Baustelle Borussia: Wie sieht der Kader für die neue Saison aus? 

Roland Virkus ist längst mit der Kaderplanung für die neue Spielzeit beschäftigt. Foto: Dirk Päffgen

Borussia steht im Sommer ein großer Umbruch bevor. Mit Ramy Bensebaini, Marcus Thuram und vor allem Lars Stindl verlassen drei Leistungsträger den Verein ablösefrei. Hinzu kommt: Im Sommer 2024 enden acht weitere Arbeitspapiere. In unserer aktuellen Baustelle, präsentiert von der Schotes Firmengruppe, blicken wir auf die Umstrukturierung des Kaders. 

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung von Borussia Mönchengladbach, die am Montagabend vor über 1.000 Besuchern im Borussia-Park stattfand, ließ sich Roland Virkus nicht zu einer Trainer-Diskussion hinreißen und stellte sich demonstrativ vor Daniel Farke. Klar ist: Die Fohlen befinden sich in einem laufenden Prozess und Farke hat eine faire Chance verdient, in der kommenden Transferperiode seinen Wunschkader zusammenzustellen. 

»Wir waren von der ersten Minute überzeugt, dass Daniel Farke der richtige Trainer für Borussia Mönchengladbach ist. Daniel möchte mit uns etwas entwickeln. Es war erforderlich, dass wir für den Kaderumbruch Spieler wie Breel Embolo oder Denis Zakaria verkauft haben«“, stellte Virkus klar. Borussias Sportdirektor weiß allerdings auch, dass der Mannschaft mit dem Abgang der beiden Schweizer einiges an Qualität verloren gegangen ist: »Mit Embolo und Zakaria haben wir innerhalb der Mannschaft auch Skills wie Schnelligkeit und Wucht verloren, diese müssen wir dem Kader wieder hinzufügen.«

Julian Weigl soll zentrale Rolle einnehmen 

Mit dem Abschied von Bensebaini, Thuram und Stindl nach der aktuellen Spielzeit verliert die Fohlenelf wieder viel Qualität. Mit dem ‚Capitano‘ verlässt ein wichtiger Führungsspieler den Verein. »Mit Lars haben wir lange gesprochen und konnten ihn nicht dazu bewegen, uns weiterhin zu begleiten. Die Entscheidung von Lars ist keine gegen Borussia, sondern eine Entscheidung für seine Lebensplanung mit der Familie. Teil des Borussias-Weges ist es, immer wieder Spieler abgeben zu müssen«, sagte Virkus. 

Eine neue, zentrale Rolle könnte Julian Weigl einnehmen: Der 27-Jährige spielt derzeit noch Leihweise am linken Niederrhein, doch Virkus möchte den Nationalspieler langfristig binden. »Wir sind derzeit in Gesprächen mit Benfica Lissabon. Wir sind davon überzeugt, dass Julian in Zukunft eine wichtige Führungsperson sein kann«, erklärte Virkus. Weigl soll bestmöglich Teil einer neuen Führungsriege sein: »Wir wollen innerhalb des Teams eine neue Führungsstruktur um Spieler wie Omlin, Hofmann, Neuhaus, Kramer und eventuell, dafür werden wir alles tun, Weigl aufbauen.«

Acht auslaufende Verträge 2024 

Dazu haben die Fohlen mit acht auslaufenden Arbeitspapieren im Sommer 2024 noch eine weitere Großbaustelle vor der Türe: Florian Neuhaus, Nico Elvedi, Patrick Herrmann, Stefan Lainer, Hannes Wolf, Mamadou Doucouré, Conor Noß und Rocco Reitz könnten den Klub nächstes Jahr ablösefrei verlassen. Virkus ist bestrebt, diese Situation zu vermeiden und Einnahmen zu generieren, sofern ein Spieler Borussia verlassen möchte. »Wir haben auslaufende Verträge und es gilt, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen. Außerdem wollen wir unsere Weiterentwicklung gestalten und die Qualität aufrechterhalten«, stellte Virkus klar. Gleichzeitig betonte der 56-Jährige nochmals, dass »wir uns auf einem Weg befinden und dieser sicherlich nicht leicht ist. Wichtig ist, dass wir im Umfeld aber auch Unterstützung erfahren.«

Dabei wollen die Fohlen auch wieder den Fokus auf eigene sowie externe Talente legen. Möglicherweise auch, weil derzeit die finanziellen Mittel nicht vorhanden sind. »Ein Umbruch geht nicht auf Knopfdruck. Es gehört zur DNA unseres Vereins, dass wir den Fokus auf Talente legen. Wir wollen die Mannschaft wieder ausgewogener strukturieren. Borussia strahlt immer noch eine große Attraktivität aus und ist eine gute Adresse im deutschen Fußball«, sagte Virkus. 

Burnley hat Kaufoption bei Beyer 

Geld in die Kassen könnte Jordan Beyer spülen: Derzeit blüht der 22-Jährige beim englischen Zweitligisten FC Burnley völlig auf und machte jüngst den Aufstieg in die Premiere League klar. Doch bei ihm haben die Fohlen nicht das Heft des Handelns in der Hand. Virkus: »Burnley wollte eine Möglichkeit der Verpflichtung. Es gibt eine Kaufoption in Höhe von 15 Millionen Euro für diesen Spieler. Entweder freuen wir uns, dass ein starker Spieler zurückkehrt oder wir erhalten eine gute Ablösesumme zur Umgestaltung des Kaders. Das gehört auch zum Borussia-Weg. Wir sind stolz, dass wir einen Spieler aus der eigenen Akademie entwickeln können der uns hilft, den Kader umzustrukturieren.«

Auf der Mitgliederversammlung äußerte sich Virkus auch bereits zur Zielsetzung für die neue Saison: »Wir wollen eine stabile Saison spielen und das nicht nur im Hinblick auf den Tabellenplatz, sondern auch in Bezug auf die Leistungen in den Spielen. Der Weg definiert das Ziel. Es wird immer Rückschläge geben, aber es geht um die Entwicklung.« Virkus und Farke haben im kommenden Sommer eine faire Chance für die Umstrukturierung des Kaders verdient.  

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