Florian Neuhaus hatten gegen Mainz das Nachsehen und verlieren den Anschuss. Foto: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR

Borussia Mönchengladbach hat im Kampf um die internationalen Plätze einen weiteren herben Dämpfer erhalten. Im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 setzte es eine schmerzhafte 1:2-Niederlage für die Borussen, die so langsam aber sicher den Anschuss an die begehrten Plätze verlieren. 

Borussias Trainer Marco Rose konnte gegen Mainz nahezu aus dem Vollen schöpfen. Auch Denis Zakaria und Marcus Thuram, die in Wolfsburg noch passen mussten, standen wieder zur Verfügung. Das Duo nahm aber zunächst auf der Bank Platz. Dort saßen dann auch die Spieler, die in der vergangenen Woche in Wolfsburg zunächst zuschauen mussten, denn Rose vertraute exakt der Startelf der Vorwoche.

Borussia legt gut los, aber Mainz trifft

Die in Weiß spielende Fohlenelf wollte gleich von Beginn an unterstreichen: Die drei Punkte sollen am linken Neiderin bleiben! Es ging gleich mit Tempo nach vorne. So wie Plea, der nach einem langen Ball aber im Abseits stand (4.). Auf der Gegenseite gab Szalai den ersten Torschuss ab, für Sommer aber kein Problem (9.). Eine Minute später war Borussias Nummer eins dann aber machtlos. Ginter verschätzte sich nach einem langen Ball in den Strafraum, so dass Onisiwo freie Bahn hatte und die Kugel aus der Drehung über den Innenpfosten in den Maschen versenkte (10.).

‚Kölner Keller’„klaut“ passende Antwort, dann trifft Stindl

Erneut ein früher Rückstand für die Borussen, die aber nicht aufsteckten und beinah die schnelle Antwort gegeben hätten. Zentner fing einen Kopfball von Plea ab, verlor die Kugel aber wieder. Hofmann hatte den Braten gerochen und wurde vom Mainzer Keeper zu Fall gebracht. Schiedsrichter Schmidt zeigte zwar sofort auf den Punkt, doch in Köln hatte man etwas gesehen – Hofmann lief aus dem Abseits heraus zum Ball – somit wurde der Elfmeter zurückgenommen (13.).

Vier Minuten später kam Plea in eine gute Schussposition, doch St. Juste hielt rechtzeitig den Fuß hin (17.). Es war eine harte Nuss für die Fohlenelf nach dem Rückstand. Die Borussen hatten viel Mühe und Probleme, die kompakten und auf Konter lauernden Mainzer zu knacken. Auf der Gegenseite hatte Szalai das zweite Tor für die Gäste auf dem Fuß, zirkelte die Kugel aber neben den rechten Pfosten (23.).

Stattdessen kam die Fohlenelf drei Minuten später zum Ausgleich! Und diesmal traf dann Stindl, nach dem er bereits den Elfmeter hätte schießen sollen. Lazaro kam mit Tempo über die linke Seite und spielte zu Hofmann. Der Nationalspieler fand seinen Kapitän, der die Kugel ins rechte Eck zum 1:1-Ausgleich schlenzte (26.).

Ein wichtiger Ausgleich, denn Mainz war zuvor dem 2:0 näher. Dann klärte Bensebaini eine Flanke der Mainzer mit dem Kopf (29.), ehe Lainer die Kugel im Anschluss an eine Ecke ins Aus köpfte (35.). Eine Minute später gab Plea einen verdeckten Schuss ab, doch Keeper Zentner war zur Stelle (36.). Zwei Minuten spöter zappelte die Kugel erneut bei den Borussen im Netz, doch der Treffer zählte nicht, da das Spielgerät zuvor im Aus war (38.). Kurz vor der Pause nochmal Plea, aber der Franzose traf lediglich das Außennetz (44.).

So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen. Das ging soweit zwar in Ordnung und Borussia war die bessere Mannschaft, aber gerade für den VfL ist ein Punkt zuhause natürlich viel zu wenig. Zumal Wolfsburg gegen Bielefeld am Freitag gewonnen hatte und auch Frankfurt zur pause überraschend mit 2:0 gegen den FC Bayern führte!

Fohlenelf tut sich schwer

Zum zweiten Wechsel brachte Rose Zakaria für den bereits gelbverwarnten Kramer. Unterdessen gab der Mainzer Latza den ersten Warnschuss nach Wiederanpfiff ab, doch Sommer war da (47.). Drei Minuten spöter sorgte eine scharfe Hofmann-Flanke für Gefahr, aber Kohr war im Strafraum zur Stelle (50.). Zwei Minuten später versuchte es Lazaro, aber Zentner war da (52.). Dann zirkelte Stindl einen Freistoß über den Querbalken (58.).

In der Folgezeit tat sich nicht viel. Beide Mannschaften beackerten sich im Mittelfeld und ließen kaum Tempogegenstöße zu. Gerade auch die Borussen hatten Probleme, sich in die Gefahrenzone zu tanken.

Mainz gelingt der Lucky Punch

Mittlerweile lief die Schlussviertelstunde im Borussia-Park und die Uhr lief zu Gunsten der Mainzer, die mit einem Punkt sicherlich besser leben können, als die Borussen, bei denen nun Thuram für Plea in der Partie war. Die Fohlenelf versuchte in der Schlussphase probierten die Borussen nochmal alles, kamen aber nicht durch gegen die Mainzer, die ihrerseits ihre Sache gut machten und den Laden Dicht hielten.

Stattdessen gelang Mainz der Lucky Punch! Da Costa lupfte den Ball vor das Tor, Lainer klärte per Kopfball, legt damit aber unfreiwillig für Stöger auf. Der Mainzer Mittelfeldspieler zog aus spitzem Winkel ab und traf zum 2:1 für Mainz (86.).

Bähm! Die Fohlenelf lag zurück und musste nochmal alles nach vorne werfen. Der Ausgleich gelang aber nicht, so dass an Ende eine bitte Niederlage zu Buche stand. Eine weitere Enttäuschung nach einer turbulenten Woche für die Borussen, die den Anschluss an die begehrten Plätze verlieren. Dafür war es gegen Mainz in der zweiten Hälfte insgesamt aber auch zu wenig von den Borussen, denen irgendwie die Gier fehlte. So wird in der kommenden Spielzeit generell nicht in Kopenhagen das Telefon klingeln… 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer (89. Embolo), Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer (46. Zakaria), Neuhaus – Lazaro (81. Wolf), Stindl, Hofmann – Plea (73. Thuram)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Jantschke, Wendt, Herrmann

1. FSV Mainz 05: Zentner – St. Juste, Bell (61. Hack), Niakhaté – da Costa, Mwene, Barreiro (81. Boetius), Kohr – Latza (61. Stöger) – Onisiwo (69. Burkardt), Szalai (69. Glatzel)

Weiter im Kader: Dahmen (ETW), Brosinski, Öztunali, Tauer

Tore: 0:1 Onisiwo (10.), 1:1 Stindl (26.)

Gelbe Karten: Kramer / Kohr

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: Keine (Borussia-Park)