0:1! Borussia enttäuscht und unterliegt Union Berlin

Es war eine umkämpfte Partie zwischen den Fohlen und Union, am Ende gewann Union verdient. Foto: Dirk Päffgen.

Mit 0:1 unterlag Borussia Mönchengladbach am Sonntagabend dem 1. FC Union Berlin und kann durch die erste Heim-Niederlage nach fünf Bundesliga-Spielen nun endgültig alle Hoffnungen auf Platz sieben begraben. Sheraldo Becker sorgte mit seinem Tor des Tages nach einer Stunde für den verdienten Sieg der ‚Eisernen‘. Auf der anderen Seite enttäuschten die Borussen wieder einmal offensiv. 

Daniel Farke hatte auch gegen die ‚Eisernen‘ fast alle Mann an Bord. Lediglich Yvandro Borges Sanches (Sprunggelenksverletzung), Tobias Sippel (Cut an der Stirn) und Christoph Kramer (krank) mussten passen. Im Vergleich zum Remis in Frankfurt gab es lediglich eine Änderung: Lars Stindl spielte für Alassane Plea. Der Franzose saß nach einem Infekt zunächst auf der Bank.

Wenig Höhepunkte im ersten Durchgang, Omlin reagiert stark

Nach dem sich der Phyro-Nebel einigermaßen verzogen hatte, gaben die Gäste aus der Bundeshauptstadt den ersten Warnschuss ab. Khedira versuchte es aus der zweiten Reihe, setzte seinen Schuss aber deutlich in den Abendhimmel (5.). Fünf Minuten später machte sich Thuram auf die Reise, wurde dann aber in der Gefahrenzone von Diogo Leite gestoppt (10.).

Ansonsten hatte die Anfangsviertelstunde nicht allzu viel zu bieten. Beide Teams agierten nach dem Motto ‚safety first‘ und lauerten auf Fehler. Koné probierte es dann mal aus der Distanz, für Keeper Rønnow war das aber kein Problem (16.). Wenige  Minuten später traf Khedira lediglich das Außennetz (22.). Sechs Minuten später packte Omlin einen seiner herausragenden Reflexe raus und klärte den von Itakura abgefälschten Schuss von Becker (28.). Dann tankte sich Thuram in den Strafraum, fädelt gegen Laidouni ein und holt so einen Freistoß aus vielversprechender Position raus. Laidouni sieht Gelb (33.). Zwar schloss sich noch der VAR ein, ein Strafstoß war das aber nicht. Der anschließende Freistoß blieb in der Mauer kleben.

Mehr gab es im ersten Durchgang nicht zu bieten, so dass es torlos in die Kabinen ging. Und das, weil bedien Teams Tempo und Überraschungsmomente fehlten – vor allem aber bei den Borussen. Es waren umkämpfte 45 Minuten, die eher zwischen beiden Strafräumen stattfanden. Die beste Chance hatte Union, die Omlin klären konnte. Die Borussen hatten bis auf den Schuss von Koné keine nennenswerten Abschlüsse.

Becker bestraft Borussia

Zum zweiten Durchgang gab es dann keine Wechsel. Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel hatten die Fohlen. Tburam dribbelte sich an die linke Strafraumkante und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Der anschließende Freistoß brachte nichts ein (48.). Eine Minute dann Roussillon, der die Kugel über die Latte drosch (49.).

Die ‚Eisernen‘ hatten wahrscheinlich von der Leipziger Niederlage gehört und schienen sich vorgenommen zu haben, diese auch nutzen zu wollen. Sie nahmen das Heft in die Hand und drängten auf den Führungstreffer. Behrens ließ den zunächst liegen (55.), ehe Becker nach einer Stunde zum 1:0 traf. Und das war viel zu einfach. Die Borussen ließen Berlin walten. Roussillon flankte dann unbedrängt auf Becker, der dann Elvedi stehen ließ und zur Führung vollendete (60.).

Farkes Vierfach-Wechsel sorgen nochmal for Schwung

Und die war sich hochverdient, weil die Borussen überhaupt nichts machten. Auf der Gegenseite wollte Union die endgültige Entscheidung. Unterdes reagierte FArke und nahm gleich vier (!) Wechsel vor. Und diese Wechsel brachten auch gleich mehr Schwung in die Partie, große Tormöglichkeiten gab es aber nicht. Thuram fasste sich mal ein Herz, setzte die Kugel aber nur auf das Tornetz (77.). Sieben Minuten vor Schluss wieder Thuram, doch Rønnow packte zu (84.). Kurze Zeit später musste der Franzose mit Problemen vom Platz, Friedrich kam (87.).

Am Ende blieb es beim knappen Sieg für Union Berlin. Und der Sieg war insofern verdient, weil die Borussen offensiv wieder einmal viel zu wenig auf die ‚Platte‘ brachten. Lediglich nach den vier Wechseln gab es Schwung, der aber nicht in Hochkaräter genutzt werden konnte. Es ist das alte Lied…

Die Kurzstatistik zum Spiel: 

Borussia Mönchengladbach: Omlin – Scally (69. Lainer), Itakura, Elvedi, Bensebaini (69. Netz) – Weigl, Koné – Hofmann, Stindl (69. Plea), Neuhaus (69. Ngoumou) – Thuram (87. Friedrich)

Weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Jantschke, Wolf, Herrmann

1. FC Union Berlin: Rønnow – Doekhi, Knoche, Diogo Leite – Khedira, Juranović, Roussillon (86. Trimmel) – Laidouni (68. Thorsby), Haberer (78. Pantovic) – Behrens (68. Joran), Becker (78. Michel)

Weiter im Kader: Grill (ETW), Baungartl, Gießelmann, Leweling

Tore: 0:1 Becker

Gelbe Karten: Itakura, Neuhaus, Elvedi / Laidouni, Behrens

Bes. Vorkommnis: Keine

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 52.107 (Borussia-Park)

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