Weiter punkten und dranbleiben
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- Erstellt am Donnerstag, 07. März 2013 15:19
- von Andreas Plum
'Topspiel' am Samstagabend gegen Bremen - Bis auf Thorben Marx alle Mann einsatzbereit
Nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen ist für Borussia Mönchengladbach Europa nach wie vor in Sichtweite. Und in den nun folgenden beiden Heimspielen wollen sich die Borussen näher an die internationalen Plätze heranschieben bzw. diese im besten Fall erklimmen. Dazu gilt es zunächst am kommenden Samstagabend im ausverkauften Borussia-Park den schwächelnden SV Werder Bremen in die Schranken zu weisen.
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| Darf Juan Arango am Samstag wieder jubeln? Jedenfalls ist der Feinfuß gegen Bremen wieder einsatzbereit. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de |
Vier Bundesligaspiele lang war der VfL bis zum letzten Wochenende ohne dreifachen Punktgewinn. Da tat der Sieg gegen die überraschend gut dastehende Frankfurter Eintracht in vielerlei Hinsicht richtig gut.
Einerseits konnte man so den verdienten Heimpunkt gegen Dortmund vergolden und frisches Selbstvertrauen tanken, andererseits hat man Europa weiterhin im Blick. Nun gilt es nachzulegen, damit man weiter an den begehrten Plätzen dranbleibt.
»Es war gerade auch für den Kopf und die Moral wichtig, wieder einen Sieg zu erreichen. Auch das 1:1 gegen Dortmund war dahingehend wichtig. Diese vier Punkte waren für uns nötig und es war sehr gut, dass wir sie erreicht haben«, ließ Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag die letzten Ergebnisse Revue passieren und gab die Parole aus: »Jetzt wollen wir weiter punkten, Spiel für Spiel nehmen und um jeden Punkt kämpfen«.
Und das zunächst eben im Heimspiel gegen Werder Bremen. Eine Aufgabe, in die Borussen zumindest von der Papierform her vielleicht gerade deshalb als Favorit gehen, weil die Hansestädter zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierten. Blenden lassen will man sich davon am linken Niederrhein richtigerweise aber nicht. »Werder ist eine Mannschaft, die momentan kleine Probleme hat, aber das kann immer mal passieren«, sagte Lucien Favre. »Sie haben enormes Potenzial und viele gute offensive Spieler, die alleine den Unterschied machen können«.
Besonders im Hinspiel hatten die Borussen die Offensivqualität der Bremer zu spüren bekommen. »Wir müssen uns erinnern, dass wir dort im Hinspiel 0:4 verloren haben. Sie haben gefährliche Spieler, keine Frage«, warnte Favre. Entscheidende Bedeutung für die Vorbereitung auf das jetzige Aufeinandertreffen hatte diese schmerzvolle Klatsche für den VfL-Coach aber nicht. »Die Niederlage ist Fakt, aber dazwischen liegen sechs Monate. Jedes Spiel ist anders«, so der Schweizer.
Ebenso eher am Rande interessiert den Fußballlehrer die herbe 1:6- Niederlage der Werderaner beim FC Bayern München. »In München ist es für alle Mannschaft sehr schwer«, sagte Favre und verwies auf zwei Auswärtssiege davor: »Ich habe ihre Spiele in Stuttgart und Hoffenheim gesehen, wo sie jeweils 4:1 gewonnen haben. Auswärts sind sie immer sehr gefährlich«.
Immer gefährlich und zudem mit 21 erzielten Treffern auf fremden Platz die drittbeste Offensivmannschaft. Die Borussen sind also gewarnt. Und damit die 'Stadtmusikanten' im Borussia-Park nicht den Ton angeben, weiß Favre, wie seine Fohlen zu Werke gehen müssen: »Wir müssen gegen eine, wie ich finde, sehr gute Mannschaft defensiv wie offensiv eine sehr gute Leistung bringen«, forderte der Schweizer.
Personell kann der Taktikfuchs bei diesem Vorhaben nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Thorben Marx steht nach seiner in Frankfurt erhaltenen fünften Gelben Karte nicht zur Verfügung. »Thorben Marx ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt. Ansonsten gibt es keine Verletzungen, alle Spieler sind an Bord«, konnte Favre die frohe Kunde überbringen.
Wer für den Routinier im defensiven Mittelfeld an der Seite von Håvard Nordtveit aufläuft, ließ der Schweizer offen. Als Option stünde hier Granit Xhaka bereit, der er eine weitere Bewährungschance erhalten könnte.
Generell bietet sich dem VfL-Coach aber erfreulicherweise die Qual der Wahl. Und gerade auf der linken Abwehrseite hat Favre ein »Luxusproblem«, wie es der 55-Jährige selbst bezeichnete. Dort stehen sowohl Oscar Wendt und Filip Daems als Kandidaten in den Starlöchern. Gerade der Belgier hat sich in den letzten drei Spielen von Beginn an als sichere Komponente herausgestellt.
Somit dürfte der Kapitän gute Chancen haben, auch im vierten Spiel hintereinander in der Startelf zu stehen. »Filip hat in den letzten beiden Spielen, in denen wir vier Punkte geholt haben, gut gespielt. Aber ich werde wie immer als erstes die Spieler informieren, wer von Beginn an spielt«, ließ sich Favre nicht in die Karten schauen.
Ist dem aber so, dann müsste Oscar Wendt das Feld räumen. Der Schwede spielte zuletzt im linken Mittelfeld. Dort ist aber Juan Arango nach seinen Knöchelproblemen wieder einsatzbereit. Wenngleich sich Lucien Favre auch in der Besetzung der Offensive noch nicht festlegen wollte, so dürfte der Venezolaner wieder mit von der Partie sein.
Gut möglich, dass der Feinfuß dann zusammen mit Amin Younes aufläuft und offensiv für die nötige Kreativität sorgt um auch Luuk de Jong in Szene zu setzen. Der Youngster stand zuletzt zweimal in Folge in der Startelf und stellte eine deutliche Belebung in der Offensive dar. »Amin kann zentral als Neuneinhalb und auf der Seite spielen. Er macht es bislang sehr gut. Die beiden Spiele waren positiv«, lobte Favre seinen Schützling, schränkte aber gleichzeitig ein: »Wir sind alle mit ihm zufrieden, aber es waren erst zwei Spiele. Er hat mit erst 19 Jahren noch viel zu lernen und weiß, wo er sich noch verbessern muss. Also alles step by step«.
Und wenn die Borussen, die seit fünf Spielen Zuhause ungeschlagen sind, am Samstagabend gegen die 'Stadtmusikanten' im Borussia-Park hochkonzentriert zu Werke gehen, alles in die Waagschale werfen und den Ton abgeben, dann kann es mit einem guten Ergebnis weiter Schritt für Schritt in Richtung Europa gehen.
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