Die Perversion des Geldes im Profifußball verbunden mit der Ohnmacht der Fans
Fans begleiten den VfL nach Barcelona - Fanmarsch - Foto: Fanzuschrift
  Kommentar
16.08.2017 19:34 Uhr
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Verfasst von Fohlen-Hautnah

In unserer Reihe »Die Frage der Woche« beschäftigen wir uns mit Themen rund um Borussia Mönchengladbach und dem allgemeinen Fußball. Hier lassen wir Fans zu Wort kommen. Die erste Frage beschäftigt sich damit, ob die enormen Ablösesummen für Spieler und die Aussage „Der Fußball ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft“ noch zusammenpassen?!

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Es ist jedem schon passiert: im Straßenverkehr, beim Sport, beim Einkaufen oder bei einer Gefälligkeit. Fast überall kann Ihnen ein Missgeschick unterlaufen, das anderen einen Schaden zufügt. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.

Es kommentiert Michael Lang:

Der Neymar-Deal hat die Fußballwelt erschüttert. 450 Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren für einen Fußballspieler (Die Allianz Arena kostet 340 Millionen).Soll man das pompös, durchgeknallt, realitätsfremd oder einfach nur bescheuert nennen?

Diese Geschäfte erinnern mich an die Musik-Band auf der Titanic, als diese 1912 sank. Die Melodie der Kapelle war selbst dann noch zu hören, als sich die Musiker der Schuhe entledigt, die Hosen hochgekrempelt und mit nackten Füßen im Meerwasser standen. Das Schiff war hoffnungslos verloren und dennoch hielt man bis zum bitteren Ende an dieser fatalistischen Einstellung fest. 

Wer die Berichterstattung rund um den Fußball verfolgt, stößt immer wieder auf Artikel in denen davon die Rede ist, dass diese Sportart ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist oder darstellen soll. Wenn dem so sein sollte , dann Gnade uns Gott. In großen Teilen dieses Profisports bilden sich Habgier, Skrupellosigkeit, Illoyalität und absoluter Egoismus heraus. 

PSG Scheich Nasser Al-Khelaifi sprach davon, dass es noch viel mehr von dem Geld gibt, was für Neymar benötigt wurde. Letztlich zeigt sich das am Interesse an Mbappe von Monaco, der für schlappe 150 Millionen kommen soll. Die finanzielle Ungleichheit der Klubs sorgt dafür, dass die Schere zwischen arm und reich auch im Fußball immer grösser wird. Milliadärclubs werden immer mächtiger und normale Traditionsvereine versinken in der Hoffnungslosigkeit des europäischen Spitzenfußballs.

Viele derer, die täglich ihrer Arbeit im deutschen Profifußball nachgehen, schreien bei solchen Transfersummen auf und verurteilen diese Explosion der Ablöse und der Spielergehälter . Insgeheim hofft aber sicher fast jeder Manager, dass auch er ein solches Geschäft tätigen kann. Aber liegt diese Entwicklung nur an den Beratern? Wäre ein Interessenvertreter der Spieler nicht ein schlechter Berater seines Schützlings, wenn er mit weniger zufrieden sein würde, als der interessierte Verein bereit ist zu zahlen? 

Wir Fans spüren eine sehr bedenkliche Entwicklung . Choreoverbot, Generalverdacht und kaum vorhandene Kommunikation lassen erahnen, dass einige Wirtschaftskonzerne wie Volkswagen, Bayer, Red Bull, SAP , Audi , etc längst die Macht über die Vereine übernommen haben. Das gilt auch für den FC Bayern. Die Firmen schreiben den Vorständen und Clubs vor, was diese zu sagen haben. Das beste Beispiel ist wohl der Untergang vom TSV 1860 München. Das Festhalten an der einzigartigen 50+1 Regel ist schon lange eine Farce. 
Einige wenige Chaoten liefern alle Argumente, um die Basis und die Seele der Vereine mundtot zu machen. Medien lassen verlauten , dass die Ultras die Macht in den Vereinen übernehmen wollen. Was für einen Quatsch verzapfen die da eigentlich ?!?!?  Die Mitglieder und die Fans haben bereits die Macht. 


Es ist die Ohnmacht und der riesige Abstand zwischen dem Wirtschaftsunternehmen Profifußball und den Fans eines Vereins, die die treuesten Unterstützer einer Mannschaft zur Verzweiflung treiben. Die Supporter, die ihren Verein seit Jahrzehnten lieben, ihre Freizeit und ihr Geld opfern, die Mannschaften zu den Auswärtsspielen begleiten spüren ,dass der Fußball eine selbstzerstörerische Entwicklung genommen hat, die anscheinend nicht zu stoppen ist. 

Wenn Vereine und Medien mit den Fans und den Ultras nicht eine gemeinsame Basis finden, wird eine Subkultur entstehen, die extremistischen Parteien Tür und Tor öffnet.

Ob DFB oder DFL, sie alle haben die Pflicht mit den Vertretern der Fans zu reden. Denn sie sind kein notwendiges Übel sondern die Seele des Vereins.
Wie heißt es in unserem Vereinslied : Die Seele brennt!

Dies ist ein Leserbrief von Michael Lang. Wir bedanken uns bei ihm für die Einsendung.

Hinweis: Leserbriefe spiegeln nicht zwangsweise die Meinung der Redaktion von Fohlen-Hautnah.de wieder. Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Diskutiert mit in unserem Netzwerk oder hier unter dem Artikel als Kommentar. 

 

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Veröffentlicht:  21.04.2018 12:01 Uhr

Der Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den VfL Wolfsburg war am Ende auch in der Höhe nicht unverdient und wackelte zu keiner Zeit. Weil die Borussen von Beginn an da waren und gerade in der ersten Hälfte ihre Chancen genutzt haben. In der Mixed Zone gab es von Beteiligten hinterher somit wenig zu meckern.

Veröffentlicht:  20.04.2018 22:18 Uhr

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