Bringen die Fohlen gegen die Wölfe Feuer auf den Platz? Koné fehlt, Hofmann vielleicht auch

Jonas Hofmann fehlt eventuell gegen Wolfsburg. Foto: Dirk Päffgen.

Für Borussia Mönchengladbach geht es am Ostersonntag darum, endlich mal wieder einen Dreier einzufahren. Zuletzt war das gegen Bayern München der Fall. Damit es gegen den VfL Wolfsburg klappt, ist aber eine deutliche Leistungssteigerung notwenig. Daniel Farke muss auf jeden Fall auf den gesperrten Manu Koné und vielleicht auf Jonas Hofmann verzichten.

Gewiss, das rheinische Derby in der Vorwoche hat keinen vom Hocker gerissen. Im Gegenteil. Und wenn man auf die Borussen schaut, dann fehlte da vor allem auch diese ‚Geilheit‘ den Rivalen in die Schranken zu weisen. Das war einfach blutleer. Thematisiert wurde das hinterher eher weniger. Vielmehr zeigte man sich zufrieden mit dem Remis und hob hervor, dass man auswärts zu Null gespielt hat. Na dann…

»Die Situation war meiner Meinung nach absolut im Rahmen«

Dafür ‚krachte‘ es dann untrer der Woche im Training. Jonas Omlin war offenbar nicht zufrieden mit der Trainingsleistung von Marcus Thuram und machte seinem Frust darüber hinterher auch dann deutlich Luft. Borussias neue Nummer eins wurde dafür hinterher gefeiert. Weil er eben mal Dampf abließ und weiß, worauf es ankommt. Vollgas und volle Konzentration in allen Bereichen und zu jeder Zeit. Genau das, was den Borussen im Kollektiv in den letzten Wochen und die ganze Spielzeit über fehlt.

Ein Trio muss zulegen

Daniel Farke wollte das am Karfreitag auf der Pressekonferenz nicht allzu hochhängen. »Ich mag es als Trainer ganz gerne, wenn auf dem Trainingsplatz Feuer aufkommt, solange das alles im Rahmen ist und respektvoll abläuft. Es zeigt, dass in der Mannschaft Leben drin ist und dass die Jungs motiviert sind«, sagte Farke und hob hervor: »Noch lieber habe ich es, wenn dieses Feuer nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch in Pflichtspielen vorhanden ist. Die Situation zwischen Jonas und Tikus war meiner Meinung nach absolut im Rahmen.«

Genau dieses Feuer und auch Leidenschaft fehlten eben im Derby und müssen jetzt in den letzen Pflichtspielen an den Tag gelegt werden. Ob in diesen Manuel Friedrich und Hannes Wolf zum Einsatz kommen, bleibt abzuwarten. Zwar ist Farke, wie er unterstrich, »von beiden sehr überzeugt und arbeitet gerne mit ihnen zusammen«, so ist er dennoch kein Freund von Rotation. Vielleicht ist es aber auch so, dass sie sich zur Zeit nicht wirklich aufdrängen, damit ein Nico Elvedi mal eine Pause erhält. »Beide haben auf ihren Positionen einen großen Konkurrenzkampf und wissen, dass sie abliefern müssen«, so Farke.

Ähnliches tritt wohl auf Alassane Plea zu. Der Franzose spielte zuletzt gegen Freiburg über die volle Distanz. »Lasso hat immer alle Chancen zu spielen und hat in dieser Saison auch schon viele Spiele für uns gemacht. Er weiß genau, was wir von ihm erwarten und dass er momentan etwas zulegen muss, um auch wirklich jede Spielsekunde auf dem Platz zu stehen. Am Sonntag hat er wieder alle Chancen, involviert zu sein«, sagte Farke.

Wer ersetzt Koné im Mittelfeld? Fragezeichen hinter Hofmann

Vielleicht hat Friedrich ja gegen Wolfsburg die Chance, sich zu beweisen und abzuliefern, denn Farke muss auf jeden Fall auf den gelbgesperrten Manu Koné verzichten. Eine Möglichkeit wäre, Itakura auf die ‚Sechs‘ zu stellen, Friedrich könnte reinrücken. Julian Weigl, der nach seiner überstandenen Verletzung wieder im Kader stehen könnte wird es aber nicht. »Wir warten noch ab, wie die nächsten 48 Stunden verlaufen, es könnte aber sein, dass er es in den Kader schafft. Julian Weigl war lange raus, er ist ganz bestimmt kein Thema für 90 Minuten«, legte sich Farke fest.

Ganz im Gegenteil zu seinen Gedankenspielen in Bezug auf die Koné-Vertretung. »Wir werden dennoch eine gute Möglichkeit haben, diesen Ausfall aufzufangen, die entsprechende Idee ist schon ins uns gereift, werde ich vor dem Spiel aber nicht bekanntgeben«, hielt sich Borussias Trainer bedeckt. Noch ein Fragezeichen steht unterdessen hinter Jonas Hofmann. Der Nationalspieler, so gab Farke bekannt, fehlte die ganze Woche aus privaten Gründen.

Wer am Ostersonntag auf dem Platz steht, ist eigentlich relativ egal. Diesmal muss der Rasen brennen und es muss ersichtlich sein, dass die Mannschaft alles dafür tut, um die drei Punkte im Borussia-Park zu behalten. Es wird auch Kreativität gefragt sein, denn die Kovac-Truppe kassierte in den letzten drei Auswärtsspielen kein Gegentor

»Unter Niko Kovac ist bei Wolfsburg eine klare Idee und eine klare Handschrift zu erkennen. Das Team bringt viel Talent und eine hohe Offensivqualität mit, weiß Farke und gibt die Marschrichtung vor: Wir brauchen eine richtig gute Leistung, um gegen sie zu punkten. Wir freuen uns auf das Spiel.«

»Es ist wichtig, dass wir flexibel sind. Wir haben zum Bespiel in den vergangenen Partien häufig im Spiel auf Dreierkette umgestellt – vor allem im Ballbesitz.In unseren Prinzipien sind wir klar und strikt, aber in der Grundformation sind wir nicht festgelegt«, sagte Farke am Karfreitag. Klingt in der Theorie gut und nach einem Plan – der in der Praxis aber auch nachhaltig umgesetzt werden muss…

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