Wer ist eigentlich Martin Spohrer?
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- Erstellt am Donnerstag, 14. Februar 2013 09:05
- von Lisa-Marie Siemens und Andreas Plum
Kurz vorgestellt: Der Athletiktrainer des Fohlenstalls
Es ist Freitag Nachmittag, kurz vor 16.00 Uhr. Im Borussia-Park herrscht reges Treiben. Es sind nur wenige Fans da, die darauf warten, dass sich die Profis von Borussia Mönchengladbach vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen in Richtung Dorint Hotel begeben. Unterdessen haben wir uns mit Martin Spohrer getroffen.
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| Athletiktrainer im Fohlenstall - Martin Spohrer. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de |
Martin Spohrer ist im Fohlenstall der Fitness- und Athletiktrainer der U17 bis U23 Mannschaften. Bevor er an den linken Niederrhein kam, trainierte er bei der TSG 1899 Hoffenheim die U12 bis U15 Mannschaften. Dann, vor knapp zwei Jahren, wurde bei den Borussen der Platz des Athletiktrainers frei. Da sein Vertrag bei der TSG auslief, schickte er seine Bewerbungsunterlagen direkt zum VfL.
Doch was macht man als Athletiktrainer eigentlich? »Als Athletiktrainer trainiert man hauptsächlich Koordination, Kraft und Ausdauer. Es ist aber auch wichtig, die Beweglichkeit und Schnelligkeit zu trainieren«, umschreibt Spohrer sein vielfältiges Aufgabenspektrum. »So erhält jeder Spieler einen individuellen Trainingsplan, in denen er die Aspekte trainiert, in denen er nicht so gut ist«.
»Außerdem«, so erklärt der 35-Jährige Familienvater weiter, »wird die Ausdauer in allen Altersklassen vor allem über bestimmte, fußballspezifische Spielformen trainiert«. Ab der U15 absolvieren die Spieler zwei feste Einheiten pro Woche. Die eine absolvieren sie im Kraftraum, die andere ist in der Regel das Abschlusstraining vor einem Spiel, wie Spohrer erklärt. Zusätzlich zu den beiden Trainingseinheiten haben die Jugendlichen die Möglichkeit, individuell an ihren Defiziten zu arbeiten.
Seine Woche beginnt damit, dass sich die Trainer der jeweiligen Mannschaften zusammen mit Borussias Jugendkoordinator treffen und sich über die Spiele am Wochenende unterhalten. Der zeitliche Aufwand ist sehr groß. Zwar finden die Trainingseinheiten für die Jugendlichen erst am Abend statt, ein Athletiktrainer muss jedoch schon am Morgen die jeweiligen Übungen vorbereiten. Einen Co-Trainer, der einen bei solchen Arbeiten hilft oder ihm im Falle einer Erkrankung hilft, hat Martin Spohrer nicht. »Zum Glück war ich während meiner Zeit bei Borussia noch nicht krank. Sollte ich krank werden, wird mich wahrscheinlich der Trainer der U15 ersetzen«, grinst Spohrer.
Mitunter ist der 35-Jährige gerade bei der U23 auch Torwarttrainer. Und das nicht ohne Grund; schließlich hat Spohrer zu seiner aktiven Zeit zwischen den Pfosten gestanden. »Martin hat insgesamt viel zu tun und einen wichtigen Job, der ihn gut ausfüllt«, weiß U23-Coach Sven Demandt und ergänzt: »Aber er hat fachliche Kompetenz, macht einen guten Job und man sieht, dass ihm die Arbeit sehr viel Spaß macht. Und uns macht die Arbeit mit ihm auch sehr viel Spaß«.
Martin Spohrer erlaubt kurz einen Blick hinter die Kulissen. Im Kraftraum arbeitet gerade Nico Brandenburger, eins von Borussias größten Talenten. »Unser Eliteschüler«, lobt der 35-Jährige den Youngster in höchsten Tönen.
Neben den Jugendspielern arbeitete Spohrer bereits einmal den Profis, als Lucien Favre überwiegend jüngere Spieler in der Europa League bei Fenerbahçe Istanbul einsetzte. Damals kümmerte sich der 35-Jährige um die in Gladbach gebliebenen Borussen-Profis. Diese Erfahrung nahm er mit zu den Jugendspielern. Doch er tausche sich auch regelmäßig mit dem Athletiktrainer der Profis, Chris Weigl, aus.
Er liebe seinen Job, erzählt Spohrer und fügt lächelnd hinzu, dass er sich beim VfL besonders wegen der guten Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen sehr wohl fühle und sich derzeit nicht vorstellen könne, den Verein zu wechseln.
Was ebenfalls sehr gut funktioniert ist, wie sich später herausstellt, die Kommunikation mit den Jugendlichen und Nachwuchsfohlen. »Martin ist für mich nicht nur Trainer, sondern mittlerweile auch ein Freund. Er ist immer gut drauf und hat stets einen lockeren Spruch auf den Lippen«, sagt Dennis Dowidat. »Trotzdem ist er im Training immer professionell und versucht das Beste aus einem herauszuholen. Wir verstehen uns auch außerhalb des Platzes sehr gut und schätzen uns!«. Man kann also festhalten, dass sich Martin Spohrer in Anlehnung an seinen Namen durchaus schon seine Sporen verdient hat.
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