Dezimierte U19 holt bei Champions Trophy einen ordentlichen vierten Platz

Borussias U19 wurde 4. in Düsseldorf. Foto: Alexander Plum

Mit der Titelverteidigung wurde es leider nichts für die U19 von Borussia Mönchengladbach bei der 59. Auflage der U19 Champions Trophy in Düsseldorf. Im Halbfinale unterlag die arg dezimierte Truppe von Alexander Ende nach großem Kampf erst im Elfmeterschießen RB Salzburg, ebenso hatte man im Elfmeterschießen im Spiel um Platz drei gegen Royal Charleroi das Nachsehen. Unter dem Strich konnte und durfte man bei den Borussen mit dem Turnier-Auftritt durchaus zufrieden sein.

Alexander Ende hatte es nicht leicht in den Tagen von Düsseldorf. Musste er doch zahlreiche Ausfälle verkraften und dann gerade mal einen ‚Rumpfkader‘ von 14 Spielern zur Verfügung. Im wahrsten Sinne stellte sich seine Mannschaft von selbst auf, denn Alternativen gab es kaum, um nicht zu sagen gar keine.

Alleine die Tatsache, dass Ende das gesamte Turnier über ohne einen gelernten Mittelstürmer auskommen musste, ist symbolisch für die Ostertage in Düsseldorf. Dennoch warfen die Jungfohlen alles rein, zeigten, um Daniel Farke beim Wort zu nehmen, Resilienz und machten es ihren Gegner so schwer wie möglich. Das gelang auch, weil in dieser U19 eben auch Qualität und Willen stecken.

RB zu stark für müde Borussen

Nicht zuletzt im Spiel gegen die Nachwuchs von RB Salzburg, gegen den es am Montag um den Einzug ins Endspiel ging. Auch da warfen die Borussen alles in die Waagschale und „quetschten“ vor allem noch mal die letzten Reserven aus ihrem ‚Tank’ heraus. Marcell Berki hatte die überlegenen Österreicher in der 20. Minute in Front gebracht, Tony Reitz rettete die Borussen kurz vor Ende ins Elfmeterschießen. Dass es überhaupt so weit kam, lag auch an Torhüter Tiago Pereira, der seine Mannschaft mit herausragenden Reflexen im Spiel hielt. Auch im Elfmeterschießen hielt Pereira einen Elfmeter, am Ende hatte dann aber RB das Glück auf einer Seite.

»Wir haben schon zu genüge darüber gesprochen, dass die Personaldecke dünn ist. Wir haben die einfachsten Kombinationen einfach nicht mehr auf die Platte bekommen. Wenn wir diese Aktivität nicht haben, dann sieht unser Spiel leider nicht gut aus. Wir haben es dem Gegner sehr einfach gemacht, weil wir zu fehlerhaft und total am Anschlag waren«, sagte Ende. »Trotzdem ein großes Kompliment an meine Jungs, die dann in den letzten Minuten nochmal über Willen und Mentalität den Ausgleich erzwungen haben. Im Elfmeterschießen gehörte dann auch Glück dazu. Aber es gibt keine zwei Meinungen darüber, dass Salzburg der verdiente Sieger ist.«

Auch zweite Elfmeterschießen verlieren die Fohlen

So ging es dann im Spiel um Platz drei gegen Royal Charleroi. Die Belgier hatten die Borussen schon in der Gruppenphase, wenn auch knapp, bezwingen können. Ich weiß gar nicht, wie wir das letzte Spiel personell noch bestreiten können, so Ende vor der Partie. Doch es fand sich eine Mannschaft, die den Belgiern abermals Paroli bot und sich erneut den Sieg holte. Selim Turping hatte die Fohlen quasi mit dem ersten Angriff in Führung geschossen, Néo Vermeire glich aus. Dass dieser passieren konnte, lang dann an einer Umkonzentriert der Fohlen kurz vor Schluss der Partie. So ging es abermals ins Elfmeterschießen. Auch hier hatte die U19 dann das Nachehen, am Ende hieß es 5:4 für die Belgier.

Unter dem Strich ist die Mission Titelverteidigung in Düsseldorf zwar missglückt, doch kann die Mannschaft in Anbetracht der zu genüge angesprochen misslichen Personalsituation zufrieden sein.

Am kommenden Sonntag, 16. April 2023, geht es dann in der Sonderrunde mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen weiter. »Wenn wir frisch sind und dort unsere besten Jungs auf den Platz bringen können, dann snd wir eine richtig gute Truppe, die in der Lage ist, jedem Gegner wehzutun. Das haben wir in der Meisterschaft gegen die absoluten Top-Teams gezeigt«, blickte Ende auf die Sonderrunde voraus. »Ich bin guter Dinge, dass wir in dieser Saison noch gute Spiele haben werden.« Shio Fukuda, so Ende, dürfte dann seinen grippalen Infekt überwunden haben und wieder mit von der Partie sein. Was ganz wichtig ist für die Nachwuchsfohlen.

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