VollGAS-Analyse nach Augsburg: Platz 9 – Mehr ist momentan nicht drin

Daniel Farke hat noch viel zu tun, es greift noch nicht alles. Foto: Dirk Päffgen.

Dass Borussia Mönchengladbach mit leeren Händen die Heimreise aus Augsburg angetreten hat, war verdient. Es war gerade offensiv ein blutleerer Auftritt der Borussen, die nach der zweiten Re-Start-Niederlage erstmal weit weg sind von etwaigen Ambitionen. Auch, weil das dringend benötigte Kader-Facelifting bisher verpasst wurde. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unsrem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Es war ein ernüchternder Abend in Augsburg. Jene Fans, die es, warum auch immer, am Mittwochabend nicht geschafft haben, in die Fuggerstadt zu fahren, dürften sich hinterher auf die Schulter gekloppt haben. Denn es wäre eher eine Frust- anstatt eine Lust-Tour geworden in den Südwesten Bayerns.

Doch als live-Beobachter am TV hatte man ebenso wenig Spaß, den Fohlen bei der Arbeit zuzusehen. VollGAS im Sinne dieser Analyse war lediglich Nathan Ngoumou – zumindest in gewisser Weise. Der Neuzugang aus Toulouse legte mit 35,8 km/h den schnellsten Sprint des 17. Spieltags hin. Ansonsten verpufften seine Bemühungen ebenso wie die seiner Mannschaftskollegen.

Offensiv war das ein einziges Trauerspiel und alles andere als VollGAS. Der xGoals-Wert von 0,33 untermauert das, der FCA hatte einen Wert von 1,12. Zwar der Ballbesitz nahezu ausgeglichen, doch zustande brachte die Farke-Truppe damit fast nichts. Kein Tempo, keinen Zugriff keine Ideen, keine Mittel und keine Durchschlagskraft – in der WWK-Arena fehlte es einfach an allem.

Der Kader muss einem VollGAS-Umbruch unterzogen werden

Am Ende stand in Augsburg die zweite Niederlage nach dem Re-Start. Die Hinrunde ist damit beendet. Die Fohlenelf rangiert zum Abschluss dieser mit 22 Punkten auf Rang 9, der Relegationsplatz ist näher als die internationalen Plätze. In solche Gefilde gehören die Borussen zumindest aktuell auch nicht hin. Das Mittelfeld spiegelt das wider, was momentan drin ist.

Daniel Farke ist natürlich verantwortlich für den sportlichen Erfolg und die Taktik, die sowieso mal überdacht werden muss. Aber ein Trainer kann eben auch nur mit dem arbeiten, was er zur Verfügung hat, Und da, das ist bekannt, bietet der Kader wenig Optionen, um zu reagieren. Das ist nicht erst seit gestern bekannt und hat Gründe, die nun vor allem Roland Virkus ausbaden kann. Die Mittel sind begrenz am linken Niederrhein. Das zeigen die Transferaktivitäten im Winter, die es eben nicht gibt.

Corona hat wehgetan und hat Reserven aufgebraucht. Im Sommer werden den Klub noch weitere Spieler aller Voraussicht nach ablösefrei verlassen, auch das wird wehtun und trägt nicht dazu bei, die dringend nötige Kaderveränderung durchzuführen.

Die Spielidee darf nicht immer stur durchgeboxt werden

Dennoch steht da eine Mannschaft mit Spielern auf dem Platz die die Qualität haben und die der Lage sein müssen, bei den bis dahin Zuhause sieglosen Augsburgern etwas mitzunehmen. Farkes- Spielidee vom Ballbesitzfußball gut und hat den Klub im ausgezeichnet und soll es auch jetzt tun. Aber sie ist nicht auf Biegen und Brüchen und stur „durchzuprügeln.“ Es braucht eine Mannschaft, die gut drauf sein muss und bei der alle Rädchen ineinandergreifen, um den Gegner wie unter Lucien Favre mürbe zu spielen und auf Lücke zu spielen. Dazu haben wir zu wenig Struktur. Zumal der Entwicklungsstand dahingehend auch weiter sein müsste, als aktuell. Warum das nicht so ist, wirft Fragen auf.

Nach der Hinrunde ist sicherlich noch keiner abgestiegen und/oder Meister geworden, aber der Halbzeitstand ist so, wie er ist und man muss aufpassen, dass man nicht in einen Negativstrudel kommt. Die Sinne müssen geschärft und es muss angepackt werden, damit eine VollGAS-Wende möglich ist.

Die kommenden drei Partien gegen Hoffenheim. Schalke und Berlin sind von extrem wichtiger Bedeutung und werden den Richtungspfeil noch mehr in die Richtung schießen, wohin es für die Borussen in dieser Spielzeit gehen wird, Und gerade letztere Teams sind solche, deren individuelle Qualität lässt nicht die der Borussen besitzen.  Zwei Siege sind da nahezu Pflicht. Am linken Niederrhein ist VollGAS gefordert und von Nöten – in allen Belangen…

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