0:0! Verbesserte Borussia und Freiburg teilen sich die Punkte

Alassane Plea hatte einige gute Chancen, nutzen konnte er sie nicht. Foto: Dirk Päffgen.

Mit 0:0 trennte sich Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag vom SC Freiburg. Vor allem nach der Pleite von Mainz zeigte die Fohlenelf eine deutlich verbesserte Leistung gezeigt, vor allem defensiv, und hatte gute Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Ramy Bensebaini musste nach einer unnötigen Aktion per Gelb Rot vorzeitig unter die Dusche.

Daniel Farke musste auch gegen den Sportclub auf Jan Olschowsky (Magen-Darm-Erkrankung ), Julian Weigl (Teilruptur des Syndesmosebandes) und Tony Jantschke (Meniskusriss) verzichten. Dazu stand Jonas Omlin (Oberschenkelzerrung) nicht zur Verfügung. Für den Schweizer stand Tobias Sippel wie auch schon in Mainz diesmal von Beginn an zwischen den Pfosten. Im Vergleich zur Pleite in Mainz nahm Farke ansonsten noch zwei weitere Änderungen vor: Joe Scally bekam den Vorzug vor Stefan Lainer und Marcus Thuram begann für Hannes Wolf. Unterdessen saß U19-Torhüter Florian Dimmer als Ersatz auf der Bank.

Thuram und Plea scheitern an Flekken

Der Sportclub begann gleich engagiert, lief die Borussen hoch an und eroberte die Bälle. Der erste Abschluss gehörte dann auch den Gästen aus dem Breisgau. Sallai versuchte es aus der Distanz, der Schuss war aber kein Problem für Sippel (4.). Zwei Minuten späterer kamen dann auch die Borussen zum ersten Mal zum Abschluss. Im Anschluss an drei Hofmann-Ecken waren die Freiburger aber jeweils zur Stelle (6., 7.). Eine Minute später dann die erste gute Möglichkeit für die Fohlen. Thuram setzte sich im Strafraum gegen Kübler durch und zog sofort ab. Flekken tauche Direkt ab und lenkte die Kugel zur Ecke, die nichts einbrachte (8.). Kurze Zeit suchten die Borussen erneut Thuram, doch Freiburg hatte aufgepasst (11.).

Nach einer Viertelstunde konnte man festhalten: Es war eine lebendige, ausgeglichene Partie. Beide Teams hatten jeweils einen Schuss aufs Tor zu verzeichnen und fasst ausgeglichenen Ballbesitz. Dass es noch torlos stand, lag dann vor allem daran, dass die Abwehrreihen aufmerksam agierten. Dann muss Plea eigentlich für die Führung sorgen, doc oder Franzose scherte nach Steckpass von Thuram im Eins-gegen-Eins an SCF-Keeper Flecken (18.).

Fohlenelf defensiv aufmerksam und kompakt

Die Fohlenelf war jetzt aktiver und am Drucker und hatte auch gleich die nächste Gelegenheit. Über Plesa und Koné gelangte die Kugel zu Hofmann, der gleich abzog. Doch der Schuss traf Stindl, im Abseits stand (21.). In der Folgezeit zogen die Borussen etwas zurück und überließen dem Sportclub die Kugel. Für den hatte Höler nach einer halben Stunde einen Abschluss, aber kein Problem für Sippel (33.). Das war erste der zweite Schuss auf Tor was zeigte, dass die Farke-Truppe besser stand als zuletzt in Mainz. Auf der anderen Seite lauerten die Biorussen auf Konter und schalteten nach Ballgewinn blitzschnell um.

Höler rettet auf der Linie

Die bis dato dritte mehr als gute Möglichkeit für die Borussen gab es dann nach einer Standardsituation. Nach einer Hofmann-Ecke kam Bensebaini im Strafraum an die Kugel. Seinen Kopfball entschärfte Höler per Kopf so gerade noch auf der Linie (36.). Drei Minuten vor dem Pausenpfiff klärte Flekken den Kopfball von Elvedi (42.).

So ging es torlos in die Kabine. Eine Führung hätten die Fohlenelf jedoch durchsaus verdient gehabt, weil sie ein Chancenplus und bessere Möglichkeiten hatte, die Keeper Flekken jedoch alle zu entschärfen wusste. Auf der Gegenseite hatte der SC lediglich zwei Schüsse aufs Tor. Was daran lag, dass die Fohlenelf eben defensiv auf der Hut war und wenig zuließ.

Sippel mit starker Parade

Zum zweiten Durchgang kamen beide Mannschaften unverändert auf den Rasen. Kurz nach Wiederanpfiff eine kurze Schrecksekunde, als Bensebaini mit Kübler aneinanderrasselte. Doch der Algerier konnte weitermachen (46.). Vier Minuten später konnte sich Sippel auszeichnen, als er gegen Sallai mit einer richtig guten Parade das mögliche 0:1 verhinderte (50.). Freiburg kam entschlossen und mit Tempo aus der Kabine. So gehörte auch der nächste gute Abschluss den Gästen. Wieder war es Sallai, der das Ziel nur um Zentimeter verpasste (56.).

In dieser Phase hatten die Fohlen Mühe, sich zu befreien und war insgesamt zu passiv. Drei Minuten später ein guter Angriff der Fohlen, doch der Pass von Plea auf Thuram war dann zu steil (59.). Dann erhielt Farke die Gelbe Karte, nachdem er mit einer Freistoß-Entscheidung gegen die Fohlen nicht einverstanden war (62.). Grifo nahm dann Maß, aber weit drüber (64.). Eine Minute später traf Plea aus halblinker Position lediglich das Außennetz (65.).

VAR und Brand kassieren Elfer für Borussia zu Recht

Dann machte sich Thuram vom Strafraum auf den Weg zum Torschuss und zog an Höller vorbei. Der Freiburger touchierte Thuram maximal. Der ‚Kölner Keller‘ hatte sich eingeschaltet, Schiedsrichter Brand schaute sich die Situation an und kassierte den zuvor gegebenen Elfmeter zu Recht (66.). Das war zu wenig, ja wenn nicht gar nichts, für einen Strafstoß.

Es liefen die letzten zwanzig Minuten im Borussia-Park. Die Frage stellte sich, gelingt einer Mannschaft noch der Lucky Punch. Und wenn ja, welcher? In dieser Phase war es eine offene Partie, in der beiden Mannschaften ein Tor zuzutrauen war. Plea hätte dafür sorgen können, doch der Franzose verzog aus acht Metern völlig (74.). Zuvor hatte Thuram seinen Landsmann in Szene gesetzt. Die Borussen nahmen noch einmal Fahrt auf und hatten gute Offensivaktionen, die sie aber eben nicht nutzen konnten.

Bensebaini erst unnötig vorzeitig vom Platz, dann rettet Plea

In der Schlussphase schienen beide Teams dann aber mit der Punkteteilung zufrieden zu sein, denn sie minimierten das Risiko. Nachvollziehbar. Schließlich hätte ein jeweiliges Gegentor womöglich eine Niederlage zur Folge gehabt. Dann wurde es aber dich noch turbulent. Erst holte sich Bensebaini nach Ballwegschlagen Gelb, ehe er unmittelbar danach für seine Beschwerde an der Verwarnung per Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche musste (87.). Eine total überflüssige Aktion des Algeriers, der somit in der kommenden Woche pausieren muss. Farke reagierte und brachte Netz für Plea (90.).

Apropos Plea. Der Franzose war kurz vor seiner Auswechslung mit der Fußspitze zur Stelle und verhinderte so eine mögliche Niederlage. So blieb es am Ende bei der torlosen Punkteteilung. Der Sportclub wird damit sehr gut leben können. Sie Borussen werden und können sich ärgern, die guten Möglichkeiten vor allem durch Plea nicht genutzt zu haben. Ein Sieg wäre gleichermaßen im Bereich des Möglichen und dann auch nicht unverdient gewesen. Insgesamt eine deutlich bessere Leistung als in Mainz.

Die Kurzstatistik zum Spiel: 

Borussia Mönchengladbach: Sippel – Scally, Itakura, Elvedi, Bensebaini – Koné, Kramer – Hofmann, Stindl (71. Neuhaus), Plea (90. Netz)- Thuram

Weiter im Kader: Dimmer (ETW), Friedrich, Lainer, Fraulo, Ngoumou, Hilf, Herrmann

SC Freiburg: Flekken – Kübler (84. Gulde), Ginter, Lienhart – Sildilia, Günter – Eggestein (78. Röhl), Höfler (90. Petersen) – Sallai (78. Doan), Grifo (84. Keitel) – Gregoritsch

Weiter im Kader: Uphoff (ETW), Schmidt, Jong, Weißhaupt

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Stindl, Elvedi, Farke, Thuram, Bensebaini / Lienhart, Höfler

Gelb-Rote Karte: Bensebaini (87. Ballwegschlagen)

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Unterspiesheim)

Zuschauer: 53.014 (Borussia-Park)

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