»Es tut mir unheimlich leid«

Enttäuschter Peniel Mlapa

Es hätte der Tag schlichthin des Peniel Mlapa werden können. Im Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen eingewechselt, brachte er den VfL kurz danach in Front, um dann in der Nachspielzeit eine Großchance zum Siegtreffer liegen zu lassen. Dementsprechend hielt sich bei dem Angreifer die Freude über den ersten Bundesliga-Treffer natürlich in Grenzen.

 
Vergab gegen Bremen in der Schlussminute die Chance zum Sieg - Peniel Mlapa. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Wie versteinert stand Peniel Mlapa nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Bremen auf dem Geläuf im Borussia-Park. Kurz zuvor hatte der eingewechselte Angreifer die große Chancen vergeben, sich mit seinem zweiten Bundesligator die Krone aufzusetzen.

Dementsprechend wortlos verschwand der 22-Jährige hinterher in der Kabine und ließ die mit den Hufen scharrenden Journalisten im Anschluss vergeblich warten.

Einerseits verständlich, andererseits aber auch nicht. Schließlich wusste er, was er kurz zuvor verbockt hatte. So wollte man ihn ganz und gar nicht 'zerpflücken', sondern lediglich eine Einschätzung zu der besagten Situation haben.

»Natürlich war es nach dem Spiel Scheiße«, beschrieb Mlapa nach einer Nacht schlafen am Sonntag seine Gefühlslage. »Aber das ist Fußball. Entweder ist man der Held oder so ein bisschen der Depp«.

»Es ist dumm gelaufen und es tut mir unheimlich leid für die Mannschaft, weil die Jungs über 90 Minuten viel gekämpft haben. Schade, dass ich das Tor nicht gemacht habe und wir uns so nicht belohnt haben«, sagte Mlapa. »Auch mit Blick auf die Tabelle wären zwei Punkte mehr natürlich schon gut gewesen. Aber im Nachhinein hat mir keiner Vorwürfe gemacht«.

Dennoch hat er sich die besagte Szene noch mal angeschaut und Revue passieren lassen. »Vielleicht wäre es besser gewesen, links vorbeizugehen. Vielleicht kann ich den Ball noch lupfen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass Pavlović noch hinterherläuft. Von mir etwas Pech, für ihn etwas Glück«, beschrieb Mlapa. »Ich habe gedacht, ich gehe vorbei und der Ball ist sicher drin. Als Stürmer muss man den machen, aber das ist Fußball«.

Bereits im Spiel gegen Borussia Dortmund hatte der Angreifer nach einer ähnlichen Situation den möglichen Siegtreffer vergeben. »Die Sachen, die am einfachsten ausschauen, sind eigentlich immer die schwersten. Jeder der Fußball spielt, weiß das«, sagte Mlapa. »Es ist zweimal blöd gelaufen. Einmal komme ich zu weit nach außen, einmal steht ein Verteidiger auf der Linie«.

Über seinen ersten Bundesliga-Treffer im Borussen-Trikot konnte er sich somit natürlich nicht vollends freuen. »Natürlich ist das ein schönes Gefühl. Aber die zweite Chance hat die Freude etwas geschmälert«, so der Angreifer.

Natürlich weiß Mlapa, dass das eine der Chancen ist, die gerade ein Angreifer machen muss. Auf der anderen Seite gilt es jetzt, die Sache aus dem Kopf zu streichen und es beim nächsten Mal besser zu machen. »Es ist passiert und es bringt nichts, den Kopf hängen zu lassen«, legt Mlapa genau die richtige Einstellung an den Tag.

Und so wird er in Zukunft auch nicht solchen Situationen aus dem Weg gehen. »Wenn ich jetzt anfange damit zu hadern, dann wäre es schlimm. Dann mache ich die nächsten fünf auch nicht rein. Es geht wieder von Null los«, sagte Mlapa und versprach: »Wenn ich beim nächsten Mal auf den Torwart zulaufe, versuche ich es besser zu machen«. Und genau das ist ihm einerseits zu wünschen und andererseits ist ihm dazu die nötige Rückendeckung zu geben. Zuweilen sind ja aller guten Dinge drei...

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