Borussia enttäuscht gegen Schalke – »Nach einer schlechten zweiten Halbzeit waren die Pfiffe berechtigt«

Niedergeschlagene Borussen nach dem Remis gegen Schalke. Foto: Dirk Päffgen.

Die Nullnummer gegen den FC Schalke hat weder den Protagonisten noch den Fans von Borussia Mönchengladbach geschmeckt. Die Fohlenelf lahmte gewaltig anstatt den Tabellenletzten im Galopp zu überfallen. Einzig die Tatsache, dass auch hinten die Null stand, kann positiv bewertet werden. Da konnte man sich aber dann bei Jonas Omlin bedanken.

Als Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie im Borussia-Park abgepfiffen hatte, machten die Borussen-Fans ihrer Unzufriedenheit Luft und verabschiedeten die Fohlenelf mit Pfiffen in die Kabine. Und die waren durchsaus nachvollziehbar nach diesen 94 Minuten. Denn die Leistung ließ zu wünschen übrig, der Punkt am Ende glücklich.

»Nach einer schlechten zweiten Halbzeit waren die Pfiffe berechtigt. Das war nicht unser Spiel«, musste Jonas Omlin im Interview mit der ARD-Sportschau zugeben. »In der ersten Halbzeit haben wir es ziemlich gut gemacht. Da haben wir uns bessere Torchancen rausgespielt. Am Ende bist du nach einer schlechten zweiten Halbzeit froh, wenn du die Null halten kannst.«

Dass dem so war, lag eben vor allem auch an Borussias Nummer eins, die in der Schlussphase gegen drückende Schalker zumindest den einen Punkt festgehalten hat. Denn Königsblau war dem Lucky Punch näher als die Fohlenelf, die offensiv über die gesamte Spielzeit enttäuschte. Maximal gab es Ansätze, bei denen es aber blieb. In der ersten Halbzeit gab es einen Schuss aufs Tor in Minute 27(!).

Die Borussen hatten gehörig Probleme, den nach dem Seitenwechsel mutigeren Tabellenletzten vor Aufgaben zu stellen. »Wir hatten zu wenig Bewegung und zu viele Ballverluste. Das darf uns in einem Heimspiel nicht passieren. Durch unsere Flüchtigkeitsfehler haben wir den Schalkern viele Chancen ermöglicht, die nicht nötig waren«, haderte Omlin. So wie der viele zu kurze Rückpass von Nico Elvedi, dessen Fehler Omlin dann ausbügelte.

»Die zweite Halbzeit war gar nicht gut. Wir haben uns auf ein Spiel eingelassen, das wir nicht spielen können. Damit haben wir Schalke extrem in die Karten gespielt«, brachte es Christoph Kramer au den Punkt. Wir haben unsere Struktur vermissen lassen, haben uns von der Hektik der Schalker anstecken lassen und haben viele lange Bälle gespielt.«

In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Struktur verloren, haben Schalkes Spiel gespielt. Wir waren zu gierig und sind dann, nachdem wir ein paar Unsauberkeiten im Passspiel hatten, zu hektisch geworden. Mit der zweiten Halbzeit bin ich daher nicht zufrieden«, sagte Daniel Farke. Uns hat die Qualität gefehlt, diese eine Situation für uns zu entscheiden. Das einzige Positive ist, dass wir nach langer Zeit mal wieder zu Null gespielt haben.«

In der Tat. Ansonsten gab es nichts, was positiv zu bewerten ist. »Fußball ist kein Wunschkonzert. Mir war vorher klar, dass es ein wirklich schwieriges Spiel wird gegen eine Mannschaft, die natürlich alles dafür tut, in der Liga zu bleiben. Und genau so hat es sich angefühlt«, resümierte Farke. »Es war ein Kampfspiel. Ich finde, wir waren fußballerisch heute nicht gut genug, das Spiel frühzeitig auf unsere Seite zu ziehen. Dadurch hat sich das Spiel dann so entwickelt, wie es sich entwickelt hat.«

So stand am Ende ein torlos Remis gegen einen Tabellenletzten, der sich gewehrt und alles dafür getan hat, vielleicht doch noch drei Punkte zu ergattern. Die Borussen müssen sich mit einem Punkt begnügen, ja müssen mit ihm sogar zufrieden sein. Mehr scheint aktuell nicht drin zu sein, die Borussen stehen zurecht da., wo sie im Moment stehen. Und in der kommenden Woche geht es zur ebenso mit dem Rücken zu Wand stehenden Berliner Hertha…

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