Baustelle Borussia: Haben die Fohlen zu viele Torhüter?

Jonas Omlin ist Borussias klare Nummer ein. Foto: Dirk Päffgen

Seit dem Winter ist Jonas Omlin als Nachfolger von Yann Sommer die unumstrittene Nummer eins bei Borussia. Dahinter avancierte Jan Olschowsky zum etatmäßigen Ersatztorwart. Außerdem kehren mit Jonas Kersken und Moritz Nicolas zwei Keeper aus ihrer Leihe zurück. In unserer aktuellen Baustelle Borussia, präsentiert von der Schotes Firmengruppe, blicken wir auf das Luxusproblem auf dieser Position. 

Rund neun Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) überwies Borussia Mönchengladbach im Januar an den HSC Montpellier. Im Gegenzug trat Omlin die Nachfolge und auch die großen Fußstapfen von Sommer an. Bisher muss man sagen, dass die Verantwortlichen bei den Fohlen einen guten Deal eingefädelt haben. Vor allem in den letzten Partien zeigte der Schweizer seine Klasse und bot mehrere starke Paraden. Der 29-Jährige ist die klare Nummer eins und wird es erstmal auch bleiben. Und dahinter? Wartet unter anderem Olschowsky auf seine Einsatzzeit. 

Olschowsky ist die neue Nummer zwei 

Zumindest feierte der 21-Jährige im Auswärtsspiel beim VfL Bochum Anfang November sein Debüt in der Bundesliga. Auch eine Woche später gegen die Namenscousine aus Dortmund durfte der Youngster ran und half mit starken Paraden den 4:2-Erfolg festzumachen. Als Nachfolger von Sommer war der Youngster keine Option, denn Roland Virkus betonte immer wieder, dass man solch einen jungen Spieler auf der Position nicht ‚verheizen‘ möchte. Dennoch setzt der Verein mit ihm voll auf die Zukunft und verlängerte seinen Vertrag kürzlich nochmals bis 2027. Man darf gespannt sein, ob Olschowsky über den Sommer hinaus vielleicht doch den Konkurrenzkampf auf der Torhüter-Position anheizt. 

Bei Sippel hingegen ist die Rollenverteilung klar: Der gebürtige Pfälzer ist ein echtes Borussen-Urgestein und muss mittlerweile als Nummer drei vorlieb nehmen. Doch daraus macht der 35-Jährige in gewohnter Manier keinen Hehl und verlängerte seinen Vertrag sogar nochmals um ein Jahr bis zum Sommer 2024. Im Hintergrund warten allerdings noch zwei Nachwuchsspieler auf ihre Chance. Sofern sie denn kommt. 

Zwei Torhüter kommen aus ihren Leihen zurück 

Vor allem Nicolas dürfte mit seiner Rolle bei den Fohlen mehr als unzufrieden sein. Zwar spielt der 25-Jährige schon seit 2015 am linken Niederrhein, oft gesehen hat man ihm am Borussia-Park in den letzten Jahren allerdings nicht. Seit 2019 wurde er permanent verliehen: Union Berlin, VfL Osnabrück, Viktoria Köln und jetzt Roda Kerkrade. Beim niederländischen Zweitligisten ist Nicolas Stammspieler und sammelt zumindest viel Spielpraxis. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2026. Es gilt allerdings als äußerst unwahrscheinlich, dass sich Nicolas in den nächsten Monaten zum Stammpersonal bei den Fohlen gesellt. Deshalb ist eine erneute Leihe oder sogar ein endgültiger Abschied weitaus realistischer. 

Abgerundet wird das Ensemble bei den Profis von Kersken: In der 3. Liga beim SV Meppen kam er bisher auf zehn Spiele, danach durchkreuzte eine Schulterverletzung all seine Pläne. »Ich mache die Reha aktuell in Mönchengladbach. Das Ziel ist es natürlich, für die nächste Saison wieder fit zu sein. Inwieweit die Schulter das zulässt, werden wir sehen. Ich bin da aber sehr zuversichtlich«, sagte der 22-Jährige zuletzt im Interview mit unserer Redaktion. Für die nächste Saison möchte er »nochmal eine Leihe anstreben. Der Fokus liegt aber erstmal auf der Regeneration«. Langfristig sieht sich der Nachwuchsspieler definitiv am linken Niederrhein:  »Ich möchte langfristig spielen und das im Optimalfall bei Borussia. Deshalb habe ich meinen Vertrag im letzten Jahr auch nochmal um drei Jahre verlängert.«

Da die Fohlen in den nächsten Jahren, zumindest laut Aussagen von Virkus, wieder verstärkt auf den Nachwuchs setzen wollen und aufgrund von finanziellen Engpässen müssen, steht die Zukunft im Tor bereits in den Startlöchern. Daniel Farke hat bei den Torhütern also die Qual der Wahl und es wird interessant zu beobachten, welcher Keeper sich nachhaltig aufdrängen kann.

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