Oliver Stang: “Ich muss meine Leistungen bestätigen”
Auch die U23 der Borussia hat nun ihre Vorbereitung für die am Samstag beginnende Rückrunde abgeschlossen. Über den derzeitigen Stand der Dinge sprachen wir mit Oliver Stang, der durch seine Nominierung für das Spiel bei Arminia Bielefeld und durch seinen Aufenthalt mit den Profis im Winter- Trainingslager in Spanien im Januar 2008 zu mindestens namentlich bekannt sein sollte, und der auch an der guten Ausgangslage der U23 entscheidenden Anteil hat. Der 20-Jährige, der in der Innenverteidigung der U23 spielt, spricht in dem Interview über seine bisherige sportliche Laufbahn, seine weiteren Ziele, und über die aktuelle Situation der Profis.
Fohlenhautnah: Hallo Oliver. Du bist nun durch die Tatsache, dass du im Spiel der Profis beim 2:0 Sieg bei Arminia Bielefeld im Kader standst, schon ein Stückweit mehr bekannt. Einige werden dich vielleicht dennoch nicht so gut kennen. Du bist nun seit 2005 bei der Borussia und hast zu vor in der Jugend bei der SG 99 Andernach gespielt. Nach mehreren Spielen in Borussias U19 spielst du nun seit Juli 2007 unter Horst Wohlers in Borussias U23. Erzähle ein wenig über dich und deinen bisherigen Werdegang bei der Borussia. Wann hast du mit dem Fußballspielen begonnen, und wie kamst Du zur Borussia?
Oliver Stang: Grüß dich. Also angefangen Fußball zu spielen habe ich mit vier Jahren. Dadurch, dass mein Vater den Soldatenberuf ausübt, bin ich natürlich viel gereist, und dem zur Folge habe ich in der Jugend bei mehreren Vereinen gespielt, ehe ich zur SG 99 Andernach kam. Ich stand dann damals in der Rheinland-Auswahl und wir hatten ein Turnier in Duisburg. Wir haben da mit unserer Auswahl recht gut gespielt, und ich bin da wohl positiv aufgefallen.
Ein Scout oder Verantwortlicher der Borussia, dass weiß ich nicht mehr genau, hat dann den damaligen Trainer der U17, Horst Wohlers, auf mich aufmerksam gemacht. Dann wurde ich zu einem einwöchigem Probetraining eingeladen. Da ich aber erst zur neuen Saison hätte wechseln können und dann für die U17 zu alt gewesen wäre, hat mich Horst Wohlers zu der von Uli Sude trainierten U19 geschickt. Da ich dort überzeugen konnte, ging alles recht schnell, und ich habe zu meiner Freude einen Vertrag unterschrieben.
Fohlenhautnah: Du bekleidest die Position des Innenverteidigers und bildest zusammen mit Tim Heubach die zentrale Verteidigung in der U23. Wie kam es dazu, warst Du das schon immer, ist dies deine Lieblingsposition oder kannst du noch woanders eingesetzt werden?
Oliver Stang: Über die ganze Jugendzeit hinweg habe ich eigentlich bis auf Torhüter schon alle Positionen gespielt. Seit der C-Jugend spiele ich meine heutige Position Innenverteidiger. Auf der Position bin ich auch aufgrund meiner Fähigkeiten am besten aufgehoben. Auf der Position des rechten Verteidigers könnte ich zwar auch noch spielen, aber dort nicht auf dem Niveau, wie es zum Beispiel ein Tim Rubink derzeit macht.
Fohlenhautnah: Horst Wohlers und der heutige Sportdirektor Max Eberl werden dich ja auch in der U19 beobachtet haben. Wie kam dein „Wechsel” von der U19 zu der U23 zustande bzw. wie lief das ab? Wie waren die Gespräche mit Wohlers und Eberl und was hast Du für ein Gefühl bei den beiden?
Oliver Stang: Im ersten Jahr bei der U19 konnte ich mich als Stammspieler etablieren. Es kam dann relativ schnell zu Gesprächen, obwohl ich mit so einer Entwicklung nicht gerechnet habe. Ich kam dann im Winter 2005 das erste Mal zu den Profis hoch, und habe dann bis Anfang Februar drei Testspiele bei den Profis bestritten. In den Spielen konnte ich den damaligen Trainer Horst Köppel überzeugen, und habe dann in der Folgezeit auch noch des Öfteren bei den Profis mit trainiert. Dann kam auch Max Eberl in meinem ersten Jahr A-Jugend relativ schnell auf mich zu, um mit mir über eine Vertragsverlängerung zu sprechen. Darüber habe ich mich sehr gefreut, und so wurden wir uns schnell einig, und haben wir den Vertrag dann im Mai 2006 frühzeitig um zwei Jahre verlängert.
Im November 2006 verletzte sich dann bei den Amateuren Benjamin Knoche, und Horst Wohlers hat mich zu dem Spiel der Amateure bei Holstein Kiel mit genommen. Dort habe ich dann von Beginn an gut spielend mein Debüt für Borussias Amateure gegeben. Fortan war ich dann auch Stammkraft bei den Amateuren bis zur Rückrunde der Oberliga.
Fohlenhautnah: In Borussias U 23 zeigst du aktuell in der Innenverteidigung gute bis sehr gute Leistungen, und du warst auch entscheidend dafür mit verantwortlich, dass ihr über 500 Minuten ohne Gegentor geblieben seid. Eine durchaus beachtliche Leistung, die in der Regionalliga, wo ihr nun spielt, erwähnenswert ist. Wie groß siehst du deinen Anteil daran, und was war das Erfolgsrezept dazu, und wo landet die U23 am Ende der Saison?
Oliver Stang: Das ist schwer zu sagen. Ein Grund, warum wir so erfolgreich sind, ist unsere mannschaftliche Geschlossenheit. Wir sind auf allen Positionen stark besetzt, und wir halten immer zusammen. Jeder kämpft für jeden und wir gewinnen und verlieren die Spiele zusammen. An der guten Abwehrleistung haben auch der Sturm und das Mittelfeld ihren Anteil. Da hilft der eine dem anderen, und deshalb möchte ich da auch keinen Einzelnen hervorheben.
Fohlenhautnah: Kommen wir mal ein wenig zu eurer Liga. Ihr spielt also nun als Aufsteiger der Oberliga in der neuerschaffenen Regionalliga West, und habt das Jahr mit 28 Punkten als hervorragender Tabellensechster punktgleich mit Favorit Preußen Münster abgeschlossen. Eine Leistung, mit der man in der doch ausgeglichenen Liga mehr als zufrieden sein kann, aber zu Beginn nicht zwingend erwartend. Oder? Wie schätzt du diese Liga ein, was könnt bzw. wollt ihr noch erreichen, und wer wird deiner Meinung nach am Ende das Rennen, sprich den Aufstieg machen?
Oliver Stang: Natürlich war zu Beginn der Vorbereitung auf die Saison zunächst das Ziel nicht abzusteigen, aber nach den ersten Spielen haben wir schon gesehen, dass das Ziel Nichtabstieg schon ein Stückweit zu niedrig gesetzt ist, und das wir mehr erreichen können. Mit den bisherigen 28 Punkten können wir aber im Bezug auf das Ziel Klassenerhalt natürlich zufrieden sein. Das ist schon ein gutes Ergebnis, aber wenn man sieht, wo und wie wir teilweise Punkte abgegeben haben, dann könnten wir jetzt gut und gerne 35 Punkte haben. Das würde noch eine bessere Position bedeuten.
Natürlich ist diese Liga wesentlich stärker, als die Oberliga. Das erkennt man auch in den Spielen, wo die Mannschaften derzeit auf den unteren Plätzen stehen. Da ist das Niveau auch höher, als zum Beispiel bei den Spielen gegen die ersten vier der damaligen Oberliga. Mann kann an kein Spiel locker ran gehen. Die Liga ist zwar nicht ganz so stark wie die alte Regionalliga, aber es ist schon ein hohes Niveau.
Was wir noch erreichen wollen… Auf jeden Fall wollen wir erst mal die magische Grenze von 40 Punkten für den Klassenerhalt erreichen und dann schauen wir von Spiel zu Spiel, was noch möglich ist. Ich persönlich sehe trotz des derzeitigen zwölf Punkterückstands, noch die Möglichkeit aufzusteigen. Auch wenn das größenwahnsinnig klingen mag, aber ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass die junge Mannschaft dieses Niveau halten kann. Die oberen Teams kommen noch zu uns, und wir haben es so in der Hand. Es ist alles möglich. Sollten wir es nicht schaffen, dann gehe ich davon aus, dass RW Essen aufsteigt.
Fohlenhautnah: Wie kommt ihr selber als Mannschaft damit zurecht, dass gerade in der Abwehr häufig umgestellt wurde, und Profis mit von der Partie sind?
Oliver Stang: Also zunächst einmal muss damit jedes Amateurteam leben und das ist auch normal, dass dann Profis mitspielen, um Spielpraxis zu erhalten. Wir haben das immer gut geschafft und ich muss auch sagen, dass sich die Profis immer sehr gut einfügen und verhalten. Sie versuchen immer, alles zu geben und alles zu zeigen, was sie können. Dass das nicht immer klappt, ist auch nahezu normal, wenn man in eine Mannschaft kommt, die man nicht so gut kennt. Ich persönlich sehe da auch kein Problem.
Fohlenhautnah: Horst Wohlers ist dein Trainer bei der der U23. Er hat schon einige „Fohlen”, wie Tony Jantschke, Marvin Compper, Marko Marin, etc. gefördert. Wie siehst du ihn als Trainer, was zeichnet den Trainer und Menschen Wohlers gerade in der Arbeit mit jungen Spielern aus, und wie ist das Verhältnis zu ihm? Wer hätte als nächster das Zeug dazu, den Sprung nach oben zu schaffen?
Oliver Stang: Ich habe zu Herrn Wohlers ein sehr gutes Verhältnis. Wir sprechen oft über die Spiele. Was gut oder was eben weniger gut war. Ich denke, dass ist sportlichen und im menschlichen Bereich eine große Stärke von Herrn Wohlers. Er spricht die Dinge immer direkt an und sagt, was gut oder was schlecht ist. Da ist es auch egal, wer vor ihm steht. Also ob es junge oder auch erfahrene Spieler sind. Speziell bei uns weiß er genau, wann er die Zügel etwas lockerer und wann er die Zügel anziehen muss. Er hat ein gutes Händchen und Fingerspitzengefühl.
Das ist immer schwer zu prognostizieren, aber ich sehe aktuell Tim Rubin mit enormem Potenzial. Er ist für mich der beste Spieler bei uns. Was er manchmal sportlich daraus macht, dass weiß er selber, ist zu wenig, aber er hat schon in vielen Spielen der Saison gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Er ist seit dieser Saison torgefährlich und er hat eigentlich alles, was ein rechter Verteidiger braucht. Ob jetzt bei Borussia, weiß ich natürlich nicht, aber ich denke, dass der Tim schon bald höherklassiger als jetzt spielen wird.
Fohlenhautnah: Am kommenden Samstag startet also auch unsere U23 mit dem Spiel beim FSV-Ludwigshafen-Oggersheim in die restliche Rückrunde der Regionalliga West. Die Vorbereitung ist eigentlich recht gut verlaufen, und ihr habt gute Testspielergebnisse erzielt. Mit welchem Gefühl gehst du in das Spiel am Samstag und generell in die weiteren Spiele?
Oliver Stang: So wie es jetzt aussieht, kommen die derzeitigen Platzverhältnisse eher Oggersheim zu Gute. Spielerrisch können sie nicht mit uns mithalten. Wenn man die Vorbereitung insgesamt sieht, dann können wir zufrieden sein. Wir haben nicht so gut angefangen, und uns dann kontinuierlich gesteigert. Wir haben keine Angst, sind ehrgeizig, und ich denke, dass wir gut in die Rückserie starten werden.
Fohlenhautnah: Moses Lamidi ist nun geblieben, und auch der wichtige Baustein Lars Schuchardt wird wieder langsam an das Team herangeführt. Wie wichtig sind diese beiden Spiele für uns.
Oliver Stang: Beides sind wichtige Spieler für uns. Wenn Schuchi wieder richtig fit ist, dann ist er mit Sicherheit ein Spieler, der sehr wichtig ist und in jeder Minute ein Tor machen kann. Auch mit seiner Erfahrung ist er gerade für die jungen Spieler wichtig. Momentan fehlen ihm noch ein paar Prozent und ich hoffe, dass er auch diese bald erreicht.
Bei Moses, weiß so denke ich jeder, dass er unheimlich schnell ist. Es gibt oft Spiele, wo wir phasenweise in die Defensive gedrückt werden. Wenn man dann auch als Abwehrspieler weiß, dass man einen Stürmer wie ihn hat, der von hinten heraus mit dem Ball schnell vorne sein kann, dann ist dass schon sehr wichtig. Er hat ein sehr gutes Spiele gegen den Wuppertaler SV gemacht, wo er beide Tore erzielt hat und wir hoffen, dass er diese Leistung und Form mit in die Rückrunde nehmen kann.
Fohlenhautnah: Du warst nun im Spiel bei Arminia Bielefeld zum ersten Mal überhaupt im Kader bei den Profis. Sicherlich hast du auch zu dem Zeitpunkt von den vielen Verletzungen profitiert. Wie kam es zu der Nominierung, wie ist man auf dich zugekommen, und was hat Hans Meyer zu dir gesagt?
Oliver Stang: Ich habe das an dem Abend vor unserem Spiel bei Wormatia Worms erfahren. Da kam er Wohlers zu mir und sagte, dass Hans Meyer mich ab der kommenden Woche bei den Profis haben möchte. Ich habe mir dann darüber erstmal keine Gedanken gemacht, und das Spiel in Worms absolviert. Auf der Rückfahrt hat mir Horst Wohlers dann gesagt, dass ich ab Dienstag mit Christian Dorda, Tim Heubach und Tony Jantschke bei den Profis trainiere. In der Woche konnte ich dann unter anderem bei dem Sprinttest überzeugen.
Mittwochs wurde ich dann mit Tim Heubach zu Hans Meyer ins Büro gerufen, und er sagte, dass Kleinigkeiten zwischen uns beiden liegen. Er hat dann mich nominiert, weil Tim zuvor lange verletzt war und sich erst seit kurzer Zeit wieder im Training befand. Mehr wurde dann nicht mehr gesagt, und wir fuhren ja bereits donnerstags nach Bielefeld.
Fohlenhautnah: Ich denke, du warst erstmal stolz und froh, überhaupt dabei zu sein. Was war das für ein Gefühl für dich und wie waren die Trainingstage vor dem Spiel bei den Profis? Das Training und der Ablauf vor dem Spiel mit einer Übernachtung im Hotel sind da ja schon anders, als bei den Amateuren, oder?
Oliver Stang: Es war in so fern anders, da wir ja schon zwei Tage vor dem Spiel ins Hotel gefahren sind. Ansonsten sind die Unterschiede vom Ablauf her nicht so anders. Klar ist das Niveau gerade im Training im Bezug auf die Gegenspieler schon höher und man spricht halt auch im Vorfeld der Partie über andere Kaliber, sprich Spieler.
Fohlenhautnah: Ein wenig hast du ja schon unter dem damaligen Trainer Jos Luhukay bei den Profis reinschnuppern dürfen. Du warst im Januar 2008 mit den Profis im Trainingslager in Spanien. Auch der heutige Profi Tony Jantschke und der heutige Duisburger Olcay Sahan waren dabei. Sie haben also den Sprung in den Profibereich geschafft. Auch du bist dort mit guten Leistungen positiv aufgefallen, und hast dich gut präsentiert. Nach der Abreise des verletzten Roel Brouwers warst du der einzige Innenverteidiger. Da hättest du etwas draus machen können, doch nach dem Trainingslager ist es etwas ruhig um dich geworden, und du hast auch bei der U23 zunächst nicht mehr gespielt… Woran lag das deiner Meinung nach?
Oliver Stang: Ich habe da einen großen Fehler gemacht. Ich war nach dem Trainingslager dann auch zu sehr der Überzeugung, wie du schon sagst, dass ich eine sehr gute Vorstellung abgeliefert habe, und habe mich auch aufgrund der Tatsache, dass ich der einzige Innenverteidiger war, schon in der zweiten Liga gesehen. Ich war dann zu Unrecht enttäuscht, dass ich wieder zu den Amateuren „musste”. Das war im Vorfeld auch so mit den Trainern abgesprochen, dass ich dann wieder in der U23 spiele.
Darüber, dass ich also nicht bei den Profis spielen durfte, war ich sehr enttäuscht. Ich habe dann fußballerisch und menschlich den Fehler gemacht, und mich dann im Training bei den Amateuren hängen lassen, da ich der Meinung war, zu gut für sie zu sein. Ich habe dann eben sehr schlecht trainiert, und nicht mehr meine Fähigkeiten abgerufen. Herr Wohlers hat dann in der Phase auch oft mit mir geredet, aber ich habe es lediglich bedingt eingesehen. Deshalb hat er mich auch dann zu Recht im ersten Spiel der Rückrunde nicht eingesetzt, und weil es dann bei uns auch in der Abwehr lief, hatte Herr Wohlers keinen Grund, zu wechseln.
Dann habe ich viel nachgedacht und auch mein Vater hat mir in der Situation sehr geholfen, in dem er viel mit mir gesprochen hat, dass das so nicht geht und sein kann. Da hat es dann auch bei mir Klick gemacht und ich habe gemerkt, wie falsch ich mich verhalten habe. Ich habe mich dann wieder auf meine Stärken besinnt, habe im Training Gas gegeben, und mich wieder auf meine Stärken besinnt, um meine Leistung wieder abrufen zu können.
Gegen Ende der Saison kam dann Herr Wohlers auf mich zu und meinte, dass ich wieder der Alte bin, und mich nun wieder einsetzen möchte. Drei Spieltage vor Saisonende stand ich dann wieder in der Startelf.
Mich hat diese Sache geprägt, ich habe da viel durch gelernt, und mir hat das in jungen Jahren gezeigt, dass man, sei es im privaten Leben oder eben auch im Fußball, immer dran bleiben und seine Leistungen abrufen muss. Das war eine Erfahrung für mich, die mir so nicht mehr passieren wird.
Fohlenhautnah: Dein aktueller Kontrakt läuft zum 30.06.09 aus, und du bist nun also noch bis zum Ende der laufenden Saison Vertragsamateur bei der Borussia. Wie sieht deine weitere Planung derzeit aus? Gibt es Gespräche, dass du bei der Borussia bleibst, oder wirst/musst du ggf. auch wechseln, um deinen Traum Profi verwirklichen zu können…?
Oliver Stang: Darüber mache ich mir derzeit noch gar keine Gedanken, denn ich möchte einfach nur Fußball spielen und konzentriere mich jetzt voll und ganz auf die weitere Rückrunde mit der U23. Darüber werden sich mein Berater und auch mein Vater kümmern. Sie werden da zu gegebener Zeit mit der Borussia sprechen. Dann wird man sehen, was sich am Ende ergibt, und wie es weiter geht.
Fohlenhautnah: Ziel ist es ja bestimmt, auch den Sprung in den Profibereich zu schaffen. Wie siehst du deine Chance, dass Ziel Berufsfußballer generell und vielleicht bei der Borussia zu erreichen?
Oliver Stang: Das kann man nie so sagen, denn da gehört ja viel zu. Harte Arbeit und auch ein Stückweit Glück. Ich denke, dass die Chancen Profi zu werden, ob jetzt bei der Borussia oder auch vielleicht woanders, nicht so schlecht stehen. Dass es generell möglich ist, zeigen ja die Beispiele Christian Dorda oder auch Marko Marin. Dass man es auch anders schaffen kann, zeigen die Beispiele Olcay Sahan und Alexander Krük. Ich würde gerne bei der Borussia Profi werden, aber es ist generell harte Arbeit, dass weiß ich, aber ich denke, dass ich es schaffen kann, Profifußballer zu werden. Ich muss nun erst mal in der Rückrunde meine Leistungen bestätigen, dran bleiben, und dann wird man sehen, was sich ergibt und was kommt.
Fohlenhautnah: Wie siehst du selber dein Entwicklungspotenzial und was würdest du als deine Stärken, aber auch Schwächen beschreiben?
Oliver Stang: Als meine Stärken sehe ich meine physischen Veranlagungen, sprich meine Körpergröße. Dazu meine Schnelligkeit und mein Kopfballspiel. Verbessern kann ich mich bestimmt noch im Bezug auf den Spielaufbau und auf die Offensivvorstöße.
Fohlenhautnah: Du bist ja derzeit Vertragsamateur. Konzentrierst du dich aktuell trotzdem lediglich auf Fußball, oder sorgst du auch für die zeit danach mit einer Ausbildung oder dergleichen vor?
Oliver Stang: Ich habe mein Fachabitur abgeschlossen, und habe das für den Fall, dass es mit dem Profifußball nicht klappen sollte, in der Hinterhand. Dann werde ich eine Ausbildung machen. Derzeit aber, konzentriere ich mich voll und ganz auf den Fußball, um mein Ziel Berufsfußballer werden zu können, zu erreichen. Ich bin 20 Jahre alt, und in zwei oder drei Jahren möchte ich das Ziel schon erreicht haben, damit mein Geld zu verdienen.
Fohlenhautnah: Kommen wir mal im sportlichen Bereich zum Schluss zu den Profis. Verfolgst du das Geschehen genau, und wie bewertest du die momentane Situation der Mannschaft, und was traust du ihr für die schwere Rückrunde zu, und was würde dich zuversichtlich machen, dass sie die Klasse hält…?
Oliver Stang: Natürlich verfolge ich auch die Profimannschaft. Es ist derzeit mit Sicherheit nicht einfach, aber ich gehe davon aus, dass sie erstens gegen Hannover gewinnen und zweitens den Klassenerhalt schaffen werden.
Fohlenhautnah: Zu guter letzt ein paar Fragen abseits des Fußballs. Welches ist dein Leibgericht, bist du im Internet aktiv, was hörst Du für Musik, welche Filme schaust du dir gerne an, wie gestaltest du deine mit Sicherheit knapp bemessene Freizeit, und für die weiblichen Fans: bist du noch Single…?
Oliver Stang: Ein spezielles Leibgericht habe ich nicht. Ich freue mich einfach, wenn ich meine Eltern besuche, dann von meiner Mutter lecker bekocht zu werden. Klar, im Internet bin ich natürlich aktiv. Da schaue ich mich dann schon auf den bekannten Seiten Foren, wie eure Seite, Borussia.de und TORfabrik.de um. Am liebsten höre ich RNB und Hip Hop. In meiner Freizeit mache ich vielfältige Dinge, wie halt 20-Jährige machen. Ich gehe ins Kino, gehe bummeln, schwimmen, treffe mich mit Freunden, etc. Auf einen Lieblingsfilm kann ich mich nicht festlegen. Ich schaue da an sich gerne und viele Filme. Ja, leider bin ich noch Single, aber ich arbeite dran… (lacht)
Fohlenhautnah: Im Rheinland beginnen ja nun die tollen Tage des Karnevals. Hast du da auch ein Fabel für, und bekommt ihr die Gelegenheit, davon ein wenig „aktiv” mit zubekommen…?
Oliver Stang: Das hängt natürlich stark davon ab, wie das Spiel in Ludwigshafen-Oggersheim ausgeht. Zuvor werde ich natürlich kein Karneval feiern, und mich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren, wenn es denn statt findet. Danach wird man sehen, was Herr Wohlers uns genehmigt. Wenn ich die Möglichkeit habe, dann werde ich auch ein wenig feiern.
Fohlenhautnah: Wir bedanken uns bei dir für das nette Interview und wünschen dir für die Rückrunde mit der U23 und für deinen weiteren sportlichen Werdegang alles erdenklich Gute und viel Erfolg.
Oliver Stang: Recht herzlichen Dank und gern geschehen.























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