»Das Derby steht für sich und ist das wichtigste Spiel des Jahres«

Lars Stindl ist fit für das Derby. Foto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach will im rheinischen Derby beim 1. FC Köln die drei Punkte mitnehmen. Damit das gelingt, muss auf jeden Fall von der ersten bis zu letzten Sekunde alles in die Waagschale geworfen werden und volle Konzentration ist von Nöten. Daniel Farke hat für das Spiel in der Domstadt fast alle Mann an Bord. Unser Vorbericht, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Keine Frage, für die Anhänger von Borussia Mönchengladbach sind die Derbys gegen Köln in der Saison die Spiele der Spiele. Da lautet das Motto: Verlieren verboten! Denn gewinnt man die, kann man einiges gut machen. Einiges gut zu machen haben vor allem auch die Borussen, die zuletzt am 21. Spieltag gegen den FC Bayern drei Punkte holten. Vor der Länderspielpause gab es ein 2:2 gegen Weder Bremen, ein 0:3 gegen RB Leipzig, davor ein 0:0 gegen Freiburg und ein 0:4 in Mainz. Sowieso verloren die Fohlen in der Bundesliga sechs ihrer letzten sieben Auswärtsspiele.

Auf der andern Seite liest sich die jüngste Statistik der Truppe von Trainer Steffen Baumgart kaum besser. Der FC ist seit vier Bundesliga-Spielen ohne Sieg und hat dabei die letzten beiden Heimspiele jeweils mit 0:2 verloren (gegen Wolfsburg und Bochum).

»„Wir oder Die?”«

All das zählt im Derby aber nicht, weiß auch Daniel Farke. »Wenn ein Derby ansteht, spielt die Formkurve oder Tabelle keine große Rolle. Das Derby steht für sich und ist für die Fanseelen beider Klubs das wichtigste Spiel des Jahres«, so Borussias Trainer auf der Pressekonferenz am Freitag. »Durch die zurückliegenden Spiele, in denen Köln nicht so gepunktet hat wie gewünscht und noch nicht im absolut sicheren Bereich steht, entsteht dennoch vielleicht etwas mehr Brisanz.«

»Ich erwarte einen hochmotivierten Gegner, der versuchen wird, die Punkte im eigenen Stadion zu behalten. Für uns hat das Spiel allerhöchste Wertigkeit, in solch emotionalen Spielen geht es immer um die Frage „Wir oder Die?”. Das sind die tollen Fußballspiele, auf die wir hinfiebern«, freut sich auch Farke auf das Derby.

»Fragezeichen hinter Koné, Stindl ist fit und steht bereit«

Personell kann der 46-Jährige fast aus dem Vollen schöpfen. In jedem Fall nicht mit von der Partie sind die Langzeitverletzten Tony Jantschke und Julian Weigl. Ein Fragezeichen steht unterdessen noch hinter Manu Koné. Den Franzosen plagen leichte Wadenprobleme. »Das Abschlusstraining am Samstag wird zeigen, ob er am Sonntag zur Verfügung steht«, gab Farke zu Protokoll.

Auf jeden Fall mitwirken kann Lars Stindl. Borussias Kapitän hatte sich ein Bremen eine Prellung zugezogen und musste in der Länderspielpause zunächst kürzer treten. Pünktlich zum Derby gab der 34-Jährige jedoch grünes Licht. »Lars ist fit und steht bereit. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn er in der vergangenen Woche mittrainiert hätte. Er ist aber erfahren genug und kennt seinen Körper sehr gut. Seit Dienstag ist er wieder voll im Training und einem Einsatz steht nichts im Wege«, überbrachte Farke die positive Nachricht. »In diesem brisanten Spiel ist es sehr wertvoll, ihn als Kapitän und Führungsspieler zur Verfügung zu haben.«

Ob das Spiel in Köln das letzte Derby für Stindl sein wird, seht noch nicht fest. Die Tendenz geht aber wohl Richtung Abschied und dann zu einem Wechsel zum Karlsruher SC. Zumal die Entscheidung weiter auf sich warten lässt. »Sowohl in Bezug auf Lars Stindl als auch auf die anderen Spieler gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen. Aber natürlich haben wir vereinbart, recht zeitnah eine Entscheidung herbeizuführen«, sagte Roland Virkus am Freitag. Nachvollziehbar. Denn schließlich muss auch Borussia Sportdirektor wissen, woran er beim Kapitän ist.

Wohl keine Rotation in der Abwehr 

Marvin Friedrich kennt seine Rolle derzeit hingegen schon, mit dieser dürfte er allerdings alles andere als zufrieden sein. Der 27-Jährige wartet seit acht Bundesligaspielen auf einen Einsatz und schmort seit Wochen auf der Tag. Und das obwohl die Innenverteidigung, vor allem Nico Elvedi, teilweise alles andere als souverän agierte. »Marvin ist immer eine gute Option für uns. Er trainiert gut und ich habe eine hohe Wertschätzung für ihn. Ich glaube trotzdem, dass die Nationalspieler wie Ko Itakura oder Nico Elvedi es gewohnt sind, alle paar Tage auf diesem Niveau zu spielen. Dadurch dass wir nicht in Europa vertreten sind und wenige Englische Wochen haben, sollte ein Einsatz am Sonntag auch für sie von der Kraft her kein Problem sein«, merkte Farke an. Borussias Trainer ist ohnehin kein großer Fan der Rotation, das erlebt Friedrich in diesen Tagen leider selbst. 

Florian Neuhaus hingegen spielt sich nach seiner Kreuzband-Verletzung immer mehr in die Mannschaft, schoss gegen Bremen zudem das zwischenzeitlich 2:1. »Es ist gut, dass er nun wieder zu alter Stärke gefunden hat. Um sich für noch höhere Aufgaben zu empfehlen, ist es die Basis, Woche für Woche im Verein gute Leistungen zu bringen. Er ist auf dem richtigen Weg, dies wieder mit Konstanz abzurufen«, sagte Farke. Gut möglich, dass der 26-Jährige im Derby am Sonntag seinen dritten Startelf-Einsatz in Folge feiert. 

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