Gab gegen den FC Bayern München sein Bundesligadebüt - László Bénes. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de
»Gezeigt, welch Riesenpotenzial er hat«
Bénes erfüllt sich seinen Traum fast vollständig
Geschrieben von Andreas Plum | 20.03.2017 - 17:02 Uhr

Im Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern München feierte László Bénes sein Bundesligadebüt. Damit ging für den jungen Slowaken einer seiner Träume in Erfüllung. Dieter Hecking war mit der Leistung des Youngsters zufrieden.

 

»Ich möchte nicht gegen irgendeinen ein Tor, sondern gegen FC Bayern München-Torhüter Manuel Neuer ein Tor schießen«, verriet László Bénes im letzten Sommer einen seiner Träume und fügt an: »Als ich erfahren habe, dass sich Gladbach für mich interessiert, habe ich zuerst daran gedacht, auch gegen Bayern München zu spielen. Bis jetzt habe ich sie überwiegend nur im Fernsehen gesehen. Ich habe sie bereits einmal live bei einem Freundschaftsspiel gegen meinen Ex-Klub Győri ETO FC spielen sehen. Mit Mario Götze habe ich damals sogar ein Selfie gemacht. Aber selbst gegen sie zu spielen, ist etwas ganz anderes«.

Zwar konnte er Manuel Neuer keinen „einschenken“, doch konnte er sich seinen Traum erfüllen und eine knappe Viertelstunde gegen den deutschen Rekordmeister und Nationaltorhüter spielen. Es lief die 81. Minute im Borussia-Park, als der 19-jährige Slowake für André Hahn den Platz betrat. Es dürfte ein toller Moment für Bénes gewesen sein, dass das Bundesligadebüt „ausgerechnet“ gegen den großen FC Bayern, noch dazu vor heimischen Publikum, gelungen ist.

»Gezeigt, welch Riesenpotenzial er hat«

Und beinah wäre es aufgrund der angespannten Personalsituation sogar gleich ein Startelfdebüt geworden. Doch Dieter Hecking entschied sich dann doch nachvollziehbar anders. »Dadurch, dass uns auch Mo Dahoud heute ausgefallen ist gab es die Überlegung, ihn vielleicht sogar von Anfang an zu bringen. Aber das wäre vielleicht zu viel des Guten gewesen«, meinte Hecking und begründete: »Wie haben uns mit Blick auf die Stabilität für die defensivere Variante mit Tony Jantschke entschieden«.

Doch beim Stande von 0:1 wollte bzw. musste der 52-Jährige natürlich etwas mehr riskieren und verhalf Bénes so zu seinem Debüt. Und es war ein ordentliches des Youngsters, der schon in der Wintervorbereitung seine Qualitäten gezeigt hat. »Ich denke, in der knappen Viertelstunde, in der er auf dem Platz gestanden hat, hat er gezeigt, welch Riesenpotenzial er hat. Das hat man im Training schon mal gesehen«, war Hecking mit seinem Schützling zufrieden.

Was wohl zuletzt nicht immer der Fall war. »Er ist dann auch in der Trainingsleistung ein bisschen weggekippt. Das muss man auch sagen«, so Hecking. Was ein Stück weit erklären würde, warum der 19-Jährige zuletzt nicht im Aufgebot gestanden hatte. Gegen den FC Bayern hat er aber eine Duftmarke gesetzt, an der es in Zukunft anzuknüpfen gilt. »Heute hat er sich sehr gut gezeigt und die Nase rausgestreckt«, lobte Hecking.

In naher Zukunft mit weiteren Einsatzchancen

»László ist unbekümmert und frech. Manchmal geht er mir schon fast zu viel Risiko, wo er dann zu viel will, weil es einfach sein Naturell ist«, beschreibt Hecking. »Er ist schon ein Spieler, der fußballerisch von der Sechserposition aus viel Gutes bewegen kann«.

Apropos Sechserposition. Genau dort drückt bei den Borussen personell aktuell der Schuh. Weshalb Bénes gute Chancen hat, den Bundesligaminuten gegen Bayern weitere folgen zu lassen. »Wir müssen natürlich schauen, wie wir auf der Sechserposition demnächst agieren wollen, solange uns Chris Kramer ausfällt. Das ist ja nun doch ein längerer Zeitraum«, weiß Hecking.

Die Chance also für Bénes. Und vielleicht ja auch als Nachfolger für Mo Dahoud, sollte dieser die Borussen im Sommer verlassen, wonach es derzeit wohl aussieht. »Egal, ob Mo geht oder nicht - Ich denke, er kann auf jeden Fall die Konkurrenzsituation anheizen«, ist Hecking überzeugt. »Er ist durch den Ausfall von Chris Kramer jetzt natürlich schon näher angerückt. Und mit dem, was er heute in der Bundesliga gezeigt hat, gibt er uns natürlich ein gutes Gefühl«. Eines, dass László Bénes in der Zukunft hoffentlich weiter bestätigt...

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