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Starker Auftritt der Borussia gegen Frankfurt: »Ein phantastisches Spiel«

Frontzeck nach Sieg gegen Frankfurt rundum glücklich und zufrieden

Andreas Plum

Mit dem am Ende hochverdienten 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt heimste Borussia Mönchengladbach den bis dato achten Heimsieg der laufenden Saison ein und hat nun zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Insgesamt gab es an der Leistung der Fohlenelf wenig bis gar nichts auszusetzten und so hatte auch Michael Frontzeck nach dem Spiel allen Grund zum Strahlen.

»Riesen Kompliment an die Mannschaft und an das Publikum. Wir waren vor der Stärke der Frankfurter gewarnt, wollten sie von Anfang an beschäftigen und nicht ins Spiel kommen lassen. Da hilft dann natürlich eine schnelle 1:0-Führung. Von da an muss ich sagen, dass es über 90 Minuten unser vielleicht bestes Spiel war. Wir hatten in der zweiten Halbzeit noch fünf, sechs riesen Chancen, aber wenn das Spiel dann letztendlich 2:0 über die Bühne geht, dann ist man zufrieden«, analysierte Frontzeck.

Ein wenig rieb man sich am Freitagabend im Borussia-Park vielleicht doch die Augen, als man erfreut zur Kenntnis nahm, dass der VFL äußerst agil und schwungvoll in die Partie ging. Von Beginn an waren die Mannen von Michael Frontzeck bei der Sache und setzten die Frankfurter Eintracht unter Druck. »Ich denke, dass wir von der ersten Sekunde an griffig waren und dass jedem klar war, dass wir genau das abrufen müssen, um Frankfurt schlagen zu können«.

Nahezu folgerichtig wurde die Mannschaft für ihr Engagement bereits nach sechs Minuten mit dem 1:0-Führungstreffer belohnt, für den Marco Reus nach einer schönen Kombination gesorgt hatte. Eine erneut starke Szene des Youngsters. »Darüber, dass Marco in einer guten Verfassung ist, brauchen wir nicht sprechen. Das war auf engem Raum schön herausgespielt. Die technischen Qualitäten dazu haben wir ja, denn ich denke, dass sich die Mannschaft auch fußballerisch entwickelt hat«, honorierte der 46-jährige.

Die frühe Führung sollte der Gladbacher Borussia sicherlich in die Karten spielen und hielt man die Gäste aus Hessen auch in der Folgezeit in Schach. »So ein 1:0 ist nach kurzer Zeit natürlich nie hinderlich. Das verstärkt dich natürlich noch mal«, so der Borussen-Coach. In er Tat agierten die ‚Fohlen‘ in der Folgezeit sicher und versuchten mit  schönen Spielzügen vor das Tor der Eintracht zu gelangen. »Wir hatten in der ersten Halbzeit ein paar gute Stafetten mit guten Abschlüssen«.

Ein zweites Tor sollte jedoch nicht gelingen und so ging es mit dem knappen, aber verdienten 1:0-Vorsprung in die Kabine. »Ein paar Kleinigkeiten, wie der ein oder andere Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, haben mir nicht so gefallen«. Dennoch hatte die Mannschaft das Geschehen weiterstgehend unter Kontrolle und blieb dabei mit schönen Offensivaktionen das aktivere Team. »Das war gut und daran müssen wir in der zweiten Halbzeit anknüpfen«, gab Frontzeck in der Kabine die Marschroute für den zweiten Durchgang aus.

Während Eintracht Frankfurt nun deutlich die Schlagzahl erhöhte, so hielt sich die Borussia an die Vorgaben ihres Trainers und zeigte sich weiterhin einsatz- und spielfreudig. Die Früchte erntete der VFL so zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff, als Dante einen schön ausgeführten Freistoß von Juan Arango mit einem Kopfballaufsetzter zum 2:0 in die Maschen setzte. Der zweite Treffer sollte der Fohlenelf noch mehr Sicherheit geben und sie beflügeln, denn fortan spielte der VFL weiter nach vorne und kreierte Chancen. Genutzt wurden sie jedoch nicht. »Es hätte sicherlich das ein oder andere Tor mehr sein können«, bemängelte der 46-jährige.

Allen voran Raúl Bobadilla, der durchaus die Möglichkeit besaß, dass Ergebnis höher zu schrauben. »‚Boba‘ hat heute wie alle anderen einen großen Beitrag dazu geleistet, dass wir als Mannschaft sehr gut funktioniert haben. Ich hätte es ihm natürlich gegönnt, dass er ein Tor macht, aber er ist ein sehr junger Spieler, der Fehler machen darf. Von daher denke ich, dass es nach hinten heraus vom Publikum Anerkennung war, dass er auch nach den vertanen Chancen mit Applaus verabschiedet worden ist. Ich hätte nichts dagegen, wenn er sich das ein oder andere Tor noch für die letzten Spiele aufgehoben hat«, machte Frontzeck dem Argentinier keinen Vorwurf.

Wenn man vorne die Tore nicht macht, wird das im Fußball gelegentlich auch mal bestraft. Wenngleich man an diesem Abend hinsichtlich der sich stark präsentierenden Borussia keine Bange haben musste, so war dennoch weiter Vorsicht geboten.

Auch Michael Frontzeck schien es gerade aufgrund der Frankfurter Qualitäten ein stückweit ‚mulmig‘ gewesen zu sein. »Sorge, die ja nicht unberechtigt ist. Ich habe von Frankfurt jedoch nur eine Chance in Person von Halil Altintop gesehen. Ansonsten haben wir gut gestanden, aber du lässt den Gegner bei einem 2:0-Vorsprung immer noch ein Stückweit im Spiel. Das 3:0 wäre sicherlich die Entscheidung gewesen. Nichtsdestotrotz gibt es für mich heute sowohl an der zweiten Halbzeit als auch insgesamt nichts auszusetzten, was sehr selten ist«.

Doch auch weil die Borussia an diesem Abend einfach alles richtig gemacht hat und stets präsent war, stand am Ende ein hochverdienter 2:0-Sieg zu Buche, den Michael Frontzeck auch in Form von zwei freien Tagen zu würdigen wusste. »Ich denke, dass die Mannschaft wirklich ein phantastisches Spiel abgeliefert und völlig verdient gewonnen hat. Alle Kriterien, wie Laufstärke, die Bereitschaft gegen den Ball zu arbeiten und die Kombinationssicherheit haben gestimmt. Ich denke, es war ein schöner Abend und die Spieler haben sich die zwei Tage Kurzurlaub redlich verdient«.

»Es verbietet sich eigentlich, aus der Mannschaft einen Spieler herauszuheben. Ich glaube, dass alle mit Leidenschaft und mit einer unglaublichen Bereitschaft bei der Sache waren. Ich bin überglücklich über die Leistung der Mannschaft und sehr, sehr zufrieden«, fand ein durchweg glücklicher Borussia-Coach weitere abschließende und lobende Worte.

Wenngleich der Klassenerhalt nun nahezu unter Dach und Fach sein sollte, so ist die Saison für Michael Frontzeck dahingehend indes noch nicht beendet. »Einen Haken machen wir dann dran, wenn nichts mehr möglich ist. Wir sind mit 37 Punkten auf einem phantastischen Weg unsere Ziele so zu erreichen, wie wir sie uns gesteckt haben. Nun haben wir jedoch noch vier Spiele vor der Brust, die es in sich haben«.

Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel und so richtet Michael Frontzeck den Fokus zunächst richtigerweise auf die kommende Aufgabe ‚Auf Schalke‘, ehe es im Endspurt noch gegen Bayern München, Hannover 96 und Bayer Leverkusen geht. »Jedes Bundesligaspiel ist ein großes Spiel. Wir schauen nicht so weit nach vorne, sondern wir schauen auf den FC Schalke 04. Darauf werden wir uns ab Montag vorbereiten und versuchen, dort das Unmögliche möglich zu machen…«.

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