Ungarisches Top-Talent zum VfL?
Alexander Torvund mit guter Visitenkarte
17.11.2017 12:13 Uhr
Max Eberl hält ständig Ausschau nach Talenten - und fündig in Ungarn? Foto: Dirk Päffgen.
Geschrieben von Andreas Plum
17.11.2017 12:13 Uhr

Borussia Mönchengladbach hat womöglich alsbald ein weiteres Top-Talent in seinen Reihen. So durfte Alexander Torvund Anfang November im Probetraining und Testspiel seine Visitenkarte abgeben. Und der Mittelstürmer, aktuell in Diensten vom ungarischen Vizemeister Videoton FC, wusste durchaus zu überzeugen.

Auf sich aufmerksam gemacht und sich auch in die Notizbücher der Borussen geschrieben hat Torvund bei der U17-Europameisterschaft dieses Jahres in Kroatien. Dort ging der Mittelstürmer mit Ungarn an den Start und erzielte beim 4:0-Sieg gegen die Färöer Inseln einen Treffer. Ungarn wurde zwar mit sieben Punkten Gruppenerster der Gruppe B, unterlag dann aber im Viertelfinale mit 0:1 gegen die Türkei und schied aus.

Dass Torvund überhaupt für die U17 von Ungarn auflaufen kann, ist erst seit Ende März möglich. Denn da erhielt der 17-Jährige erst die ungarische Staatsbürgerschaft. Torvund, dessen Mutter Ungar und Vater Norweger ist, wurde in Norwegen geboren, lebte aber seit seinem 8. Lebensjahr in Ungarn und erhielt dort am 21. März 2017 die Einbürgerungsurkunde.

Damit war der Weg frei für Ungarn und Norwegen, das auch um das Talent gebuhlt hatte, zog den Kürzeren. Mittlerweile spielt der Angreifer für die U19-Nationalmannschaft Ungarns und stellt auch dort seinen Torriecher unter Beweis. So traf er im Oktober beim 5:1-Sieg im EM-Qualifikationsspiel gegen Malta in 45 Minuten gleich zweimal.

Torvund gilt in Ungarn als großes Talent – was auch bis auf die britische Insel vorgedrungen ist. So weilte der Angreifer im Sommer zwei Wochen in England, um sich bei den Premier League-Klubs FC Sunderland und Brighton & Hove Albion vorzustellen.

Positives Feedback von Borussia

Unterdessen macht Torvund als Angreifer vor allem seinem Namen alle Ehre: Er schießt Tore. So wie bei 4:1-Testspielsieg von Borussias U19 gegen Bechem United FC aus Ghana. Sowohl vor als auch nach dem Seitenwechsel traf der Mittelstürmer ins Schwarze.

Insgesamt weilte Tovund vier Tage am linken Niederrhein und hat ein positives Feedback bekommen. Eine Entscheidung über einen Transfer haben die Borussen wohl aber noch nicht gefällt. »Ich habe mich in Deutschland gut gefühlt. Es war ein gutes Umfeld und sowohl die Trainer als auch die Mitspieler waren sehr hilfsbereit. Das Training war gut und intensiv. Ich habe im Testspiel zwei Tore geschossen«, so Torvund auf der Internetseite vom FC Videton und fügt an: »Alles in allem habe ich für mein Auftreten im Training und Spiel vom Verein positive Kritik bekommen. Aber ich weiß noch nicht, wie es in Zukunft weiter geht.«

»Ich wollte einen guten Eindruck hinterlassen. Ich hoffe, dass ich auf mich aufmerksam machen konnte. Mein Eindruck war, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war«, sagte Torvund der ungarischen Tageszeitung ‚Nemzeti Sport’.

Genau das bleibt abzuwarten. Jedenfalls scheint er einem generellen Wechsel ins Ausland nicht abgeneigt zu sein. Wie lange Torvund, der im Sommer zum FC Videton wechselte und dort aktuell auch für die zweite Mannschaft in der 3. Liga spielt (6 Spiele, 1 Tor), noch beim Klub, der 60 Kilometer südwestlich von Budapest beheimatet ist, unter Vertrag steht, ist indes nicht bekannt.

Die bisherigen Daten/Fakten und der Werdegang lesen sich jedenfalls vielversprechend. Sollte man die Möglichkeit besitzen, den Angreifer unter Vertrag nehmen zu können, sollte man das mit Blick in die Zukunft tun. 

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