Borussia nach 2. Pleite in Folge: »Müssen uns wieder stabilisieren«
Enttäuschte Gesichter nach der Niederlage gegen den VFL Wolfsburg
Marc Schöne
0:4 im Heimspiel gegen den VFL Wolfsburg. Für Borussia Mönchengladbach war es die zweite herbe Niederlage innerhalb von sieben Tagen. Während man so nach dem Spiel verständlicherweise in alles andere als glückliche Gesichter schaute, so gilt es nun dennoch, nach einer Fehleranalyse die volle Konzentration auf das rheinische Derby zu richten.
»Es war mit Sicherheit keine schöne Woche, die wir jetzt erleben mussten. Es tut weh, zweimal so deutlich zu verlieren. Man hat dabei eben gesehen, was den Unterschied und die Qualität bedeutet«, gab Max Eberl zu Protokoll.
Ähnliche Worte fand auch Tobias Levels. »Keine Frage, wenn du zu Hause 0:4 verlierst, dann sickt dich das ohne Ende an. Da brauchen wir nicht drüber zu reden. Der Frust steckt tief und da muss jetzt mal Luft gemacht werden. Dann müssen wir uns in der kommenden Woche intensiv auf das Derby vorbereiten«.
Chancen, Tore zu erzielen, hatte die Borussia genug, doch auch der mangelenden Effektivität war es geschuldet, dass Marwin Hitz im Tor der Wolfsburger keinmal hinter sich greifen musste. Dazu taten die beiden ersten Tore der Gäste ihr übriges.
»Der Zeitpunkt der Tore war ein Nackenschlag, denn du weißt nicht, wie das Spiel endet, wenn Bobadilla das 1:1 macht oder wenn Juan Arango nach dem 0:2 wenn den Anschlusstreffer erzielt. Auch wenn es sich bei einem 0:4 etwas blöd anhört, ich war optimistisch, dass wir das Spiel drehen können, denn wenn du eben diese Anschlusstreffer machst, werden die Beine auf der anderen Seite vielleicht etwas müder. Dann kann so ein Spiel ganz anders ausgehen«, berichtete der Sportdirektor.
Mit der Mannschaft hart ins Gericht ging Max Eberl dennoch nicht. »Ich bin nicht sauer auf die Mannschaft, denn in Sachen Motivation und Einstellung kann ich ihr keinen Vorwurf machen. Bis zum ersten Tor von Wolfsburg war es ein normales Bundesligaspiel. Man hat unserer Mannschaft angesehen, dass sie wollte, aber in den entscheidenden Situationen hat sie Fehler gemacht. Als Fehler gehört auch zu, eine Torchance nicht zu nutzen. Auf der anderen Seite war heute aber auch nicht alles schlecht«.
»Wir müssen uns jetzt wieder stabilisieren, die Räume wieder eng machen und uns dann nach vorne wieder so durchdrücken, wie wir es in dieser Saison schon gezeigt und gemacht haben«, gibt Tobias Levels die Marschrichtung sowohl für das Derby als auch für die weiteren Spiele vor.
Nun gilt es, sich zunächst auf die kommende Aufgabe beim 1.FC Köln zu konzentrieren. Dabei appelliert der Sportdirektor auch an den Zusammenhalt der Truppe. »Ich denke nicht, dass du zwei Niederlagen mit sieben Gegentoren einfach mal so wegstreichst. Im Derby musst du wieder von neu anfangen. Du musst dir in diesem Spiel wieder das Selbstvertrauen zurückholen. Da muss jeder den anderen unterstützen, denn das keiner alleine. Der Trainer, die Mannschaft und die Leitung müssen jetzt gemeinsam ran…«.
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