Christoph Kramer und die Borussen unterlagen ManCity. Archivfoto: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR

Borussia Mönchengladbach hat das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League verloren. In der Puskás Aréna zu Budapest unterlagen die Borussen Manchester City mit 0:2. Vor allem im Spiel nach vorne war das viel zu wenig von der Fohlenelf, die sich ärgern wird, dass vor allem Alassane Plea seine Chance mit der Hacke nicht in den Maschen unterbringen konnte. Auf der andere Seite zeigten sich die Citizens eiskalt und nutzen zwei Flankentore, um die Borussen zur Strecke zu bringen.

Borussias Trainer Marco Rose konnte gegen Mainz nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Torben Müsel (Reha-Training) und Famana Quizera standen nicht zur Verfügung. Im Vergleich zur Niederlage gegen Mainz in der Bundesliga nehm der 44-Jährige im 4-3-3-System personell lediglich eine Veränderung vor: Denis Zakaria kam in die Partie, Valentino Lazaro musste auf die Bank.

Fohlenelf gleich unter Druck, aber wach

Die Fohlenelf ging von Beginn an früh drauf und versuchte, den City-Express nicht ins Rollen zu bringen. Erstmals Gefahr gab es dann in Minute 6, als Sterling in den Strafraum eindrang und abzog. Doch Elvedi war zur Stelle. Eine Minute später war ein Schuss von Foden kein Problem von Sommer (7.). ManCity bestimmte ganz klar die Anfangsphase und hatte deutlich mehr Ballbesitz, doch die Borussen waren da und hellwach. So richtig gefährlich wurde die Startruppe aber noch nicht, weil die Fohlenelf in der Defensive konzentriert verteidigte. Auf der anderen Seite gelang den Fohlen nach vorne herzlich wenig, weil ManCity gut zustellte.

Borussen gestatten keine Großchance

Die ersten zwanzig Minuten warne ordentlich von den Borussen, die gut eingestellt wenig zuließen gegen das dominierende Starensemble von der Insel. Mitunter gab es auch gute Ansätze nach vorne, die dann aber durch das aggressive Pressing von City gleich unterbunden wurden. Auf der Gegenseite kam der City-Express nach wie vor nicht ins Rollen, weil die Fohlenelf defensiv hochkonzentriert zu Werke ging.

Erst rettet Bensebaini, dann nutzt Bernardo Silva einen Fehler

Bensebaini holte dann die Grätsche raus und bremste Sterling im Strafraum aus, spielte aber den Ball (28.). Eine Minute später war es dann aber passiert. Kramer leistete sich im Aufbauspiel einen folgenschweren Fehlpass. Cancelo brachte dann eine Flanke aus dem linken Halbfeld über Elvedi hinweg in den Strafraum zu Bernardo Silva, der die Kugel per Kopf und für Sommer unhaltbar zum 1:0 einnickte (29.).

Eine verdiente Führung für City aber schade für die Fohlenelf, die bis dahin und insgesamt einen ordentlichen Job gemacht hatte – zumindest defensiv. Nach vorne war das nichts von den Borussen, die in den ersten 45 Minuten nicht einmal aufs Tor geschossen hatten. Gerade auch Plea hing völlig in der Luft. Die Borussen mussten sich schon einiges einfallen lassen, um die Citizens vor Aufgaben zu stellen.

Nach Wiederanpfiff blieben die Kräfteverhältnisse weiter klar verteilt. City hatte die Kugel und suchte den Weg nach vorne, die Borussen hatten was dagegen und verwuchsen sich City vom Leib zu halten. Dann schickte sich Gabriel Jesus an, die Kugel aufs Tor zu bringen, aber Elvedi war da und blocke den Schussversuch (54.). Auf der Gegenseite mal ein guter Angriff der Fohlen, doch Neuhaus’ angedachter Pass zu Plea kam nicht an (55.). Vier Minuten später ein guter Angriff der Borussen. Zakaria eroberte sich die Kugel und spielte zu Plea, der aber nicht an die Kugel kam (59.).

Erst verpasst Plea knapp, dann schlägt City eiskalt zu

Dann die beste Chance für die Borussen. Plea versuchte es bei einer Hereingabe von Zakaria sehenswert per Hacke, der Scorpion Kick flog aber knapp links am Gehäuse vorbei (62.). Auf de Gegenseite nutzte City seine Chance und erhöhte auf 2:0. Wie auch bei der Führung gab es eine Flanke aus dem Halbfeld, die schlussendlich Gabriel Jesus über die Linie drückte (65.). Schade für die Borussen, die gut aus der Pause gekommen waren und gute Szenen hatten.

Die Messe war aber ‚natürlich’ mit dem 2:0 zu Gunsten der Citizens gesungen. Die Guardiola-Truppe ist einfach zu gut drauf und zu stark, als dass sie sich einen solchen Vorsprung noch nehmen lassen würde. In der Schlussphase tat sich nicht mehr viel auf dem Geläuf in Budapest. ManCity spielte die Uhr souverän runter und ließ nichts mehr zu.

So blieb es am Ende beim unter dem Strich verdienten Sieg für die Citizens, die mit diesem Ergebnis beste Chancen haben, ins Viertelfinale einzuziehen. Die Borussen hingegen werden sich ärgern, das Plea die Kugel nicht versenken und sie die zwei, drei guten Umschaltsituationen nicht nutzen konnten. Es war zwar keine grottenschlechte Leistung der Borussen, aber dennoch eben viel zu wenig und zu harmlos, um City vor Aufgaben zu stellen. Das Starensemble von der Insel war dann mindestens mal eine Nummer zu groß für die Borussen, die nun schauen müssen, dass es in der Liga in Leipzig voran geht…

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer (63. Lazaro), Ginter, Elvedi, Bensebaini – Neuhaus, Kramer,  Zakaria – Hofmann (87. Wolf), Stindl (74. Embolo), Plea (63. Thuram)

Weiter im Kader: Grün (EZW), Sippel (ETW), Beyer, Jantschke, Lang, Wendt, Herrmann, Traoré

Manchester City: Ederson – Walker, Rúben Dias, Laporte, Joao Cancelo – Foden (80. Ferrán Torres), Rodrigo, Gündoğan – Bernardo Silva, Gabriel Jesus (80. Agüero), Sterling (69. Mahrez)

Weiter im Kader: S. Carson (ETW), Steffen (ETW),  Garcia, B. Mendy, Stones, De Bruyne, Doyle, Fernandinho, Sinschenko

Tore: 0:1 Bernardo Silva (29.), 0:2 Gabriel Jesus (65.)

Gelbe Karten: keine

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Artur Soares Dias (Portugal)

Zuschauer: Keine (Puskás Aréna Budapest)