Die Doppel-Entlastung?
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- Erstellt am Dienstag, 11. Dezember 2012 10:15
Borussia stark nach Europacup-Spielen
Während in den letzten Tagen nach dem Arbeitssieg von Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05 die öffentliche Aufmerksamkeit zu einem Großteil auf der Genialität des Juan Arango lag, wird es Zeit, dass eine andere Stärke der Fohlen ausdrücklich gewürdigt wird: Das Durchhaltevermögen.
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| Kommen besonders nach Europacup-Spielen in Fahrt - Lukas Rupp und der VfL. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de |
Mittwochmittag Abflug nach Istanbul, Donnerstag Europapokal-Spiel gegen Fenerbahçe Istanbul. Freitag Rückflug nach Düsseldorf, Samstag Abschlusstraining.
Und Sonntag noch das wichtige Bundesligaspiel gegen Mainz 05. Manch einem Hobbykicker kommt bei diesem Terminkalender das Grauen.
Die Mannen von Lucien Favre hingegen zeigen Woche für Woche, dass sie mit der Doppelbelastung Bundesliga/Europa-League bestens zurechtkommen.
Man könnte fast meinen, dass die Belastung für die Elf vom Niederrhein eher eine Entlastung darstellt; wurden doch alle Siege in der Liga nach Europapokal – Spielen unter der Woche eingefahren. Zu Buche stehen nach internationalen Auftritten bisher fünf Siege und drei Unentschieden – eine Bilanz die imponiert.
Neben der tollen Arbeit, die Lucien Favre und sein Trainerteam verrichten, um die Spieler für jede Partie auf den Punkt fit zu bekommen, spricht die „Apres-Europacup-Unbesiegbarkeit“ natürlich auch Bände über die Moral und das Durchhaltevermögen der Mannschaft.
Natürlich war gerade die erste Halbzeit des Spiels gegen den FSV aus Mainz nur schwer zu ertragen und auch die zweite Hälfte war – mit Ausnahme einer tollen Kombination und eines fast schon alltäglichen „Arangoals“ – nur Stückwerk. Doch für Spiele, wie eben jenes gegen die Mainzer, wurde der Begriff „Arbeitssieg“ erfunden. Und vor allem nach donnerstäglichen internationalen Auftritten ist es beileibe keine Selbstverständlichkeit, dass eine Mannschaft diese ‚dreckigen‘ Siege einfährt und obendrein ungeschlagen bleibt.
Jedenfalls bleibt das, was sich vor einigen Wochen in Hannover erstmals abzeichnete auch weiterhin der Trend am linken Niederrhein: Die mentale Stärke des Teams steht momentan über der fußballerischen Klasse. Oder wie es der Schweizer Chefcoach ausdrückte: »Wir haben noch sehr viel zu verbessern. Wir wissen, dass wir besser spielen können«.
Eine erfreuliche Tatsache jedoch, die vielleicht im Hinblick auf das Spiel beim Klassenprimus aus München wichtig sein könnte: In den letzten vier Spielen kassierte die Borussia nur ein Tor. Keeper Marc-André ter Stegen hat sein Formtief überwunden und die Defensive um Routinier Martin Stranzl spielt stark auf.
Und so könnte man also vor allem dem Neu-Münchner Dante am Freitagabend in Erinnerung rufen, wie ein Bollwerk nach Borussen-Art aussieht...
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