Nico Elvedi sorgte per Kopf für das Tor des Tages und den Sieg gegen Werder. Foto: Poolfotos/Dirk Päffgen.

Borussia Mönchengladbach hat die Hinrunde der laufenden Saison mit einem Heimsieg abgeschlossen. Gegen Werder Bremen mühten und zitterten sich die Borussen zu einem 1:0-Arbeitssieg. Nico Elvedi sorgte mit seinem Treffer in der 66. Minute für den Sieg der Fohlenelf, die so nach der Winterpause weiterhin ungeschlagen ist und die sich durch den benötigten Dreier weiter in Schlagdistanz zu den Champions League-Plätzen hält.

Borussias Trainer Marco Rose musste im letzten Hinrundenspiel auf Marcus Thuram (Rotsperre), Valentino Lazaro (strukturelle Verletzung), Rocco Reitz, Joe Scally (beide Aufbautraining) sowie auf Breel Embolo (möglicher Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung) verzichten und nahm im Vergleich zum Remis in Stuttgart vier Änderungen in der Startelf vor: Ramy Bensebaini bekam eine Pause, dafür verteidigte Oscar Wendt auf links. Dazu rückten Patrick Herrmann, Hannes Wolf und Alassane Plea für Denis Zakaria, Lars Stindl und eben Breel Embolo in die Startelf.

Gleich zu Beginn war der Plan des in dieser Spielzeit stabileren SV Werder klar: Die Borussen früh anlaufen, so den Spielaufbau unterbinden und auf Konter lauern. Den ersten Nadelstich setzte aber der VfL. Nach Freistoß von Wendt kam Elvedi frei zum Kopfball, kein Problem für Pavlenka (6.). Gleiches galt für den Kopfball von Plea zwei Minuten später (8.).

Fohlen mit mehr Ballbesitz, aber kaum Chancen

Weiterhin hatte die Fohlenelf mehrheitlich das Spielgerät und lief an gegen die Werderaner, die aber aufmerksam agierten und kaum etwas zuließen. Das galt auch für die Borussen, die den Gästen von der Weser keinen Raum zum Entfalten gaben. So verliefen die ersten zwanzig Minuten ohne große Höhepunkte. Bis auf einen schönen Umschaltmoment der Fohlen, nachdem Wolf so gerade noch von Friedl am Abschluss gehindert werden konnte (16.).

Sommer und Ginter retten

Auf der Gegenseite war Elvedi nach einem Konter zur Stelle und holte sich die Kugel vor lauernden Bremern (21.). Sechs Minuten später dann die dicke Chance für Werder! Schmid zog an der Strafraumkante direkt ab, Sommer machte sich lang und lenkte die Kugel stark um den Pfosten (27.). Bremen war da und machte durchaus mit gegen die Fohlen, die sich schwer taten, den Gästen Aufgaben zu stellen. Offensiv war das zu dünn, was die Rose-Truppe anzubieten hatte. Dafür hatte Werder die nächste dicke Möglichkeit! Sommer machte einen Ausflug und klärte mit dem Kopf vor Sargent, der im Straucheln zu Agu spielte. Der Offensivmann visierte das leere Tor an, doch Ginter klärte vor der Linie (37.).

So ging es torlos in die Kabinen. Und das ging auch voll in Ordnung. Die Fohlenelf war zwar ingesamt spielbestimmend kamen aber nicht so oft in Abschlusspositionen wie sonst. Die vielversprechendste Möglichkeit hatte Wolf, der beim Schuss noch gestört wurde. 

Die Fohlen musste nach dem Seitenwechsel schon einen Zahn zulegen und vor allem nach vorne mehr anbieten, um die stabilen Bremer in große Verlegenheit bringen zu können. Doch die Fohlen taten sich aber weiterhin schwer gegen Werder, das aufmerksam spielte. Rose reagierte und brachte Stindl und Bénes.

Ein Standard bringt die Führung und den Sieg für Borussia

Doch auch fruchten sollte das nicht. Zwar hatte die Fohlenelf weiterhin mehr Ballbesitz, nach vorne fehlte es aber an den zündelnden Ideen. Da war es dann wenig verwunderlich, dass eine Standardsituation für das erste Tor ‚herhalten‘ musste. Nach Freistoß von Bénes lauerte Elvedi in der Mitte und versenkte die Kugel mit dem Kopf und Hilfe des Pfostens in den Maschen (66.).

Die Fohlenelf führte also plötzlich und hatte nun alle Trümpfe in de Hand. Jetzt nur nicht wieder eine Führung verspielen, hoffte man als Beobachter und Fan der Fohlen. Ein zweites Tor hätte da der Seele natürlich gutgetan, doch die Borussen taten sich aus dem Spiel heraus weiterhin schwer. Bremen war nach wie vor da und versuchte Druck aufzubauen. Dazu kamen in der Schlussphase nochmal frische Kräfte.

Die Fohlenelf hielt gemeinsam und mit einer Fünferkette dagegen, zitterte nach den Abschlüssen von Rashica (an den Pfosten, 87.) und Bittencourt (90.), und gelang schussendlich zu einem mühsamen Arbeitssieg und gleichzeitig einem Sieg, der im Kampf um die internationalen Plätze und die Königsklasse extrem wichtig ist. Auch solche Spiele muss man eben mal nach Hause fahren, diesmal ist der Fohlenelf das Gott sei Dank gelungen.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (74. Bensebaini) – Kramer, Neuhaus (59. Bénes) – Herrmann (59. Stindl), Wolf (85. Jantschke), Hofmann – Plea (74. Zakaria)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Lang, Traoré

Werder Bremen: Pavlenka – Veljkovic, Toprak (56. Moisander), Friedl – Gebre Selassie, Möhwald (82. Bittencourt), Agu – Eggestein, Mbom (82. Osako) – Sargent (74. Selke), Schmid (74. Rashica)

Weiter im Kader: Kapino (ETW), Gruev, Chong, Dinkci

Tore: 1:0 Elvedi (66.)

Gelbe Karten: Sommer / Pavlenka, Sargent

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: Keine (Borussia-Park)