Lars Stindl erzielte auf dem Betzenberg das Tor des Tages. Foto: Dirk Päffgen.

Borussia Mönchengladbach hat das erste Pflichtspiel der neuen Saison gewonnen. Am Montagabend gewannen die Borussen beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:0. Lars Stindl erzielte vor der Pause den einzigen Treffer für die Fohlenelf, die somit in die 2. Runde des DFB-Pokals einzieht. Und genau das steht in solch einem Spiel über allem, wenngleich es gewiss keine Glanzleitung der Borussen war.

Borussias Trainer Adi Hütter musste im ersten Pflichtspiel der Saison auf Ramy Bensebaini (Muskelverletzung im Oberschenkel), Neuzugang Manu Koné (Innenbandverletzung im Knie), Breel Embolo (Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung im Oberschenkel), Mamadou Doucouré (Reha nach Achillessehenriss), Denis Zakaria (Rückstand nach Corona-Infektion), Jordan Beyer (krank) und Marcus Thuram (Knieprobleme) verzichten. Jonas Hofmann (Aufbautraining). Alassane Plea stand nach seiner überstandenen Kapselverletzung im Knie indes wieder zur Verfügung und nahm zunächst ebenso auf der Bank Platz wie Neuzugang Luca Netz.

Im Vergleich zum Sieg bei der Generalprobe gegen den FC Groningen änderte Hütter seine Startelf im gewohnten 4-2-3-1-System lediglich auf einer Position: László Bénes kam für Marcus Thuram in die Partie und rückte ins defensive Mittelfeld, Florian Neuhaus dafür einen nach vorne. Lars Stindl bildete die einzige Sturmspitze.

Munterer Beginn am ‚Betze‘

Den ersten Nadelstich setzte der Drittligist bereits nach wenigen Sekunden. Klingenberg versuchte es aus der Distanz, setzte die Kugel aber weit am Tor vorbei (1.). Das war ein Zeichen des FCK, der sich auch in der Folgezeit alles andere als einigelte. Nach einem Konter spielte Zimmer einen Steilpass in die Spitze – allerdings erreichte die Kugel keinen Mitspieler (4.). Kurze Zeit später suchte Redondo den Abschluss aus spitzem Winkel, Sommer war zur Stelle (6.).

Fohlen nutzen die erste Möglichkeit

Und die Biorussen? Die attackierten die Gastgeber früh und suchten ebenso den Weg nach vorne, ein Torschuss sprang in der Anfangsphase dabei aber nicht heraus. Dann aber tankten sich die Borussen erstmals vielversprechend nach vorne und nutzen die Möglichkeit zur Führung. Aus der eigenen Hälfte heraus trieben die Fohlen die Kugel nach vorne. Dann spielte Herrmann eine Flanke von rechts an den zweiten Pfosten, wo Stindl sich hochschraubte und gegen die Laufrichtung von Raab zum 1:0 einköpfte (11.).

Ein schönes Tor nach einem schönen Angriff der Biorussen, die fortan besser im Spiel war, währen der FCK die Antwort suchte. Dann brachte Herrmann eine Flanke in den Strafraum, Neuhaus nahm die Kugel direkt. Sein Schuss wurde aber geblockt (14.). Auf der Gegenseite rettete Sommer seiner Mannschaft die Führung mit einem klasse Reflex gegen Zimmer (25.). Eine starke und wichtige Tat des Schweizers.

Starke Schlussphase der Fohlen in Hälfte eins

Es ging gut her auf dem Betzenberg. Langweilig war diese erste halbe Stunde gewiss nicht. Die „Roten Teufel“ waren weiter da und machten Druck. Wunderlich spielte die Kugel zweimal in die Mitte, wo die Borussen klären konnten (28.). Zwei Minuten später kam Wolf Zimmer zuvor (30.). Mittlerweile hatte der FCK wieder die Oberhand, die Fohlenelf konnte nach vorne kaum Akzente setzen. Ewas auch daran lag, dass die Hausherren früh anliefen. Wenige Minuten vor der Pause dann beinah das 2:0, als Wolf seinen Flachschuss nur um Haaresbreite neben den Pfosten setzte (37.). Eine Minute vor der Pause dann der agile Herrmann, der die Kugel an den Außenpfosten zimmerte (44.). Dann setzte Bénes die Kugel auf das Tornetz (45.).

So ging es mit einer knappen Borussen-Führung in die Kabinen. Und die war dann auch gerade nach der guten Schlussphase verdient. Der Drittligist bot aber Paroli und hätte gut und gerne auch ein Tor schießen können.

Kurz nach Wiederanpfiff gleich eine gute Möglichkeit für die Borussen. Nach Eckball von Bénes sprang Stindl die Kugel vor die Füße, konnte aber keinen kontrollierten Schuss abgeben (48.). Apropos. Gerade auch die Ecken kamen gut in dieser Partie. Nächstes Beispiel Herrmann, nach dessen Ecke Ginter frei zum Kopfball kam, aber kein Problem für Keeper Raab (57.).

Die Fohlenelf war gut im Spiel und drängte auf die Vorentscheidung. Eine halbe Stunde war dazu noch Zeit. Doch das erlösende zweite Tor wollte zunächst nicht fallen und so blieb es ein Ritt auf der Rasierklinge. Und der FCK war auch nicht da und versuchte zum Ausgleich zu gelangen. In dieser Phase war es hektisch und wes gab einige Zweikämpfe.

Mittlerweile hatte Adi Hütter zweimal gewechselt und Plea sowie Bennetts ins Rennen geschickt. Sieben Minuten vor Schluss muss Stindl eigentlich den Deckel draufmachen, scheiterte aber freistehend an Keeper Raab (83.). Die Fohlenelf kämpfte und hilft auch dagegen. So blieb es am Ende beim knappen 1:0 der Fohlenelf, die damit in die 2. Runde des DFB-Pokals einzieht. Und genau das zählt in solch einem Spiel und an solch einem Abend – nicht mehr und nicht weniger.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

1. FC Kaiserslautern: Raab – Tomiak, Kraus (46. Niehues), Götze (85. Gibs) – Zimmer, Klingenburg (64. Sessa), Senger, Zuck – Redondo (85. Kiprit), Wunderlich – Hanslik (63. Kleinsorge)

Weiter im Kader: Saphir (ETW), Winkler, Gözütok, Huth

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Scally – Kramer, Bénes (73. Plea) – Herrmann (80. Bennetts), Neuhaus, Wolf – Stindl (90.+2 Hofmann)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Jantschke, Netz, Müsel, Noß

Tore: 0:1 Stindl (11.)

Gelbe Karten: Klingenburg, Tomiak, Niehues, Kleinsorge / Stindl

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 5.000 (Fritz-Walter-Stadion)