Große Erleichterung nach Schalke – Marko Marin: »Wir sind alle sehr erleichtert«
Mit dem immens wichtigen 1:0- Heimsieg gegen den FC Schalke 04 hat sich Borussia Mönchengladbach in eine durchaus bessere Position im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Mit seinem ersten Bundesligator sorgte Robert Colautti nicht nur für das Verlassen der Abstiegsränge und bescherte der Borussia den ersten Sieg nach zuvor sechs sieglosen Partien, sondern auch für große Erleichterung bei den Protagonisten und bei den Verantwortlichen…
Mit dem Sieg hat sich die Borussia vor dem Spiel bei Energie Cottbus in eine bessere Ausgangssituation gebracht. »Ich möchte nicht verhehlen, dass wir in diesem Jahr zu Hause schon besser gespielt haben, aber danach fragt zum Schluss ganz sicher niemand mehr. Wir nehmen heute die drei Punkte liebend gerne mit, weil wir mit dem Heimsieg wieder Gleichheit in den Voraussetzungen für den Abstiegskampf geschaffen haben. Wir sind jetzt wieder in einer Situation, wo wir uns mit den Mannschaften, die mit uns dort unten sind, auf Augenhöhe befinden«, resümierte Hans Meyer die Partie.
Doch etwas überraschend stand Johannes van den Bergh in der Anfangsformation. Der 22-Jährige wurde Oliver Neuville vorgezogen und sollte sich um den Schalker Rafinha kümmern. »Wenn ich in die körperliche Fitness eines 36-Jährigen Oliver Neuville momentan nicht das Vertrauen habe, dann bringe ich einen jungen Mann, der in der Woche fantastisch trainiert hat. Dann bringst du ihn, was vielleicht gar Nichts Besonderes ist, aber er hatte nicht die Nervenstärke, um in so einem Spiel durchgängig gut zu spielen, wobei er es nicht so schlecht gemacht hat«, erklärte Hans Meyer die Nominierung.
»Zu dem Zeitpunkt, als ich ihn rausgenommen habe, war er gelbbelastet und dann in Strafraumnähe nochmals gefoult. Aufgrund dessen und mit der Tatsache, dass er nicht so Nervenstark gewirkt hat, wie ich es mir gewünscht hätte, habe ich ihn rausgenommen«, erklärte der Coach die Auswechslung des 22-Jährigen.
Roberto Colautti sorgte für den so wichtigen Heimerfolg, und erlöste die Borussia somit mit seinem ersten Bundesligator. Das freute auch Borussias Trainer. »Ich freue mich für ihn, weil er ein ganz sauberer Profi ist, der immer ohne Murren seine Arbeit macht. Das ist ja nicht ganz einfach, wenn du aus unserer Situation heraus keine Chance hast, regelmäßig zu spielen. Niemandem mehr als ihm habe ich das gegönnt«, gönnte Hans Meyer es dem Israeli ganz besonders.
Auch Roberto Colautti selber fiel sichtlich ein e last vom Herzen. »Ich bin Stürmer und mache immer gerne Tore. Heute war es natürlich ein ganz besonderes. In dieser Situation geht es um die Mannschaft und nicht um mich. Es sind drei ganz wichtige Punkte und wir müssen nun am Mittwoch da anknüpfen, um im Endeffekt in der Liga bleiben zu können«, zeigte sich Colautti nach der Partie erleichtert.
Der Stürmer hatte bisher »eine sehr schwere Zeit bei der Borussia und war oft verletzt«, doch in dem Moment des Tores hat der 26-Jährige Nervenstärke bewiesen.
»Was ich imposant finde ist, dass er den Ball so kalt einschiebt. Das ist schon Qualität. Darüber freuen wir uns sehr, und das ist auch für ihn schön. Dass muss man schon sagen, denn das Spiel war ja für ihn als Stürmer undankbar«, fand auch Max Eberl lobende Worte für den Israeli.
»Der Sieg ist gerade für die Woche, die uns jetzt vor der Brust steht, sehr wichtig. Nun haben wir uns eine gute und etwas leichtere Vorbereitung für das Spiel in Cottbus geschaffen, denn momentan sind wir auf Platz 15 und Cottbus ist unter Zugzwang, aber es wird verdammt schwer. Natürlich fährst du mit einem Sieg im Rücken etwas anders dahin, als wenn du heute nur einen Punkt geholt oder verloren hättest«, stellte auch Max Eberl eine nun bessere Ausgangslage fest.
Während die Borussia gerade in der ersten Halbzeit sichtlich nervös zu Werke ging, so zeigte man im zweiten Abschnitt mehr Mut im Spiel nach vorne. »Gerade die zweite Halbzeit nehme ich da sehr positiv, wo die Mannschaft immer wieder versucht hat, nach vorne Druck zu machen«, resümierte Max Eberl.
Unter dem Strich zählen definitiv die drei Punkte… »Es ist am langen Ende scheißegal, wie wir die Punkte holen. Wir haben die drei Punkte hier behalten, und am Ende wird abgerechnet. Der Sieg nimmt uns den Druck ein Stückweit, aber der Druck wird bis zum Ende gleich bleiben«, so der Sportdirektor abschließend.
Auch wenn man mit dem Last-Minute-Sieg die Ausgangsposition weitaus verbessert hat, ist man durchaus noch nicht aus dem Schneider. »Wir sind ganz glücklich, aber schlussendlich haben wir noch nichts erreicht. Am Mittwoch geht es weiter. Natürlich ist es wichtig, dass wir nicht mehr auf einem Abstiegsplatz stehen. Vor allen Dingen auch dann, wenn man erst in der letzten Minute das Tor schießt. Es ist alles eng beieinander und wir haben es wieder in der eigenen Hand. Das war ein schöner Sieg aber wie gesagt, wir haben noch Nichts erreicht. Ich denke, dass wir aus den letzten drei Spielen noch ein oder zwei Siege brauchen«, so Filip Daems nach dem Spiel.
Ebenso war ein kleiner Mann nach dem Spiel ganz groß… »Das war für uns natürlich ein sehr wichtiger Sieg, und wir sind sehr erleichtert. Roberto hat das eiskalt gemacht. Die drei Punkte könnten sehr wichtig sein. Gerade in der zweiten Halbzeit hat man unseren Willen gesehen. Wir stehen nun auf einem Nichtabstiegsplatz, und wollen auch bis zum Ende dort bleiben. Wir haben uns heute eine sehr gute Ausgangssituation erspielt«, war auch Marko Marin nach der Partie erleichtert.
Seinem doch schwach ausgeführten Strafstoß trauerte der Nationalspieler verständlicherweise nicht gänzlich nach. »Es war in der Besprechung so ausgemacht, dass ich den Elfmeter schieße. Ich war mir eigentlich sehr sicher, dass ich ihn verwandel, aber leider habe ich ihn nicht rein gemacht. Es hat Gott sei dank trotzdem zu einem Sieg gereicht«, berichtete der 20-Jährige.
Nun gilt es zu versuchen, am kommenden Mittwoch in der Lausitz nachzulegen. »Wir wissen, dass es in Cottbus nicht einfach wird und wir befinden uns immer noch in einer ganz schwierigen Situation, aber so ist es natürlich schöner, dorthin zu fahren. Wenn wir aber dort nachlegen können, haben wir einen riesigen Schritt gemacht«, weiß auch Marin um die Bedeutung dieses Spiels.
Mit dem Sieg sollte man sich auch ohne Frage ein gesteigertes Selbstvertrauen eingeimpft haben, wie auch Karim Matmour zu berichten wusste. »Der Sieg war für unser Selbstvertrauen sehr wichtig und nun haben wir auch eine breitere Brust. Wir haben nun mehr Selbstvertrauen, um auch etwas in Cottbus zu holen, aber es ist noch Nichts erreicht, denn wir sind noch nicht weg von dem Abstiegskampf«.
Auch Roel Brouwers war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. »Wir sind schwierig in das Spiel gekommen, aber im Allgemeinen haben wir gut gestanden. Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht, das Spiel zu kontrollieren, und dann am Ende zum Glück noch das 1:0 gemacht. Das war für uns ganz wichtig. Wir wollten heute die drei Punkte, und die haben wir geholt. Jetzt können wir mit mehr Selbstvertrauen nach Cottbus fahren», so einer der Gewinner der Rückrunde.
So kann die Mannschaft nach dem wichtigen Sieg mit mehr Selbstvertrauen und mit einer erkennbaren Erleichterung die Vorbereitung für das kommende Auswärtsspiel bei Energie Cottbus aufnehmen. Dazu wird die sich Mannschaft nach dem morgigen Training (14:30 Uhr, Trainingsgelände am Borussia Park) mit dem Flugzeug auf den Weg in die Lausitz machen und wenn möglich noch am selben Abend mit etwas Zählbaren die Heimreise antreten…























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