Borussia nach deutlicher Niederlage bei Hertha – »Die Situation ist sehr unbefriedigend«

Ein ratloser Jonas Hofmann. Foto: picture alliance / DeFodi Images | Ulrik Pedersen

Borussia legte bei Hertha BSC einen desaströsen Auftritt hin. Ein Punkt bzw. sogar ein Sieg waren in der Hauptstadt sicherlich im Bereich des Möglichen, denn die Fohlen hatten das Spiel vorerst unter Kontrolle. Vor allem in Halbzeit zwei fehlte eine Reaktion der Mannschaft. Die Stimmen der Verantwortlichen, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Borussia Mönchengladbach bleibt gegen die Tabellenkinder und Sorgenklubs der Bundesliga weiterhin sieglos. Nach einem schmeichelhaften 0:0 in der Vorwoche gegen den FC Schalke 04 gab es am Sonntagnachmittag bei Hertha BSC eine deftige 1:4-Klatsche. Die Fohlen sind mittlerweile selbst für Vereine in der Abstiegszone leicht zu durchschauen und ein gern gesehener Gegner. Dabei sah es zuerst gar nicht so schlecht aus. 

Führung nicht ausgenutzt 

Spielerisch war das bei besten Willen kein Feuerwerk, was die Mannschaft von Daniel Farke abfeuerte. Allerdings sorgte Nico Elvedi für die zwischenzeitliche Führung. »Wir sind sehr gut gestartet, waren gut in unseren Abläufen und sind dann auch verdient in Führung gegangen«, sagte Luca Netz an seiner alten Wirkungsstätte. Auch Jonas Hofmann fand, dass die Fohlen »in der ersten halben Stunde sehr gut im Spiel und für den Gegner kaum greifbar waren«. Der 30-Jährige sprach von einem anschließenden »Bruch« im Spiel. 

Warum die Fohlenelf den Gegner, trotz eigener Führung, immer wieder zurück ins Spiel kommen lässt, bleibt einfach ein Rätsel. Dieses Verhalten zieht sich bereits durch mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre. Es war auch nicht so, als hätten die Berliner die Gäste vom linken Niederrhein komplett an die Wand gespielt. Aber das Team von Sandro Schwarz wollte diesen Sieg einfach mehr und schaffte es mit einfachsten Mitteln, vier Treffer zu erzielen. 

Borussia nahm Niederlage einfach hin 

»Beim ersten Gegentor haben wir uns zwei Ballverluste erlaubt, die so nicht passieren dürfen. Anschließend war das Momentum auf Seiten der Herthaner. »In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, in einen Spielfluss zu kommen, Chancen im letzten Drittel zu kreieren und zum Abschluss zu kommen. Marton Dardai ist dann ein sensationelles Tor gelungen, plötzlich war auf einmal das ganze Stadion da. Ich denke, Hertha hat letztlich verdient gewonnen«, analysierte Netz die Partie und fügte hinzu: »Die Situation ist unbefriedigend«.

Hingegen darf die Aussage von Hofmann, in allen Ehren, mal stark in Frage gestellt werden: »Wir haben uns danach nicht aufgegeben, aber zu wenig zwingende Torchancen kreiert und nicht konsequent genug unsere Situationen zu Ende gespielt.« Irgendwie ergaben sich die Borussen schon ihrem Schicksal und von einem großen Aufbäumen war nichts zu erkennen. Richtig ist hingegen die These, dass »das Ergebnis letzten Endes zu hoch ist«, denn Borussia war sicherlich keine drei Tore schlechter als Berlin. 

Welches Gesicht zeigen die Fohlen gegen Bayern? 

Borussias Trainer Farke erklärte nach der Partie, dass die »kleinen Momente« nicht auf Seiten seiner Mannschaft waren. Allerdings haben die Fohlen auch äußerst wenig investiert, um diese Momente mal auf ihre Seite zu ziehen. »Die Herthaner haben heute eine unfassbare Laufbereitschaft an den Tag gelegt und um ihr Leben gefightet. Nach dem Ausgleich hat sich das Momentum geändert. Daran sind wir selbst schuld, weil wir zwei unnötige Ballverluste hatten und den Ball zu leicht hergegeben haben. Wir müssen um jeden Punkt in der Bundesliga kämpfen, da ist es auch egal, wer der Gegner ist. Wir werden unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen und auch um jeden Punkt gegen Bayern München fighten, denn wir benötigen jeden Punkt in der Tabelle«, äußerte sich Farke. 

Die ‚launische Borussia‘ wird sich, davon kann man fast schon ausgehen, gegen den Rekordmeister wieder deutlich anders zeigen. Schließlich kann sich die Truppe gegen höherplatzierte Vereine offensichtlich mehr motivieren als gegen die ‚grauen Mäuse‘ der Liga. Fakt ist jedoch: Mit der Leistung aus den vergangenen beiden Partien wird es auch gegen einen nicht in hochform auftretenden Meister äußerst kompliziert… 

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