Yann Sommer im Interview
Sommer: »Wenn gratis, dann Ronaldo«
18.07.2017 15:12 Uhr
Nach 4,5 Wochen Urlaub ist Borussias Nummer 1 wieder voll angekommen - Foto: Dirk Päffgen
Geschrieben von Marc Schöne
18.07.2017 15:12 Uhr

Im Rahmen des Trainingslagers von Borussia Mönchengladbach trat Yann Sommer am Dienstag zum Pressegespräch im Postbank-Presseclub an, um sich nach viereinhalb Wochen Urlaub den Fragen der Medienvertreter zu stellen. Unter anderen sprach der Schweizer über die Zeit der Erholung, das Verarbeiten der letzten Saison, wie man sich als Nummer Eins motiviert, über den Weggang wichtiger Spieler aus Heckings Achse und über Wechselmöglichkeiten nach China.

Yann Sommer über...

...die Zeit der Erholung:

Das ist mein vierter Tag. Die Erholung ist nicht ganz weg, aber man ist wieder voll drin. Es tut gut, wieder da zu sein. Ich hatte viereinhalb Wochen, das ist lang genug. Ich habe mich aber schon so gut vorbereitet, dass ich nicht ganz bei null anfange. Ich habe viel gemacht, denn der Körper ist es ja gewohnt fit zu sein. Wenn ich dann eine Woche gar nichts mache, dann fühle ich mich unwohl. Ich mache dann andere Sachen als Fußball.

...die Achse die Borussia hat und ob er der Anfang der Achse ist:

Der Torwart ist der hinterste Mann und immer der Anfang einer Achse.

...wie er die letzte Saison verarbeitet hat:

Das verlorene Pokal-Halbfinale hat lange an uns gezehrt. Das Europa League-Aus war auch eine riesen Enttäuschung. Das sind Ereignisse, die einen ein paar Wochen beschäftigen. Nach der Saison habe ich mir gesagt, wir machen einen Strich. Wir haben die Saison ok abgeschlossen, wir machen einfach einen Strich drunter, weil man eh nichts mehr dran ändern kann. Jetzt greifen wir wieder an.

...die Lehren, die man daraus zieht:

Ich versuche immer meine Saison noch mal Revue passieren zu lassen. Was war gut und was weniger. Aber das sind Dinge, die du auch mit dem Torwarttrainer besprechen kannst. Im Urlaub habe ich aber nicht mehr groß an Fußball gedacht.

...die Rolle der Achse, die ein Torhüter für den Spielaufbau hat:

Das ist von Club zu Club unterschiedlich. Die wollen nicht von hinten rausspielen und haben eine andere Taktik. Wir wollen von hinten rausspielen und probieren das. Wir versuchen es konstruktiv. Das ist für einen Torhüter sehr spannend vor allem, wenn man den Mut dazu hat. Man kann seine eigene Kreativität da reinbringen und ist ein kleiner Spielmacher von ganz hinten.

...wie man sich als Nummer eins motiviert:

Wir haben hier große Konkurrenz. Ich motiviere mich, indem ich mich sehr auf die neue Saison freue. Jedes Jahr Bundesliga ist schön. Da braucht es nicht viel an Motivation.

...wer die besten drei Torhüter der Bundesliga sind:

Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Das muss eher die Presse entscheiden. Ich mache nie eine Rangliste über mich selber.

...Neuzugang Matthias Ginter:

Er hat eine gewisse Routine und viel Erfahrung. Er wird uns sicher helfen können, da er bestimmt Ruhe reinbringt. Ich finde ihn einen sehr wichtigen Transfer. Persönlich kenne ich ihn nicht, freue mich aber darauf, ihn kennenzulernen.

Weiter auf der nächsten Seite: ...den Spieler, den er, wenn die Möglichkeit bestünde, gratis zu Borussia holen würde: 

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