Heimsieg zum Abschluss, Eberl äußert sich zu Kaderplanungen
»Wollen unseren Kader ein wenig verkleinern«
18.05.2017 14:37 Uhr
Auch hinter dem Einsatz von Ibo Traoré steht noch ein Fragezeichen. Der Guineer ist erkrankt. Foto: Dirk Päffgen
Geschrieben von Andreas Plum & Hannah Gobrecht
18.05.2017 14:37 Uhr

Viele haben gehofft, dass es an diesem Wochenende zu einem „Endspiel“ kommen könnte, in dem Borussia Mönchengladbach mit drei Punkten den Einzug in den Europapokal aus eigener Kraft klarmachen kann. Das hat man bekanntlich mit zwei Unentschieden gegen Augsburg und Wolfsburg verspielt. Denn selbst, wenn es mit einem Sieg gegen Darmstadt klappt, muss man gleich auf zwei Nebenschauplätze blicken.

Es wäre schon sehr kurios, wenn ausgerechnet der rheinische Rivale aus Köln sein Heimspiel gegen die geretteten Mainzer verlieren würde. Zeitgleich müsste der BVB gegen Bremen zumindest einen Punkt holen und Gladbach gewinnen. Drei Spiele und nur ein Szenario, das der Borussia helfen würde. Als erstes sollte sie sich aber darauf konzentrieren, mit einer guten Leistung zum Saisonabschluss einen Heimsieg einzufahren. »Die Chance, Europa noch zu erreichen, müssen wir uns erstmal selbst erarbeiten. Wir müssen die Voraussetzungen schaffen«, erklärte Dieter Hecking auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. 

Saison gut abschließen

Und selbst wenn ein Sieg nicht mehr für die Qualifikation zur Europa League reichen wird, geht es noch um das immer und immer wieder betonte Ziel der Einstelligkeit, die im Falle einer Niederlage gefährdet wäre. »Es ist ein ehrenwertes Ziel, die Spielzeit auf einem einstelligen Tabellenplatz zu beenden und damit eine gute Saison abzuschließen«, betonte Sportdirektor Max Eberl. Punktemäßig stehen bisher 44 Zähler auf dem Konto, 47 sollen es nach dem Spiel sein. Eine gute Platzierung ist für Hecking auch mit Blick auf die damit verbundenen wirtschaftlichen Aspekte wichtig: »Es geht nicht nur um die Tabellenplatzierung, sondern auch um Fernsehgeld. Das wollen wir natürlich einspielen«.

Absteiger mit Herz

Mit den bereits abgestiegenen Darmstädter kommt eine Mannschaft an den Niederrhein, die gerade in den letzten Wochen, als sie quasi schon als Absteiger feststanden, immer wieder Herz bewiesen hat. Sieg gegen Schalke, Sieg in Hamburg, Sieg in Freiburg. Neun Punkte hintereinander zeigten, dass das Team von Torsten Frings bis zum Schluss um die kleinste Chance, den Relegationsplatz noch irgendwie zu erreichen, kämpfte. Dieter Hecking lobt die Einstellung des Teams: »Darmstadt hat zuletzt einen tollen Charakter gezeigt und gegen gute Teams gewonnen. Wir müssen ihren Widerstand brechen«, forderte der 52-Jährige.

Die anschließende 0:1- Niederlage in München beendete das zweijährige Bundesligaabenteuer der Hessen endgültig. Es folgte am letzten Wochenende ein 0:2 gegen Hertha BSC, bevor man sich nun im Borussia-Park, zumindest vorerst, aus dem Oberhaus verabschieden wird. Und wie das immer so ist, wenn eine Mannschaft befreit, ohne Druck und mit viel Freude auflaufen kann, wäre es fatal, im Vorfeld von einem leichten Spiel für die Gladbacher auszugehen. Allerdings kann es durchaus ein Spiel werden, in dem es für viele Mannschaften etliche Offensivaktionen geben wird, da sich die Darmstädter nicht vorrangig auf die Verteidigung konzentrieren müssen und bei ihrem letzten Auftritt in der Bundesliga sicher nochmal ein Tor bejubeln möchten.

Alle drei bisherigen Heimspiele gegen Darmstadt gewann Borussia Mönchengladbach. In der aktuellen Saison waren die Darmstädter mit nur 26 geschossenen Toren das ungefährlichste Team. Nach dem Abgang von Sandro Wagner fehlt vorne vor allem ein Spieler, der ein Spiel notfalls im Alleingang entscheiden kann. In der Defensive steht Darmstadt zahlenmäßig nicht besser da, denn sie kassierten in dieser Spielzeit mit 61 Gegentoren die meisten in der Bundesliga.

Offizielle Verabschiedungen

Wie Max Eberl bekanntgab, wird es vor dem Spiel eine offizielle Verabschiedung für Andreas Christensen und Mahmoud Dahoud geben. Álvaro Dominguez wurde ebenfalls eingeladen, um sich noch einmal vor den Fans zu zeigen, nachdem er in dieser Saison bereits ein Spiel auf den Stehplätzen der Nordkurve verfolgt hatte. Der Spanier hat der Borussia allerdings eine Absage erteilt. »Alvaro ist verhindert, dann muss man das akzeptieren«, sagte Eberl.

Dass man hofft, dass es bei Christensen kein Abschied für immer sein wird und er schnell wieder nach Mönchengladbach zurückkehrt, ist bekannt. »Er muss nach Chelsea zurück und möchte dort Stammspieler werden. Ob das eintrifft, müssen wir abwarten«, gab Eberl die Hoffnung noch nicht auf. Trotzdem begibt er sich auf die Suche nach einem Ersatz für den Dänen. »Es gibt bei Andreas zu viele Unwägbarkeiten. Deshalb können wir nicht ewig warten. Das Risiko ist zu groß und die Chance zu gering«.

Einige Fragezeichen

Pünktlich zum Saisonende lichtet sich das Lazarett der Langzeitverletzten langsam. Trotzdem ist es bei Julian Korb und Ibrahima Traoré (beide erkrankt) noch nicht sicher, ob sie zum Kader gehören können. »Bei Ibo müssen wir abwarten, ob er überhaupt spielen kann«, so Hecking. Andreas Christensen (Rückenprobleme) und Christoph Kramer (Adduktorenprobleme) mussten zuletzt mit Athletiktrainer Markus Müller trainieren, nachdem sie das Mannschaftstraining, ebenso wie Nico Elvedi (Rückenprobleme), abbrachen.  Tony Jantschke, Oscar Wendt, Mamadou Doucouré und Josip Drmić werden weiterhin diejenigen sein, auf die Dieter Hecking definitiv nicht zurückgreifen kann.

Kaderplanungen laufen auf Hochtouren

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