Bittere, aber nicht unverdiente Derbyniederlage
Stindl: »Ärger ist verständlich«
Lars Stindl lief gestern mit 12,70 Kilometern die meisten aller Spieler, doch es nützte nichts. Foto: Dirk Päffgen
  Nachbericht
15.01.2018 12:00 Uhr
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Verfasst von Andreas Plum & Hannah Gobrecht

Es war gestern ein gebrauchter Tag für alle, die es mit der Borussia hielten. Während der 1. FC Köln alles in die Zweikämpfe reinwarf, was man als Schlusslicht aufbieten kann, agierte der VfL über weite Strecken zu harmlos und im letzten Drittel nicht entschlossen genug. Am Ende gelang den Kölnern der Lucky-Punch.

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Gerade nach dem 1:1 durch Raffael, der nach seiner Hereinnahme die nötige Mentalität an den Tag legte, spürte man im Rhein-Energie-Stadion, dass noch irgendwas in der Luft liegt. Als der vierte Offizielle am Spielfeldrand die Anzeigetafel in die Höhe hielt und darauf eine große Fünf zu erkennen war, merkte man, dass hier noch was möglich ist. Allerdings dachte man eher an einen Last-Minute-Treffer von Borussia Mönchengladbach, die nach dem Ausgleich auf das zweite Tor drängten.

Doch die Torszenen waren ähnlich wie die in der ersten Hälfte - gut gespielt, aber dann zu unkonzentriert und fahrlässig abgeschlossen. »Wir haben uns in der Halbzeit nicht beirren lassen und weiter nach vorne gespielt. Wir hätten vor dem 1:1 auch schon ein oder zwei Tore machen können und auch danach haben wir wieder zwei-, dreimal die entscheidenden Situationen, um uns da in Führung zu bringen«, fasste Lars Stindl die Angriffsbemühungen seines Teams zusammen. Der letzte Wille, das Tor unbedingt machen zu wollen, fehlte den Borussen. Wie man es besser macht, zeigte die Heimelf, die bis zum Schluss daran glaubte, tatsächlich noch den langersehnten Sieg einfahren zu können. Denn man wusste, dass selbst ein Unentschieden dem Schlusslicht nicht helfen würde.

Resultierend daraus war es eine Schlussphase, die von beiden Mannschaften mit offenem Visier geführt wurde. Nachdem Jonas Hofmann kurz vor Ende der regulären Spielzeit im Strafraum zu Fall gebracht wurde und der Schiedsrichter nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, kochten die Emotionen in einem stimmungstechnisch sehr müden Derby, nochmal hoch. »Die Szene kurz vor Ende des Spiels ist für mich ein ganz klarer Elfmeter. In dem Moment, in dem ich schieße, haut mich der Gegenspieler ganz klar um«, beschreibt Hofmann die umstrittene Spielszene, die vom Schiedsrichter nach Ansicht der Videobilder anders bewertet wurde.

Der FC packte die Chance in der allerletzten Sekunde am Schopf. »In der letzten Aktion haben wir wieder einen leichten Ballverlust, allerdings im gegnerischen Sechzehner, 80 Meter von unserem Tor weg. Ich glaube, das kann man immer noch verteidigen. Wir kommen dann zu spät auf den Außen und sind dann in der Mitte nicht eng genug dran. Dann wirst du bitter bestraft, aus meiner Sicht eine total unnötige Niederlage«, monierte Dieter Hecking nach Abpfiff, der unmittelbar auf den Siegtreffer folgte.

16:11 Torschüsse und 60 % Ballbesitz konnte Borussia nicht für sich nutzen. »Wie wir das Ding kreieren, wie wir die Chance herausspielen, das ist alles top. Aber im Endeffekt müssen wir irgendwann auch da kaltschnäuziger werden«, forderte Stindl. Denn wie so oft in dieser Spielzeit waren die Chancen da, den Funken Hoffnung der Kölner frühzeitig auszulöschen. Das gelang nicht und so missglückte der Rückrundenauftakt. Die Gästekurve leerte sich nach dem Spiel recht schnell, denn die Anhänger waren höchst verärgert über diese unnötige Derbyniederlage. Lars Stindl zeigte dafür Verständnis: »Ich glaube nach dem Spiel ist der Ärger verständlich, der ist bei uns Spielern genauso vorhanden.«

So bleibt von diesem Nachmittag vor allem das Gefühl, dass Borussia (mal wieder) als Aufbaugegner eines Abstiegskandidaten diente - und das ausgerechnet beim Erzrivalen.

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