Stindl spricht nach schwachen Derby von »eigenem Unvermögen«

Lars Stindl spielte möglicherweise sein letztes Derby. Foto: Dirk Päffgen

Borussia bot im Derby am Sonntagnachmittag eine magere Vorstellung. Der Mannschaft von Daniel Farke fehlte es vor allem an der grundsätzlichen Einstellung, die ein solches Spiel nunmal erfordert. Demnach waren auch die Verantwortlichen nach der Partie nicht zufrieden. Unser Nachbericht mit den Reaktionen, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

»Das war kein Filetstück von Fußball«, merkte Farke nach der Nullnummer zwischen Köln und Borussia Mönchengladbach richtig an. Allerdings hatte auch der 46-Jährige seinen maßgeblichen Anteil daran, dass das 96. rheinische Derby alles andere als ein Leckerbissen war. Borussias Trainer schickte sein Team ohne klar erkennbaren Matchplan auf den schwer zu bespielenden Rasen in Müngersdorf. Von der ersten Minute an agierte die Fohlenelf ohne Struktur, ohne Willen und vor allem relativ lustlos. Die Spieler in schwarz nahmen das Geschehen auf dem Feld gleichgültig hin, alles in allem war das ein unwürdiger Auftritt für solch ein bedeutsames Spiel. 

Nichtgegebener Elfmeter als einziger Aufreger des Spiels 

»Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Fehlpässe gespielt und hatten zu viele leichte Ballverluste. Dadurch haben wir das Selbstvertrauen verloren und mussten uns zurück ins Spiel kämpfen«, sagte Farke. Den einzigen Aufregen der Partie gab es bereits in der 15. Minute, als das Schiedsrichtergespann um den umstrittenen Felix Zwayer ein klares Foul im Strafraum an Florian Neuhaus nicht erkannte. »Es ist natürlich ärgerlich, dass wir in der 15. Spielminute einen berechtigten Elfmeter nicht bekommen haben. Das Standbein von Florian Neuhaus wurde klar getroffen. Wenn du die Chance hast, durch einen Elfmeter in Führung zu gehen, dann wird es vielleicht ein ganz anderes Spiel«, sagte Farke. Er weiß aber auch, dass das »Dinge sind, die wir nicht beeinflussen können«. Beeinflussen hätte der Coach sicherlich die Leistung seiner Mannschaft und mal einen Derby-Experten wie Patrick Herrmann aufs Feld schicken können. Farke verpasste die Gelegenheit und brachte zum wiederholten Male keine Impulse von Außen. 

Der gefoulte Neuhaus haderte ebenfalls mit der Elfmeter-Situation: »Ich glaube, zur Elfmeterszene in der ersten Hälfte gibt es keine zwei Meinungen – es war ein klares Foul. Ich hoffe, das sieht jeder so. Ich wollte den Ball mit rechts annehmen und mit links abschließen, doch der Kölner hat mich getroffen, sodass ich den Ball nicht kontrollieren konnte. Allerdings hat der Kontakt für den Schiedsrichter nicht für einen Pfiff gereicht – so hat er es mir gesagt.«

Für Lars Stindl war es vielleicht das letzte Aufeinandertreffen mit den Domstädtern, denn in diesen Tagen führt die Spur wieder in die Heimat nach Karlsruhe. Eine Vertragsverlängerung des ‚Capitanos‘ gilt als nicht sicher, nach dem Spiel betonte er jedoch, dass eine Entscheidung zeitnah fallen soll. »In der ersten Halbzeit waren wir nicht so gut in unserem eigenen Spiel und hatten viele technische Fehler drin. Durch unser eigenes Unvermögen hat der FC dadurch die Partie etwas auf seine Seite gezogen und sich auch die eine oder andere Chance erarbeitet. Insgesamt haben wir aber ganz gut verteidigt, im Spiel nach vorne waren wir aber zu unsauber, um überhaupt mal gefährlich zu werden«, merkte der 34-Jährige an. 

Jonas Omlin als Torwart mit den meisten Ballaktionen 

Zwar zeigte sich Borussia nach der Pause leicht verbessert, aber auch das war gegen einen genauso harmlosen Gegner noch zu wenig. »Nach der Pause sind wir gut aus der Kabine gekommen und hatten auch gleich zwei gute Gelegenheiten. Danach hat uns aber die Klarheit gefehlt. Die Grundtugenden haben wir heute auf den Platz bekommen, aber mehr auch nicht. Daher müssen wir am Ende mit dem Punkt leben«, resümierte Stindl. Sinnbildlich für den Auftritt von Borussia ist der Fakt, dass mit Jonas Omlin der Fohlen-Torwart die meisten Ballaktionen (96) auf dem Feld vorweisen konnte. Ein Indiz dafür, wie harmlos die Borussen im Spiel nach vorne agierten. 

Am Ende stand ein wenig unterhaltsames Derby bei dem beide Teams einen Punkt mitnehmen, der allerdings weder Köln, noch den Mönchengladbachern weiterhilft. »Mit zunehmender Spieldauer hatten dann beide Mannschaft Angst, das Spiel noch zu verlieren. Deshalb geht das 0:0 unter dem Strich in Ordnung. Wer damit besser leben kann, ist eine gute Frage. Auswärts zu Null zu spielen ist aber grundsätzlich immer positiv zu bewerten«, merkte Roland Virkus an. 

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