“Da gab es noch keine konkreten Gespräche” Marko Marin zu einer eventuellen Vertragsverlängerung
Der Borussia verhalf er im gestrigen Spiel bei Arminia Bielefeld zum wichtigen und insgesamt dritten dreifachen Punktgewinn in der laufenden Saison. Zu dem erzielte er seine ersten beiden Bundesligatore überhaupt und zur Belohnung wurde er zu dem in die Premiere Top-Elf des 12.Spieltags gewählt. Also alles in bester Ordnung bei Marko Marin und so war er auch noch am Tag danach gut gelaunt, auch wenn er in diesen Tagen von Trainer Hans Meyer des Öfteren „Markus” Marin genannt wird, und ehe er sich nach dem sonntägigen Trainingstag auf nach zu seinen Eltern nach Frankfurt machte, um dort den trainingsfreien Montag zu verbringen. Am Donnerstag nominiert Bundestrainer Joachim Löw das Aufgebot für das Testländerspiel am 19.11. in Berlin gegen England. Es ist nicht nur nach der starken Leistung von Bielefeld davon auszugehen, dass Joachim Löw den zuletzt an die deutsche U21ausgeliehenen “Zauberzwerg” wieder für die A-Nationalmannschaft nominiert. Verdient hätte er es allemal. Ob er selber dabei ist, weiß Marin noch nicht, denn bislang blieb das Handy diesbezüglich (noch) ruhig…
Arminia Bielefeld schoss der quirlige Wirbelwind im Alleingang mit seinen sehenswerten Treffern ab und widmete gerade seinen ersten Treffer, den er in Minute sechs mit einem Freistoß erzielte, seinen auf der Haupttribüne sitzenden Eltern. So musste er beim Torjubel einen Sprint über den ganzen Platz hinlegen, um seine Eltern im Blickfeld zu haben. „Das erste Bundesligator wollte ich mit meinen Eltern feiern und dann musste mal so ein Sprint hingelegt werden”, sagte ein zufriedener Marin unmittelbar nach der Partie.
Auch Trainer Hans Meyer war mit seinem Schützling verständlicherweise zufrieden, mahnte jedoch davor, zu großen Hype um den 19-Jährigen zu machen. „Ich brauche doch so einen Jungen, der gerne Fußball spielt, nicht kitzeln. Aber irgendwo sei es doch gestattet, ganz egal von welcher Seite es kommt, es wäre auch gut, wenn es von seinem Vater käme, zu sagen, dass er um ein Großer zu werden aber jeden Tag ganz hart an sich arbeiten muss. Wenn er aber so seine Sache wahrnimmt und wenn er dass so aufnimmt was ihm gesagt wird, dann brauch uns um seine Karriere nicht Bange zu sein”, sagte Meyer nach der Partie bei Arminia Bielefeld.
Das er in letzter zeit von Trainer Hans Meyer schon mal „Markus” Marin genannt wird, damit kann der Jungnationalspieler gut leben. „In den letzten Tagen nennt er mich öfters mal Markus. Die Spieler haben das natürlich auch mitbekommen, dass ich so genannt werde, und jetzt werde ich damit etwas aufgezogen. Gestern in der Pressekonferenz hat er das auch gesagt, aber das ist nicht so schlimm”, sagte Marin heute.
In den letzten Tagen kritisierte Hans Meyer auch ein Stückweit das mangelnde Defensivverhalten des 19-Jährigen. „Er muss mehr nach hinten machen”, sagte Meyer. Vielleicht auch, um ihn diesbezüglich aus der Reserve zu locken…? Marko Marin gibt dem Coach in der Hinsicht nicht Unrecht und fügte heute zugleich hinzu, dass er sich bei Hans Meyer gut aufgehoben fühlt. „Da hat er prinzipiell natürlich Recht, wenn er sagt, dass ich mich im Spiel nach hinten verbessern kann und muss. Aber als Offensivspieler sind meine Qualitäten in der Offensive und das weiß der Trainer auch, glaube ich. Hans Meyer redet viel mit mir und der Mannschaft und von ihm kann man schon viel lernen. Ich werde zwar auch oft kritisiert und gerade in en Mannschaftsbesprechungen fällt mein Name oft, aber ich hoffe, dass hilft mir auch”, sagte Marin heute.
Marko Marin macht also aktuell sehr viel Freude und ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Auch Hans Meyer vertraut dem jungen Spieler und sieht in ihm einen wichtigen Baustein. Das zeigte auch gestern die Maßnahme, Marin vorzeitig schützend durch Karim Matmour zu ersetzen, da Marin nach einer frühen gelben Karte kurz vor der zweiten und dem damit verbundenen Platzverweis stand. Marin jedoch versprach Besserung und bedankte sich mit der Nichtauswechslung mit seinem zweiten und entscheidenden Treffer in der 80. Minute. Ein Juwel also, was Borussia da aktuell in seinen Reihen genießen darf. Logischerweise wird auch das Begehrlichkeiten anderer Klubs erwecken und das Interesse in den Jungen wird steigen.
Sein Vertrag bei der Borussia ist noch bis zum 30.06.2010 datiert. Über eine Vertragsverlängerung macht sich Marko Marin aktuell noch keine Gedanken und ein Verbleib bei der Borussia über das Jahr 2010 hinaus wird auch von der Weiterentwicklung der Mannschaft abhängen. Konkrete Gespräche über eine Verlängerung sind bis dato noch nicht gelaufen. „Da gab es noch noch keine konkreten Gespräche und ich habe ja auch noch bis 2010 Vertrag. Das wird dann die Zeit ergeben. Momentan muss man erst mal die Situation abwarten, wir mpssen da unten raus, und alles andere wird sich dann ergeben”, so Marin heute.
Es bleibt zu hoffen, dass sich Entwicklung des jungen und quirligen Marin, der mit Sicherheit noch kein fertiger Spieler ist, weiter so nach oben geht, und er der Borussia noch viel Freude und schöne Momente beschert. So lange er noch bei Mönchengladbach spielt, sollte man ihn genießen und sich an ihm erfreuen. Seine Karriere, die ja noch in den Anfängen steckt, wird er aber verständlicherweise nicht bei Borussia Mönchengladbach beenden… Mit seinen 19 Jahren ist er ein cleverer und auf dem Boden bleibender Bursche, der auf einem guten Weg ist, ein Großer zu werden. Die angestrebte 2-Jährige Vertragsverlängerung dürfte also keine leichte Aufgabe sein, die Sportdirektor Max Eberl zu bewältigen hat.

















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