Leicht niedergeschlagen. Für die Borussen war gegen Bayern durchaus ein Punkt drin. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de
»Am Ende wäre definitiv noch mehr drin gewesen«
Gemischte Gefühle nach Niederlage gegen Bayern
Geschrieben von Andreas Plum & Alexander Plum | 19.03.2017 - 23:01 Uhr

Borussia Mönchengladbach hat gegen den FC Bayern München eine ordentliche Leistung geboten, steht am Ende aber dennoch mit leeren Händen da. So traf man hinterher auf Protagonisten mit gemischten Gefühlen.

 

»Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. In der sechsten Englischen Woche in Folge hat sie wieder großartig gearbeitet«, meinte Dieter Hecking und brachte es auf den Punkt: »Das Ergebnis ist natürlich dennoch enttäuschend. Wenn man am Ende 0:1 verliert, hat der ganze Aufwand nichts gebracht«.

Apropos Aufwand. Davon mussten die Borussen von Anfang bis Ende gehörig viel betreiben, um den Rekordmeister in Schach zu halten. Bayern hatte die Kugel, die Borussen hielten dagegen und liefen. In den ersten 45 Minuten sagenhafte 62 Kilometer. Was mit starker sowie kompakter Defensivarbeit und einem abermals überragenden Yann Sommer auch eine Stunde lang gelang. »Es war wichtig, dass wir den Kampf angenommen haben. Wir haben wir über 90 Minuten sehr gut verteidigt«, sagte Tobias Strobl.

»Es war klar, dass wir gegen die Bayern nicht alles verhindern können und dass sie zu der einen oder anderen Chance kommen werden«, so der Mittelfeldmann weiter. So wie eben nach etwas über einer Stunde, als Thomas Müller für das Tor des Tages sorgte.

»Die Konter hätten wir noch klarer ausspielen müssen«

Doch die Borussen ließen sich davon nicht aus der Bahn werfen, sondern versuchten es weiter und wollten den Ausgleich. »Die Moral und der Geist der Mannschaft waren wieder überragend«, lobte Hecking.

Zurecht. Doch im letzten Drittel fehlte dann aber auch die nötige Konsequenz. »Wir haben unsere eigenen Konter schlecht ausgespielt und teilweise sogar die Chancen der Bayern durch unsaubere Abspiele eingeleitet«, haderte Tony Jantschke und Strobl stimmte zu: »Die Konter hätten wir noch klarer ausspielen müssen«.

Doch das gelang am Ende nicht, so dass die Borussen ohne etwas Zählbarem da standen. »Die Niederlage ist verdient, denn die Bayern hatten einfach die klareren Chancen«, meinte Jantschke und ergänzte: »Trotzdem haben wir unter dem Strich alles rausgehauen und alles, was wir hatten, auf den Platz gebracht. In den letzten zehn Minuten haben wir alles probiert, aber es hat leider nicht sollen sein – das müssen wir akzeptieren«.

»Wir haben sehr viel in das Spiel investiert, sind viel gelaufen und haben gekämpft. Daher hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Leider haben wir uns nicht belohnt, obwohl am Ende definitiv noch mehr drin gewesen wäre«, meinte Sommer. »Wir hatten wir noch gute Chancen, bei denen leider die letzte Flanke nicht optimal war«.

»Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Nach dem Aus im Europapokal am Donnerstag haben wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern sind mit breiter Brust aufgetreten. Deswegen können wir trotz der Niederlage mit erhobenen Hauptes vom Platz gehen«, befand Strobl.

Länderspielpause kommt gerade recht

So ist es absolut. Die Borussen haben dem Ligaprimus mit einer starken Defensivarbeit lange Probleme bereitet und hätten durchaus einen Punkt mitnehmen können. Mit diesem Gefühl geht es für die Borussen nun in die zweiwöchige Länderspielpause, die nach den kräftezehrenden Wochen auch von Nöten sein wird, um den Akku wieder aufzuladen. Denn auch danach geht es mit wichtigen Spielen stramm weiter.

»Der Mannschaft tut es gut, dass jetzt die Länderspielpause ansteht«, sagte Sommer, der allerdings mit der Schweiz im Einsatz sein wird und Jantschke stimmte zu: »Die Länderspielpause wird uns jetzt gut tun«.

»Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um durchzuschnaufen, dann bereiten wir uns auf die nächsten Aufgaben vor«, so Strobl und gab die Marschrichtung vor: »Diese müssen wir genauso leidenschaftlich angehen wie das Spiel heute«. Und dann werden unter dem Strich auch wieder Punkte stehen. 

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