan her, dass die Profis erst am Sonntag in Hannover ran müssen, während ihr bereits am Samstag spielt. Ihr würdet euch also sicherlich über zahlreiche Unterstützung der VfL-Fans freuen ...

Dennis Dowidat: Natürlich. Je mehr Fans, desto besser. Wir würden uns riesig freuen, wenn uns am Samstag viele Fans unterstützen würden. Ich denke, der Spielplan der Profis und das Spitzenspiel bieten dazu auch die Gelegenheit. Alle die, die am Samstag noch nichts vorhaben, können uns gerne mit Pauken und Trompeten unterstützen.

Fohlen-Hautnah: Das Spiel hätte sicherlich eine tolle Kulisse und Atmosphäre verdient. Kommen wir abschließend kurz auf dich zu sprechen. Dein Vertrag läuft zum Saisonende aus. Gibt es schon eine Tendenz, wie es weiter geht?

Dennis Dowidat: Ich hatte mit Borussia allgemeine, offene, ehrliche und positive Gespräche, aber darüber möchte ich nichts sagen. Ich möchte mich auch jetzt erst mal auf die restlichen Spiele konzentrieren. Dann wird sich alles andere ergeben. Aber jeder weiß, wie sehr wohl ich mich bei Borussia fühle.

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