1:1! Borussia nimmt Dank Omlin einen Punkt aus Frankfurt mit

Jonas Hofmann und Marcus Thuram sorgten für den Treffer in Frankfurt. Foto: picture alliance / Hasan Bratic | Hasan Bratic

Borussia Mönchengladbach hat in Frankfurt einen durchaus möglichen Sieg auf der Strecke gelassen. Bis sieben Minuten vor Schluss führten die Fohlen durch den Treffer von Marcus Thuram, ehe Kolo Muani für die Eintracht zum 1:1-Ausgleich traf. Und der war hochverdient, weil sie drückten und die Borussen förmlich um den Ausgleich gebettelt hatten. Unter dem Strich war es ein glücklicher Punkt.

Daniel Farke hatte in Frankfurt seit langem mal wieder die Qual der Wahl. Lediglich Yvandro Borges Sanches (Sprunggelenksverletzung) musste passen. Dafür standen Julian Weigl nach überstandener Verletzung und Manu Koné, der seine Gelbsperre abgesessen hatte, wieder zur Verfügung. Im Vergleich zum Heimsieg gegen Wolfsburg gab es die Änderungen: Weigl, Koné und Hofmann bekamen den Vorzug vor Christoph Kramer, Nathan Ngoumou und Lars Stindl, für den Hofmann die Kapitänsbinde übernahm.

SGE mit Schwung, Neubaus mit dem ersten Abschluss für den VfL 

Vor ausverkauftem Haus nahm die SGE gleich das Heft in die Hand und suchte den Weg nach vorne. Eine Flanke landete dann aber in den Armen von Omlin (3.). Auf der anderen Seite die in Grün spielenden Fohlen, die ruhig aufbauten und die Kugel laufen ließen. Dann wieder die Eintracht mit einem schnellen Konter über die Kette hinweg, doch Scally hatte den Fuß dazwischen und klärte zur Ecke, die nichts einbrachte (5.). Der SGE gehörte die Anfangsphase. Vor allem über die Scally-Seite tankten sich die Adlerträger nach vorne. Den ersten Warnschuss für die Borussen gab dann Neuhaus ab. Nach einem ordentlichen Angriff setzte der Mittelfeldmann die Kugel in Rücklage über das Gehäuse (9.).

Thuram nicht zu stoppen, Hofmann schiebt ein

Und dann nutzten die Borussen ihre Möglichkeit und brachten sich in Front. Neuhaus eroberte sich die Kugel und spielte nach links zu Thuram. Der Franzose schaltete den Turbo ein und wart nicht zu stoppen. Dann hatte er das Auge für Hofmann in der Mitte, der nur noch den Fuß hinhalten musste und zum 1:0 einschob (13.). Ein Treffer, der keineswegs in der Luft lag, aber sie haben eben ihre Möglichkeit genutzt. Auf der anderen Seite merkte man der Eintracht an, dass ihnen das frühe Gegentor wehgetan hat. Zehn Minuten später fischte Omlin den Schuss von Sow aus dem rechten Winkel (23.).

Mehr hatte die SGE dann in der Folgezeit nicht zu bieten. Es zwar immer mal Annäherungsversuche, aber die verpufften dann in letzter Instanz wieder. Auf der anderen Seite lauerten die Borussen wie beim 1:0 auf Umschaltmomente. Die Fohlenelf stand defensiv im Verbund kompakt und passte auf, nach vorne hätte es aber noch ein wenig mehr gehen können. Da aber auch die Eintracht hinten keine Räume anbot, gab es keine Torchancen zu notieren.

In der Nachspielzeit dann aber zweimal die Eintracht! Erst hatte Omlin keine Probleme gegen den Schuss von Kolo Muani, ehe Rode knapp vorbeischoss. So ging es mit einer knappen, aber nicht unverdienten Führung für die Borussen in die Kabine. Die Eintracht war nach vorne hin zu ungefährlich, die Borussen ließen nichts zu, zeigten sich effektiv und nutzten eine ihrer beiden Möglichkeiten.

Von der Eintracht kommt weiter zu wenig, Borussia lauert

Zum zweiten Durchgang kämen beide Teams unverändert aufs Feld. Wie auch zu Beginn nahm die Eintracht das Heft in die Hand, die Borussen machen hinten dicht und lauerten konsentiert auf Konter. So wie in Minute 53, als Hofmann frei in die Tiefe startete und dann Neuhaus schickte. Lenz hatte dann im Strafraum gerade noch die Grätsche rausgeholt und den Ball geklärt. Ein starker Angriff, der ein Tor verdient gehabt hätte.

Omlin erneut zweimal stark

Nach einer Stunde hätte es dann beinah hinter Omlin geklingelt, aber Bensebaini hatte Glück, dass er die Kugel aufs Gehäuse abfälschte (61.). Vier Minuten später lenkte Omlin die Kugel mit einem klasse Reflex über die Torlatte – Kolo Muani hatte geschoren (65.). Mittlerweile war die Eintracht wieder am Drücker, die Führung für die Borussen wackelte. Die Borussen hatten hinten allerhand zu tun und hatten Mühe, sich zu befreien. Entlastung Fehlanzeige. Farke brachte für die Schlussviertelstunde Stindl. Dann Omlin erneut mit einer herausragenden Rettungstat, als er sich in den Pfostenabpraller von Dina Ebimba warf (75.).

Es kam, wie es kommen musste…

In der Schlussphase versuchte die Eintracht nochmal alles, um noch zum Ausgleich zu kommen und ließ der Fohlenelf kaum Luft zum Atmen. Und der genau dann auch – weil die Borussen förmlich darum bettelten. Lenz schickte Alidou links neben den Strafraum. Dessen Flanke landete bei Kolo Muani, der sich sträflich alleine gelassen die Kugel zurechtlegte und zum 1:1 in die Maschen vollendete (83.). Ein hochverdienter Ausgleich, weil die Eintracht drücke, die Borussen taten nichts mehr für die Offensive. Dabei blieb es. Am Ende mussten sich die Borussen mit dem Punkt zufrieden geben. Und dass der Punkt glücklich war und auch nur zustande kam, weil Omlin herausragende Reflexe zeigte, muss dazu gesagt werden.

Die Kurzstatistik zum Spiel: 

Eintracht Frankfurt: Trapp – Jokic (17. Knauff, 77. Alidou)), Hasebe, Tuta – Lenz, Sow, Rode (55. Dina Ebimbe), Buta – Kamada (76. Alario), Borré (55. Aaronson) – Kolo Muani

Weiter im Kader: Ramaj (ETW), Chandler, Gebuhr, Wenig

Borussia Mönchengladbach: Omlin – Scally, Itakura, Elvedi, Bensebaini (90.+1 Netz)- Weigl, Koné – Hofmann (90.+2 Friedrich), Neuhaus (74. Stindl), Plea (64. Ngoumou) – Thuram

Weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Lainer, Kramer, Wolf, Herrmann

Tore: 0:1 Hofmann (13.), 1:1 Kolo Muani (83.)

Gelbe Karten: Kamada / Stindl, Koné

Bes. Vorkommnis: Keine

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 51.500 (Deutsche Bank Park)

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