Denis Zakaria erzielte gegen den BVB das entscheidende Tor. Foto: Dirk Päffgen.

Mit 1:0 gewann Borussia Mönchengladbach am Samstagabend das Top-Spiel gegen Borussia Dortmund und kann sich so in der Tabelle etwas Luft verschaffen. Denis Zakaria erzielte bereits vor der Pause das Tor des Tages. Für die Fohlenelf war es ein wichtiger und auch verdienter Sieg zum richtigen Zeitpunkt.

Borussias Trainer Adi Hütter musste gegen den BVB weiterhin auf Stefan Lainer (Knöchelbruch), Marcus Thuram (Aufbautraining nach Innenbandriss im Knie), Mamadou Doucouré (Reha nach Achillessehenriss) und Ramy Bensebaini (Schlag) verzichten. Dagegen stand Jonas Hofmann nach seinen überstandenen muskulären Problemen wieder zur Verfügung.

Im Vergleich zur Niederlage in Augsburg nahm Hütter im 3-4-2-1-System vier Änderungen vor: Tony Jantschke, Manu Koné, Jonas Hofmann und Breel Embolo bekamen den Vorzug vor Jordan Beyer, Florian Neuhaus, Patrick Herrmann und Alassane Plea.

Hummels Kopfballtreffer zählt nicht

Das Duell war gerade einmal ein paar Sekunden alt, da ging es schon zur Sache. Koné setzte gleich ein Ausrufezeichen und rutschte in Bellingham hinein, was eine Rudelbildung zur Folge hatte. Die Gemüter beruhigten sich dann aber schnell (1.). Von den Borussen war das aber ein Fingerzeig, wie ich es gehen muss.

Dann der erste Angriff des BVB. Bellingham brachte die Kugel in die Mitte, aber Elvedi hatte aufgepasst (6.). Wenige Minuten später zappelte die Kugel in den Maschen der Gladbacher Borussen, doch der Kopfballtreffer von Hummels fand zurecht keine Anerkennung (8.). Vier Minuten später ein Freistoß für die Fohlen, den Hofmann aber in die Mauer zimmerte (12.).

Insgesamt war es eine lebendige Anfangsphase, in der es gut zur Sache ging. Mehr Ballbesitz hatte aber der BVB, der allerdings nicht so richtig durchkam. Gleiches galt für die Fohlenelf, weil sie ebenso in der Defensive kaum etwas zuließ. Zwingende Torchancen waren somit Mangelware. Das setzte sich sich auch in der Folgezeit fort. Das Geschehen hatte kaum Höhepunkte und spielte sich eher im Mittelfeld ab. Beide Defensivreihen präsentierten sich aufmerksam und ließen kaum etwas zu. 

Erst trifft Zakaria, dann muss Dahoud vom Platz

Doch dann führte auf einmal die Fohlenelf. Zakaria spielte Doppelpass mit Ginter und wurstelte sich von der Strafraumgrenze dann irgendwie an drei Dortmundern vorbei. Vor Kobel blieb er cool und netzte ein – 1:0 für die Fohlenelf! (38.). Drei Minuten später musste dann der bereits verwarnte vorzeitig unter die Dusche, weil er nach einem Foulspiel eine abwertende Handbewegung in Richtung Aytekin machte (41.). 

Nach 45 Minuten ging es dann mir einem 1:0 für die Fohlenelf in die Kabine. In einer intensiven Halbzeit machte der Treffer von Zakaria den Unterschied für eine Fohlenelf, die in der Defensive einen mehr als ordentlichen Job machte und kaum etwas zuließ.

Fohlenelf bleibt in Überzahl konzentriert

Während Hütter seine Mannschaft unverändert aufs Feld schickte, so nahm Rose einen Wechsel vor und brachte Ex-Borusse Hazard. Dass der BVB nun einen Mann weniger hatte, kam den Gladbachern natürlich erstmal zugute. Sie hatten unter Umständen mehr Raum und konnten zudem erstmal schauen, was der BVB so anbot. Nach etwas über einer Stunde dann Koné, der zum Abschluss kam, die Kugel aber weit über das Tor bugsierte (62.). Auf der Gegenseite fand Dortmund weiter kaum statt. Klar, sie bemühten sich, viel kam dabei aber nicht heraus. Und das auch, weil die Hütter-Truppe sich keine Schnitzer erlaubte.

Mittlerweile liefen die letzten 20 Minuten im Borussia-Park und die Uhr lief natürlich für die Fohlenelf. Zakaria hatte dann die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber am klasse parierenden Kobel (74.). Kurze Zeit später setzte Embolo einen Kopfball nur knapp neben das Tor (75.). Die Hütter-Elf wollte jetzt die endgültige Entscheidung. Und die wäre beinah gefallen, als gleich frei Borussen auf Kobel zuliefen, Hofmann dann aber den Pass verdaddelte (79.).

Schlussendlich blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg für die Fohlenelf, die an diesem Abend vor allem defensiv und auch kämpferisch überzeugte und sich diese drei Punkte redlich verdient hat. Auch für die bisher geschundene Seele ist dieser Sieg eminent wichtig.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Scally, Ginter, Elvedi, Jantschke – Netz (70. Netz), Zakaria – Koné (73. Kramer), Stindl, Hofmann (Bénes) – Embolo

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Neuhaus, Bennetts, Herrmann, Plea

Borussia Dortmund: Kobel – Pongracic (46. Hazard), Hummels, Akanji – Meunier (82. Wolf), Witsel, Guerreiro (82. Schulz) – Bellingham, Dahoud – Moukoko (57. Knauff), Malen (82. Reinier)

Weiter im Kader: Hitz (ETW), Passlack, Wolf

Tore: 1:0 Zakaria (38.)

Gelbe Karten:  Zakaria, Stindl, Netz, Koné / Dahoud, Pongracic, Bellingham

Gelb-Rote Karte: Mo Dahoud (41. Meckern)

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 25.000 (Borussia-Park)