Testspiel: Leicester City FC – Borussia Mönchengladbach 2:1 (0:0)
Borussia verliert Generalprobe und Strobl
04.08.2017 22:48 Uhr
Die Fohlenelf im letzten Testspiel bei Leicester City. Foto: Mike Weckner.
Geschrieben von Andreas Plum
04.08.2017 22:48 Uhr

Borussia Mönchengladbach hat die Generalprobe eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal bei RW Essen verloren. Am Freitagabend unterlagen die Borussen beim englischen Überraschungsmeister der vorletzten Saison Leicester City FC nach 1:0-Führung mit 1:2. Thorgan Hazard hatte die Fohlenelf in Front gebracht, Top-Stürmer Jamie Vardy drehte die Partie zugunsten der ‚Füchse’.

Borussias Trainer Dieter Hecking musste im letzten Test der Vorbereitung auf Josip Drmić (Knieverletzung), Timothée Kolodziejczak (Aufbautraining nach Muskelfaserriss im Oberschenkel), Reece Oxford (Beschwerden am Sprunggelenk) und Tony Jantschke (muskuläre Probleme) verzichten und bot auf der Insel zunächst folgende Fohlenelf auf: Vor Torhüter Yann Sommer, bildeten Nico Elvedi, Matthias Ginter, Jannik Vestergaard und Oscar Wendt die Viererabwehrkette, während Denis Zakaria und Christoph Kramer davor auf der Doppel-6 agierten. Im Mittelfeld liefen Ibrahima Traoré (rechts) und Thorgan Hazard (links) auf den Außenbahnen auf, Kapitän Lars Stindl und Raffael bildeten die Offensive.

Eine Startelf, die man sich bis auf den fehlenden Vincenzo Grifo gut und gerne für das Pokalspiel in Essen vorstellen kann. Und die in Grün spielenden Borussen hatten gleich nach 126 Sekunden eine brenzlige Situation zu überstehen. Nach einem Stockfehler von Kramer im Mittelfeld kam Top-Stürmer Jamie Vardy an den Ball und zog aus sechzehn Metern ab, doch die Kugel flog Gott sei Dank um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (03.).

Fohlenelf mit gutem Beginn

Drei Minuten später der erste Abschluss der Borussen. Raffael fasste sich aus der Distanz ein Herz und verfehlte das Ziel nur knapp (06.). Auch die nächste Möglichkeit gehörte dem Brasilianer, der nach Zuspiel von Stindl abzog – sein abgefälschter Schuss flog über die Querlatte (09.). Nach dem fälligen Eckstoß köpfte Vestergaard die Kugel genau in die Arme von Keeper Schmeichel (10.).

Die Borussen hinterließen bis dato einen mehr als ordentlichen Eindruck. Die Fohlenelf hatte mehr Ballbesitz, bewegte sich gut und ließ die Kugel flüssig laufen. So wie Hazard und Traoré, der Stindl in der Mitte anspielte. Der Kapitän zog frei sofort ab, setzte die Kugel aber weit über das Tor (16.). Das hätte gut und gerne die Führung sein können. Und die wäre dann auch verdient gewesen. Fünf Minuten später rauschte ein Schuss von Niddi nur knapp am Tor vorbei (22.). Und auch der Schuss vom Ex-Schalker Christian Fuchs verfehlte das Ziel um einige Meter (28.).

Es war ein interessantes Fußballspiel, bei dem beide Teams hochkonzentriert und agil zu Werke gingen. Und auch Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten. So wie bei den Borussen Zakaria, der nach Zuspiel vom gefälligen Raffael trocken abzog, aber in Schmeichel, der zur dann nichts einbringenden Ecke klärte, seinen Meister fand (36.). Tore gab es so in den ersten 45 Minuten für die Zuschauer im ‚King Power Stadium’ nicht zu beklatschen. Die Borussen hatten einen mehr als ordentlichen Beginn mit guten Möglichkeiten. Die hatten aber auch die ‚Füchse’.

Dem Blitzstart in Halbzeit zwei folgt die Schrecksekunde

Zum zweiten Durchgang nahm Dieter Hecking zwei Wechsel vor: Tobias Strobl und László Bénes kamen für Denis Zakaria und Christoph Kramer. Und das Duo war gerade einmal zwei Minuten auf dem Platz, als sie die Arme zum Jubeln hochreißen durften. Hazard versenkte die Kugel mit einem gefühlvollem Schlenzer zum 1:0 in den Maschen (47.).

Kurze Zeit erhielt die Freude über die tolle Führung einen herben Dämpfer. Strobl war ohne Fremdeinwirkung übel im Rasen hängen geblieben und schien mit den Händen vorm Gesicht selbst Schlimmes zu ahnen. Jedenfalls konnte der 27-Jährige nicht mehr weitermachen und musste mit der Trage vom Platz, Hofmann kam in die Partie (51.).

Sommer stark, doch Vardy trifft

Ein Schock, der die Borussen aus der Bahn warf. Denn fortan machte Leicester Druck und erspielte sich Ausgleichmöglichkeiten. Erst brachte Maquire die Kugel nach einer Ecke per Kopf aufs Tor, Sommer war zur Stelle (56.), ehe Vardy mit seinem Schuss am stark klärenden Sommer scheiterte, Bssig und wollten den Ausgleich.  Bllten den Ausgleich. terte (ommer war zur Stelle (iten. tz, Hofmann kam in die Partie.adium jeénes hatte sich zuvor einen Bock geleistet (58.). Die ‚Füchse’ zeigten sich weiter bissig und wollten den Ausgleich. Und zunächst war es Sommer, der erneut stark reagierte und den Schuss von Okazaki ganz stark abwehrte (65.). Doch zwei Minuten später war der Schweizer dann geschlagen. Nach einem langen Ball rechnet die Viererkette eigentlich mit Abseits, doch der Pfiff blieb aus, so dass Vardy freie Bahn hatte und eiskalt zum 1:1 vollendete (66.).

Vardy-Doppelpack bringt die Entscheidung

Leicester war jetzt ‚on fire’ und setzte nach – und wurde prompt belohnt. Nach einem Konter war es erneut Vardy, der das Zuspiel von Iheanacho nutzte und zum 2:1 einschob (73.). In der Schlussviertelstunde passierte dann nicht mehr viel – vor allem bei der Fohlenelf nicht. Die Verletzung von Strobl hatte den Borussen sichtlich zugesetzt und führte wohl schlussendlich zur Niederlage gegen den englischen Meister des Jahres 2016. Insgesamt hatten sich die Borussen bis dato gut geschlagen. Doch spätestens nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Strobl war die Mannschaft aus dem Konzept.

Es bleibt zu hoffen, dass sich Strobl nicht allzu schwer verletzt hat, doch die Gestiken des 29-Jährigen lassen wohl leider nichts Gutes erahnen. Noch am Abend wurde Strobl zu ersten Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht, eine Knieverletzung ist zu befürchten. Ansonsten scheint Dieter Hecking seine Startformation weitestgehend gefunden zu haben.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Leicester City FC: Schmeichel – Simpson (82. Amartey), Morgan, Maguire, Fuchs – Albrighton (66. Mahrez), James, Ndidi (73. Iborra), Gray – Vardy, Okazaki (66. Iheanacho, 84. Ulloa)

Weiter im Kader: Harmer (ETW), Jakupovic, Chilwell, King, Musa, Lawrence, Benalouane

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt – Zakaria (46. Strobl, 51. Hofmann), Kramer (46. Bénes) – Traoré, Hazard – Stindl (Grifo), Raffael (81. Yeboah)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Cuisance, Herrmann, Villalba

Tore: 0:1 Hazard (47.), 1:1 Vardy (66.), 2:1 Vardy (73.)

Gelbe Karten: Keine

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Andre Marriner (West Midlands)

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