So ist's recht

Richtige Reaktion gezeigt

Zwar ist das Ausscheiden von Borussia Mönchengladbach in der Europa League ad acta gelegt, doch es hat auch nach ein paar Tagen Abstand noch einen faden Beigeschmack. Wenngleich Lucien Favre das in Rom nahezu über die gesamte Spielzeit mutlose Auftreten als »totalen Quatsch« bezeichnete, so haben die Borussen in letzten beiden Spielen gezeigt, dass sie es durchaus anders können und mit ihnen noch zu rechnen ist.

Mit der richtigen Einstellung zum Sieg - Die Borussen in Frankfurt. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Feuer und Leidenschaft hatte Borussias Sportdirektor Max Eberl vor dem Spiel bei Lazio Rom gefordert. Doch gegen die Adlerträger aus Italien waren es allenfalls die 10.000 VfL-Anhänger, die auf den Rängen in Sachen Unterstützung ein wahres Feuerwerk abbrannten.

Drei Tage später aber legten die Borussen dann gegen die spielstarke Namenscousine aus Dortmund genau die Eistellung an den Tag, die man sich auch in Rom gewünscht hätte.

Mit Einsatzwillen, Mut und einer besseren zweiten Halbzeit hat man sich nach einem Rückstand gegen eine drohende Niederlage gewehrt und schlussendlich den einen Punkt verdient. Die Mannschaft hat eben um den Punkt gekämpft, wie es ihr Trainer Lucien Favre zuvor und wie so oft gefordert hatte.

Die Gladbacher Borussen hatten alles in die Waagschale gelegt und immer an sich geglaubt. So konnte man nach dem Spiel gegen den BVB durchaus von einer richtigen Reaktion sprechen, wie es Max Eberl hinter zu Protokoll gegeben hatte.

Und auch eine Woche später, genauer gesagt am vergangenen Freitag, zeigten die Fohlen bei der Eintracht aus Frankfurt, was sie im Stande sind zu leisten. Wenngleich die Borussen gerade nach dem Seitenwechsel zu passiv agierten, gingen sie abermals mit den oftmals genannten Grundtugenden wie Leidenschaft zu Werke und brachten so am Ende mit vereinten Kräften und Kompaktheit den achten Saisonsieg unter Dach und Fach.

Nach zuvor vier Bundesliga-Spielen ohne Dreier ein wichtiger Sieg, der frisches Selbstvertrauen eingeimpft haben sollte und der die Borussen weiter auf Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen hält. Mannschaft, Fans und Verein sind nach den tollen Erlebnissen geil auf Europa. Man habe »Blut geleckt«, wie es Max Eberl im Vorlauf der Partie gegen Frankfurt ausdrückte. Genau das hat man in den letzten beiden Spielen gezeigt und mit der richtigen Einstellung auf den Platz gebracht. Und auch die Aufstellung von Amin Younes stellte sich in der Offensive als richtige Maßnahme heraus. Der Wirbelwind sorgt durchaus für Belebung.

So kann man nach den letzten beiden Spielen, die unter dem Strich vier Punkte bescherten, durchaus von einem Schritt nach vorne und einen Signal in die richtige Richtung sprechen. Ohne "Fleiß, keinen Preis", besagt eine bekannte Redewendung. Gegen Dortmund und Frankfurt waren die Borussen fleißig und ernteten dafür den verdienten Lohn.

Genauso gilt es nun weiterzumachen und die kommenden Spiele anzugehen. Diese Leistung weiter an den Tag legen und Nachlegen ist in den kommenden drei Spielen, in denen es bis auf die hinter ihren Erwartungen liegenden Bremer gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die begehrten Plätze geht, die Devise.

Luft nach oben ist immer. Aber dennoch ist es recht, wie die Mannschaft die letzten beiden Spiele bestritten hat. Weiter so - dann bleibt Europa auch weiterhin kein unerreichbares Ziel.

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