Franzose könnte wechseln – Ndenge unmittelbar vor Ausleihe
Eberl: »Sehr viele Nachfragen für Kolo«
26.07.2017 16:30 Uhr
Bleiben oder wechseln - Die Zukunft von Timothée Kolodziejczak hängt noch in der Schwebe. Foto: Dirk Päffgen.
Geschrieben von Andreas Plum
26.07.2017 16:30 Uhr

Viele Spekulationen gibt es in diesem Tagen um Timothée ‚Kolo’ Kolodziejczak. Der Franzose wird bei Borussia Mönchengladbach als Wechselkandidat gehandelt. Doch generell loswerden will man den 25-Jährigen nicht. Unterdessen steht Tsiy William Ndenge unmittelbar vor einem Ausleihgeschäft zu Roda JC Kerkrade.

Obwohl Timothée ‚Kolo’ Kolodziejczak derzeit aufgrund eines im Testspiel gegen Eupen erlittenen Muskelfaserrisses im Oberschenkel auf Eis gelegt ist, ist der Franzose omnipräsent. Wie geht es mit dem Abwehrmann weiter, ist die in den Medien meist behandelte Frage.

Erst kürzlich hatte sich Trainer Dieter Hecking in seinem Fazit zum Trainingslager der Borussen am Tegernsee zum zweimaligen Europa League-Sieger geäußert. »Es ist für ihn vom ersten Tag an blöd gelaufen, dass muss man so sagen. Er ist leider nicht so angekommen, wie er selber sich das erhofft hat und wir es uns von ihm gewünscht haben«, so der 51-Jährige.

Dann kam der Franzose vor allem nicht am starken Dänen-Duo um Andreas Christensen und Jannik Vestergaard vorbei. Doch »wie er sich trotz des schwierigen ersten halben Jahres in der Gruppe verhalten hat, war sehr professionell«, so Hecking weiter. »Er ist total akzeptiert«.

Und generell „vom Hof jagen“ will Borussias Trainer den Franzosen sowieso nicht. »Wenn wir zum Beispiel mit Dreierkette spielen, ist das eine Rolle, die Kolo wunderbar ausfüllen könnte, denn wir haben bei den Abwehrspielern nicht den ausgewiesenen Linksfuß«, so Hecking. »Von daher ist die Tür für ihn absolut offen«.

»Sehr viele Nachfragen für Kolo«

Dass sich der Linksfuß dennoch eine neue Herausforderung suchen könnte, ist generell nicht ausgeschlossen. Schließlich dürfte es für ihn nicht zuletzt nach der Verpflichtung von Matthias Ginter auch in der kommenden Spielzeit schwer werden, zum Stammpersonal zu gehören. Zumal das 4-4-2 auch in der neuen Spielzeit das primäre System werden wird.

»Dass für Kolo bis zum 31. August vielleicht noch eine Veränderung im Raum steht, schließe ich nicht aus«, sagt Hecking. »Aber nichtsdestotrotz entscheidet der Verein, in wie weit das kommt oder nicht kommt«.

Generell wäre man am linken Niederrhein gesprächsbereit, sollte Kolo mit einem Wechselwunsch und/oder Angebot an die Borussen herantreten. Und es scheint Interessenten für den derzeit verletzten Franzosen zu geben. »Nachfragen gibt es sehr viele«, bestätigt Max Eberl und fügt an: »Wenn für Kolo was dabei wäre, was er machen würde, wären wir offen. Aber wir wollen ihn nicht händeringend abgeben«.

Ein durchaus cleveres Statement des pfiffigen Managers, um den Marktwert bzw. die Ablösesumme des Franzosen nicht unnötig zu drücken. Sowieso liegt der Marktwert bei aktuell sechs Millionen Euro, die Borussen sollen im Januar 7,5 Millionen an den FC Sevilla überwiesen haben. Bei den Borussen steht Kolo noch bis 2021 unter Vertrag.

Ndenge vor Wechsel nach Kerkrade

Apropos abgeben. Unterdessen steht Tsiy William Ndenge unmittelbar vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Roda JC Kerkrade. Der 20-Jährige weilt seit vergangener Woche bei den Limburgern im Probetraining und wusste zu überzeugen. Nun wird der Mittelfeldmann, der bei den Borussen noch bis Sommer 2019 unter Vertrag steht, für ein Jahr ausgeliehen und soll bei den Limburgern Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln. Das Ausleihgeschäft soll in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.

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