0:3 gegen RB! Verschossener Plea-Elfmeter der Knackpunkt

Janis Blaswich pariert den Elfmeter von Alassane Plea. Foto: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Mit 0:3 unterlag Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag bei RB Leipzig. Nach einer mehr als guten ersten Halbzeit war es der von Alassane Plea verschossene und dann verursachte Elfmeter, der die Sachsen auf die Siegerstraße brachten. Die Fohlenelf stand so auswärts abermals mit leeren Händen da.

Daniel Farke musste bei den Sachsen weiterhin auf Jonas Omlin (Oberschenkelzerrung), Jan Olschowsky (Magen-Darm-Erkrankung ), Julian Weigl (Teilruptur des Syndesmosebandes) und Tony Jantschke (Meniskusriss) verzichten. Zudem stand Ramy Bensebaini nicht zur Verfügung (Gelb-Rot Sperre). Für den Algerier stand wie erwartet Luca Netz in der Startelf. Neben dieser Änderung gab es im Vergleich zum Remis gegen Freiburg eine weitere. Florian Neuhaus bekam den Vorzug vor Lars Stindl, von dem Christoph Kramer die Kapitänsbinde übernahm.

Erst verpasst Neuhaus, dann pariert Blaswich

Die ersten 19 Minuten herrschte ohrenbetäubender Lärm in Leipzig. Die Borussen-Fans machten ihrem Protest gegen das ‚Projekt RB‘ mit Trillerpfeifen im wahrsten Sinne Gehör. Darunter gehörte den Gastgebern der erste Angriff. Über Raum und Forsberg gelang der Ball zu Werner, dessen Schuss Elvedi entschärfen konnte (4.). Zwei Minuten später die erste Möglichkeit für die  Fohlen. Nach Ballgewinn machte sich Hofmann auf die Reise und fand Neuhaus, dessen Schuss nur um wenige Meter am Tor vorbeiflog (6.).

Auch die nächste Möglichkeit gehörte den Fohlen. Wieder ging es dabei nach Ballgewinn blitzschnell nach vorne. Nach Zuspiel von Plea und Hofmann war es Thuram, der mit seinem Schuss im Strafraum am stark parierenden Blaswich scheiterte (10.). Zwei Minuten später konnte sich dann sein Gegenüber auszeichnen. Im Anschluss an eine Ecke war Sippel zur Stelle und lenkte den strammen Werner-Schuss über die Latte (12.).

Fohlenelf hält das Zentrum und den Laden dicht

Es war eine gute Anfangsviertelstunde der Borussen, die hinten konzentriert gegen den Ball arbeiteten und nach Ballgewinn zügig umschalteten. Auf der Gegenseite hatten ‚Die Roten Bullen‘ Probleme, sich gegen die tief und kompakt stehenden Borussen durchzusetzen. Und da die Borussen den Sachsen mehr oder weniger die Kugel überließen, gab es kaum Torraumszenen zu verzeichnen.

Die Farke-Truppe machte es gut gegen die Leipziger, die auch nach gespielten dreizig Minuten keine Mittel fanden, die Borussen auszuhebeln. Lediglich durch Ecken gab es mal die Möglichkeit, aufs Tor zu schießen. Doch da waren die Fohlen nicht zu überlisten.

Thuram vergibt die Riesenchance

Nach etwas über einer halben Stunde müssen die Borussen dann eigentlich führen. Einen Fehlpass von Orban schnappte sich Thuram, der die Kugel aus zehn Metern und in Rückenlage nur um Zentimeter über das Gehäuse drosch (32.). Schade. Da war mehr darin für die Borussen, die bis dahin ein mehr als ordentliches Auswärtsspiel machten. Zur Pause blieb es dann beim 0:0 auf der Anzeigetafel. Und das, weil die Borussen gegen die mit mehr Ballbesitz ausgestatteten Leipziger vor allem defensiv eine starke Leistung zeigten. Vor dem Tor fehlte es dann nach guten Umschaltmomenten an der nötigen Präzision.

Plea scheitert vom Punkt an Blaswich, dann trifft Werner

Zum zweiten Durchgang kamen beide Teams unverändert auf den Platz. Unverändert blieben auch die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen. Die Bullen hatten mehr Ballbesitz und versuchten sich in Angriffe, die Borussen hielten dagegen und lauerten auf Umschaltmomente. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff dann dir erste richtig gute Chance für den VfL. Nach Flanke von Scally setzte Plea die Kugel nur knapp am Tor vorbei (50.).

Drei Minuten später scheiterte Plea dann mit einem schwach geschossenen Elfmeter an Blaswich (53.). Zuvor konnte Raum den durchstartenden Hofmann nur mit einem Foul stoppen. Der VAR schaltete sich ein und entschied richtigerweise auf Strafstoß.

Und anstatt in Führung zu liegen und sich so für einen bis dato gute Auffrort zu belohnen, lagen die Fohlen vier Minuten später im Hintertreffen. Sippel wollte das Spiel flott machen und spielte auf Koné, der die Kugel an Henrichs verlor. Der Ex-Monegasse spielte sofort auf Werner, der die Kugel aus vollem Lauf an die Unterlatte und dann zum 1:0 in die Maschen knallte (57.).

Forsberg macht’s besser vom Punkt und macht den Deckel drauf

Nun mussten die Borussen mehr kommen und die Räume breiter machen, was den spielstarken Gastgebern zugute kam. Offensiv kam nur noch wenig von den Fohlen, die damit zutun hatten, nicht die endgültige Entscheidung zu kassieren. Die gab’s dann knapp zwanzig Minuten vor Schluss. Plea holte Henrichs im Strafraum von den Beinen. Klarer Fall von Elfmeter. Vom Punkt machte es Forsberg besser, verlud Sippel, und netzte zum 2:0 ein (71.).

Gvardiol mit der endgültigen Entscheidung

Der Drops war damit zwar zeitlich noch nicht gelutscht, aber spätestens zehn Minuten vor Schluss. Da bugsierte Gvardiol im Anschluss an eine Ecke mit den Knien zum 3:0 über die Torlinie (80.). Das war der Schlusspunkt unter der Partie, die die Borussen aufgrund der zweiten Halbzeit dann auch verdient. Die Borussen müssen sich ärgern und vor allem an die eigene Nase fassen, dass sie nach einer guten ersten Hälfte nach der Pause vor allem den Elfmeter nicht nutzten und sich dann Fehler erlaubten, die sofort kosteten.

Die Kurzstatistik zum Spiel: 

RB Leipzig: Blaswich – Henrichs, Orban, Gvardiol, Raum (77. Halstenberg) – Laimer (87. Kampl), Haidara (87. Simakan) – Szobozlai, Forsberg (87. Olmo), Werner (76. Poulsen) – Silva 

Weiter im Kader: Nyland (ETW), Klostermann, Clark, Dani

Borussia Mönchengladbach: Sippel – Scally, Itakura, Elvedi, Netz – Koné (90.+1 Fraulo), Kramer – Hofmann (90.+1 Herrmann), Neuhaus (72. Stindl), Plea (72. Wolf) – Thuram (90.+1 Telalovic)

Weiter im Kader: Dimmer (ETW), Friedrich, Lainer, Ngoumou

Tore: 1:0 Werner (57.), 2:0 Forsberg (71., Foulelfmeter), 3:0 Gvardiol (80.)

Gelbe Karten: Raum / 

Bes. Vorkommnis: Plea scheitert mit Foulelfmeter an Blaswich (53.)

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauer: 46.687 (Red Bull Arena)

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