Florian Neuhaus und die Borussen konnten in Wolfsburg offensiv kaum Akzente setzen. Archivfoto: Dirk Päffgen.

Borussia Mönchengladbach musste sich am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem Punkt zufrieden geben und tritt im Kampf um die Königsklasse auf der Stelle. Auch wenn es gerade defensiv eine gute Leistung der Borussen war, so fehlte es offensiv vor allem an Lösungen und Kreativität.

Borussias Trainer Marco Rose musste in der Autostadt auf Denis Zakaria (Knieprobleme), Torben Müsel (Aufbautraining) sowie auch auf verzichten Marcus Thuram (Knieprobleme) verzichten und rotierte nach der Derbyniederlage wieder zahlreiche Leistungsträger in die Startelf. So waren Nico Elvedi, Ramy Bensebaini, Christoph Kramer, Jonas Hofmann und Alassane Plea wieder mit von der Partie.

Sommer mit starkem Reflex nach Freistoß

Die Partie begann mit zwei Eckbällen für die Gastgeber, die aber nicht zum gewünschten Erfolg führten (2.). Fünf Minuten später holte sich Sommer mit einem starken Reflex gegen Mbabi frisches Selbstvertrauen. Vorausgegangen war ein Freistoß von Arnold nach Foulspiel von Bensebaini an Baku (7.). Die Wölfe waren in der Anfangsviertelstunde aktiver als die Fohlen, die aber auch mitmachten. Insgesamt war es bis dahin ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide wenig bis kaum etwas zuließen. Oftmals waren es Distanzschüsse, die für Abschlüsse sorgten. So wie Lainer beim VfL (15.) oder Gerhardt bei den Wölfen (16.).

Ausgeglichene Partie mit stabilen Defensiven

Es blieb eine ausgeglichene Partie mit Vorteilen für die Wölfe. Großartig eingreifen mussten beide Keeper aber nicht, weil die Defensivreihen stabil standen und alles im Griff hatten. Dann mal ein Distanzschuss von Schlager, doch den Aufsetzer begrub Sommer unter sich (28.). Zu Pause ging es torlos in die Kabinen. Das ging insofern in Ordnung, als dass beide Teams eine harte Nuss zu knacken hatten und offensiv zu keinen 100-prozentigen Torchancen kamen. Die Fohlen hatten zwar mehr Torschüsse (9) als die Wölfe (7), hatten bei ihren Abschlüssen aber wenig Präzision.

Fohlenelf mit Schwung aus der Kabine

Die unveränderte Fohlenelf kam entschlossen aus der Kabine und ging gleich bissig zu Werke. Lacroix brachte Plea vor dem Strafraum zu Fall. Kramer kam allerdings zum Schuss, Stieler ließ Vorteil laufen. Casteels sicherte den Ball mit nur leichter Mühe (47.). Fünf Minuten später eine gute Chance für Stindl. Über Lazaro und Neuhaus kam die Kugel zum Kapitän, der das rechte untere Eck anvisierte, doch Casteels war zur Stelle (52.). Auf der Gegenseite gab Schlager den ersten Warnschuss für die Wölfe ab, verzog aber deutlich (55.).

Es war ein guter Start in die zweiten 45 Minuten der Borussen, die sich da engagiert zeigten, dann aber stockte der Motor im Gefrierfach Volkswagen-Arena wieder. Minus 15 Grad zeigte das Thermometer da an. Und beinah hätte dann Wolfsbug Aufwind gehabt, doch Brooks setzte seinen Kopfball lediglich an den Pfosten (63.).

Kein Durchkommen hüben wie drüben

Mittlerweile liefen die letzten zwanzig Minuten in der Autostadt. Marco Rose brachte in Wolf und Embolo nochmal frische ‚PS‘ auf die Strecke. Doch auch die beiden konnten nicht mehr für Vollgas sorgen. Gleiches galt für die Wölfe, die ebenso nach vorne wenig ausrichten konnten, weil die Borussen in der Defensive sattelfest standen.

Und weil dem bis zum Schluss so war, ging die Partie folgerichtig torlose aus. Ein Punkt, mit dem die Wölfe sicherlich viel besser leben können als die Borussen, die so weiter auf der Stelle treten und es verpassen, weiter an die Champions League-Plätze heranzurücken. In der kommenden Woche muss nun ein Sieg gegen Mainz 05 her.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Paulo Otávio – Schlager, Arnold – Baku, Gerhardt, Steffen (80. João Victor) – Weghorst

Weiter im Kader: Pervan (ETW), Pongračić, Roussillon, Brekalo, Guilavogui, Mehmedi, Bielke, Philipp

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Neuhaus – Lazaro (70. Wolf), Stindl, Hofmann (80. Embolo) – Plea

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Jantschke, Lang, Wendt, Reitz, Herrmann

Tore:

Gelbe Karten: Brooks, / Bensebaini, Plea, Embolo

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauer: Keine (Volkswagen-Arena)