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Stürmerengpass bei Borussia: Mit Fabian Bäcker gegen Bochum?

fabian_baecker_fohlen_hautnah_deNach Ausfall von Rob Friend: Borussia mit ‚BB‘-Sturm gegen Bochum?

Andreas Plum

Vor dem wichtigen Spiel zum Rückrundenauftakt gegen den VFL Bochum herrscht bei Borussia Mönchengladbach gerade im Offensivbereich eine angespannte Personalsituation. Während Michael Frontzeck definitiv auf Rob Friend verzichten muss, so hat aktuell Roberto Colautti aufgrund von anhaltenden Adduktorenproblemen noch nicht mit der Mannschaft trainieren können. Genau wie Patrick Herrmann könnte aufgrund dessen die Stunde für Jungprofi und Stürmer Fabian Bäcker schlagen.

Im Trainingslager des VFL hat sich der Jungprofi mit guten Leistungen ins Rampenlicht gespielt. »Ich möchte die Sache gar nicht so hochhängen. Natürlich habe ich in den letzten Spielen auf mich aufmerksam gemacht, aber das ist jetzt vorbei. Jeder Tag ist ein neuer Tag, an dem man sich stets neu beweisen und an sich arbeiten muss. Ich glaube an mich und muss auch im Training Gas geben und dran bleiben. Dann wird sich alles Andere ergeben«, bleibt Bäcker bescheiden.

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War dem 19-jährigen in der Vergangenheit zwischenzeitlich etwas der Torriecher abhanden gekommen, so ist bei dem Stürmer in den Testspielen gegen Borussia Dortmund und gegen Fortuna Düsseldorf mit drei Treffern in anderthalb Spielen der Knoten geplatzt.

»Man muss zwar auch das nötige Quäntchen Glück haben, aber auch vom Kopf her locker sein. Das ist zwar manchmal leichter gesagt als getan, aber wenn man das dann alles wieder in Einklang bekommt, dann gehen viele Dinge einfacher. Fußball muss und soll Spaß machen. Klar ist natürlich, dass es mehr Spaß macht, wenn es so läuft, wie es in den letzten beiden Spielen bei mir gelaufen ist«, erklärt der Jungprofi.  

Zuvor hatte der sympathische und gebürtige Sauerländer zu sehr mit sich gehadert und so lief es auch in der U23 der Borussia alles andere als rund.

»Ich habe mir in der Vergangenheit zu viele Gedanken und Druck gemacht. Damit bin ich schlecht gefahren und daraus habe ich gelernt. Jetzt nehme ich die Dinge gelassener in Angriff. Dass, was ich beeinflussen kann ist das, was ich auf dem Platz mache. Diesbezüglich waren die Testspiele ganz gut, denke ich. Alles Andere entscheidet der Trainer. So wie es dann kommt, nehme ich es hin und werde vorbereitet sein«, zeigt sich der 19-jährige selbstbewusst.

Nach dem Ausfall von Rob Friend hat Fabian Bäcker bereits im gestrigen Training an der Seite des wohl gesetzten Raúl Bobadilla gespielt. »Das Zusammenspiel mit Raúl hat schon gut geklappt. Man muss sich natürlich immer erst finden, aber das ging recht schnell und dann haben wir uns gut verstanden und ergänzt«, befindet Bäcker.

So rückt der 19-jährige, der sich wieder in der ‚Spur‘ befindet, gerade auch aufgrund der aktuellen engen Personaldecke in der Offensive der ‚Fohlen‘ verstärkt in den Fokus. Derzeit jedenfalls scheinen die Chancen, gegen seinen Ex-Coach aus den diversen Jugendnationalmannschaften des DFB, Heiko Herrlich, im Aufgebot zu stehen oder gar aufzulaufen, nicht allzu schlecht zu stehen.

Es bleibt jedoch zunächst abzuwarten, in wie weit Roberto Colautti für das Spiel gegen den VFL Bochum einsatzbereit ist. Der Israeli soll heute wieder in das Mannschaftstraining einsteigen und dürfte wie auch im Hinspiel von Beginn an auflaufen, wenn es seine körperliche Verfassung zulässt. Auch Oliver Neuville, der sich bereits wieder im Training befindet und der jedoch des Trainers Einwechselspieler Nummer eins ist, wäre eine Option für die Startelf.

Jedoch hat der stets an sich arbeitende, hochmotivierte und talentierte 19-jährige durchaus die Chance verdient, im 18-er Kader dabei zu sein, wenn er seine zweifelsohne vorhandenen Qualitäten auch in diesen Tagen gerade im Training unter Beweis stellen bzw. abrufen kann.

Das ist jedoch noch Zukunftsmusik und so geht Fabian Bäcker, der weiter auf seine Bundesligapremiere hoffen darf, die Sache zwar mit Akribie jedoch auch mit der nötigen Gelassenheit an.

»Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn ich gegen Bochum dabei wäre oder gar auflaufe, gar keine Frage. Sicherlich wäre dann auch eine gewisse Nervosität vorhanden, was für mein Empfinden auch ganz normal wäre. Ich würde jedoch ohne große Gedanken ins Spiel gehen und mein Ding durchziehen. Ich denke aber aktuell nicht darüber nach, ob ich im Kader stehe oder ob ich spiele oder nicht spiele, denn das sind alles noch Konjunktive. Warten wir die Woche ab. Ich befasse mich damit, wenn es soweit ist…«.

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