Letztes Testspiel in Leicester, Traoré zuversichtlich
Ibrahima Traoré brennt auf Einsatzzeit
04.08.2017 05:52 Uhr
Schaut in puncto Einsatzzeiten zuversichtlich auf die neue Spielzeit - Ibrahima Traoré. Foto: Dirk Päffgen.
Geschrieben von Andreas Plum & Hannah Gobrecht
04.08.2017 05:52 Uhr

Am heutigen Freitag steht für Borussia Mönchengladbach das letzte Testspiel der Vorbereitung auf dem Programm. Beim englischen Überraschungsmeister der vorletzten Saison Leicester City gilt es, an die gute Leistung der vergangenen Woche gegen den FC Málaga anzuknüpfen. Beweisen will sich auch Ibrahima Traoré, der sich trotz der großen Konkurrenz gute Chancen ausrechnet, in dieser Saison häufig zum Einsatz zu kommen.

Zumindest am heutigen Abend wird er vermutlich schon mal etwas länger als manch anderer auf dem Platz stehen dürfen. Am vergangenen Wochenende waren es nämlich nur 30 Minuten und Dieter Hecking kündigte an, dass er in Leicester denjenigen mehr Spielzeit gewähren wird, die gegen Málaga etwas länger auf der Bank saßen.

»Wollen es diese Saison deutlich besser machen«

Ein Sehnenriss setzte Ibrahima Traoré von Ende 2016 bis Anfang April diesen Jahres außer Gefecht. Danach schaffte er es noch zu sieben Einsätzen in der Bundesliga und einem wichtigen Tor im Derby. Im Juni stand für ihn sogar noch ein Länderspiel an, weswegen er sich zum Trainingsauftakt noch im verlängerten Urlaub befand. »Ich bin später ins Training eingestiegen, aber ich fühle mich gut. Mit jeder Woche merke ich, dass ich frischer werde«, verkündete Traoré nach der Trainingseinheit am gestrigen Donnerstag.

Der 29-Jährige geht in seine vierte Spielzeit für Borussia und freut sich auf das Kräftemessen am Abend mit den Engländern: »Ich glaube, das wird ein schweres Auswärtsspiel. Der englische Fußball ist ein bisschen anders als in Deutschland. Es wird mehr direkt gespielt und ich denke, sie sind sehr robust und präsent«, weiß der Guineer. »Es wird kein einfaches Spiel. Aber es ist schön, gegen so gute Mannschaften zu spielen«.

Borussia Mönchengladbach bei einem Auswärtsspiel in England – das klingt schwer nach Europapokal, wird für diese Saison aber die erste und gleichzeitig letzte Reise auf die Insel sein. Das soll nicht zum Dauerzustand werden, betont Traoré: »Es ist ganz klar, dass wir wissen, dass es keine gute letzte Saison für uns war. Das war nicht unser Anspruch. Jetzt merkt man vom ersten Tag an, dass wir es diese Saison deutlich besser machen wollen«.

Qualität auf dem Platz und der Bank

Damit das klappt, hat man sich am Niederrhein neben jungen Talenten mit namhaften Neuzugängen gerüstet, die wie Matthias Ginter oder Vincenzo Grifo in Mönchengladbach zu Führungsspielern heranreifen sollen. »Es sind Spieler, die von Borussia Dortmund oder dem SC Freiburg gekommen sind. Die könnten theoretisch Europapokal spielen und kommen trotzdem hier her. Das sagt schon viel aus«, lobt Traoré.

Dem Konkurrenzkampf tut das gut, denn jede Position kann doppelt oder dreifach besetzt werden. ‚Ibo’ Traoré führt den Wettstreit um den Stammplatz auf der Außenbahn mit Spielern wie Patrick Herrmann oder Fabian Johnson. Er ist nicht gesetzt und trotzdem verlängerte er am Ende der letzten Saison sein Arbeitspapier. »Wir wollten einen großen und starken Kader mit Qualitätsspielern haben. Die Spieler, die auf der Bank sitzen, wissen, dass Qualität auf dem Platz vorhanden ist. Wir müssen um unseren Platz kämpfen, das ist ganz normal«, so der Flügelflitzer. »Die, die auf dem Platz stehen, dürfen nicht schlafen, weil draußen Spieler sind, die genauso gut sind und einen Platz in der ersten Elf einnehmen können«.

Und selbst, wenn er nicht direkt im DFB-Pokal gegen Essen auf dem Platz stehen wird, gibt sich Traoré zuversichtlich, dass er sein Können noch oft genug unter Beweis stellen darf: »Ich bin mir sicher, dass ich spielen werde. Vielleicht nicht im ersten Spiel. Aber ich weiß, dass ich meine Einsatzzeiten bekommen werde. Ich bin bereit. Das weiß der Trainer«, so der Kapitän der Nationalmannschaft von Guinea.

»Nur morgen zählt«

Angesprochen auf die vor zwei Wochen bekanntgewordenen Änderungen beim Afrika-Cup, der ab 2019 nicht mehr im Januar, sondern im Juni und Juli ausgetragen und mit 24 Mannschaften statt bisher 16 Teams ausgespielt wird, sagt Traoré: »Die Konstellation ist komisch, weil die Qualifikation schon angefangen hat. Das hätte man auch erst zwei Jahre später umsetzen können«. Ob es im Falle einer Qualifikation sein letztes Turnier sein könnte, lässt er völlig offen: »Darüber mache ich mir aktuell keine Gedanken. Ich plane nicht mehr groß in die Zukunft. Nur morgen zählt«, lächelt der sympathische Flügelspieler. Recht hat er.

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