1:2! Borussia verliert in Stuttgart, Itakura sieht Rot

Julian Weigl traf vom Punkt zum Ausgleich, am Ende hieß es 1:2. Foto: picture alliance / DeFodi Images | Harry Langer

Mit 1:2 unterlag Borussia Mönchengladbach beim VfB Stuttgart. Julian Weigl traf vom Punkt zum zwischenzeitlichen Ausgleich, postwendend traf Coulibaly ebenso vom Punkt, Ko Itakura sah die Rote Karte. Es gab Entscheidungen, die mehr als diskutier bar sind, doch insgesamt hatten ich die Borussen die Niederlage selbst zuzuschreiben.

Daniel Farke musste gegen den VfB drei Gewichte Ausfälle verkraften. So standen in Marcus Thuram (Muskelfaserriss), Ramy Bensebaini (Hüftdistorsion) und Manu Koné (Oberschenkelzerrung) gleich drei Stammspieler nicht zur Verfügung. Ansonsten hatte der 47-Jährige alle Mann an Bord und nahm im Vergleich zur Niederlage gegen Union Berlin vier Änderungen vor: Stefan Lainer, Luca Netz, Nathan Ngoumou und Alassane Plea begannen für Joe Scally, Ramy Bensebaini, Manu Koné und Marcus Thuram.

Safety first in der Anfangsphase 

Der VfB machte von Beginn an Druck und lief die Fohlenelf hoch an. Zu Abschlüssen kamen die Schwaben aber in der Anfangsphase nicht, weil die Borussen die Räume eng machten und kein Durchkommen erlaubten. Gleiches galt aber auch für die Fohlen, die sich gegen die ebenso aufmerksamen Gastgeber nicht in Szene setzen konnten.

Beide Teams gingen zunächst kaum Risiko und ließen kaum etwas zu. So gab es auch nach einer Viertelstunde noch keine Schüsse aufs Tor zu verzeichnen. Den gab es dann für den VfB. Karazor fasste sich aus der Distanz ein Herz, setzte die Kugel aber weit über das Tor (16.).

Stuttgart nutzt den ersten Schuss aufs Tor

Sechs Minuten später nutzte der VfB dann seinen zweiten Schuss und lag in Front. Im Anschluss an eine Ecke gab es Einwurf für den VfB. Millot legte zurück auf Anton, dessen Abschluss ein wenig misslingt, doch Guirassy lauerte an der Torlinie und lenkte die Kugel mit der Hacke über die Linie zum 1:0. Der VAR überprüfte noch auf Abseits, doch das lag nicht vor (22.).

Für die Borussen war der Rückstand die Quittung für Passivität und Ideenlosigkeit. So hatte der VfB auch keine Mühe, die Fohlenelf von ihrem Tor wegzuhalten. Das wurde dann zwar etwas besser, doch gefährden konnte die Farke-Truppe die Schwaben nicht. Bis auf Minute 33. Da gab es mal einer dieser Angriffe, die die Borussen im Stande sind zu leisten. Die Fohlenelf startete über links durch. Dann leitete Hofmann durch zu Plea, der dann am gut reagierenden Bredlow scheiterte.

Omlin verhindert das zweite Gegentor

Apropos scheitern. Zunächst scheitert Torschütze Guirassy nach einem Angriff über rechts aus kurzer Distanz am Schweizer, dann musste sich auch Silas Borussias Nummer eins geschlagen geben (42.). So ging es aus Sicht des des VfB mit einer knappen Führung in die Kabine. Und die war verdient, weil die Fohlenelf lahmte und komplett harmlos waren. Es fehlte an allem. An Tempo, Ideen, Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft.

Nach dem Seitenwechsel mussten die Borussen einen deutlichen Zahn zulegen, wollten sie bei den Schwaben etwas Zählbares mitnehmen. Farke schickte seine Mannschaft dazu unverändert aufs Feld. Borussia probierte es und drückte. Bis auf den Schuss von Hofmann kam aber nicht rum (49.). Zwar war die Farke-Truppe besser im Spiel als noch vor der Pause, viel kam aber dennoch nicht. Dann konterte der VfB und machte sich auf zur Entscheidung, doch Omlin war wieder zur Stelle (64.).

Erst trifft Weigl vom Punkt, dann Coulibaly – Itakura sieht Rot

Mittlerweile liefen die letzten zwanzig Minuten in Stuttgart. Und die Borussen kamen achtzehn Minuten vor Schluss zunächst zum Ausgleich. Itakura zog aus der zweiten Reihe ab. Zagadous Arm ging hoch, Elfmeter die einzig richtige Entscheidung. Weigl übernähme die Aufgabe und löste sie souverän – 1:1 (78.).

Die Freude über den Ausgleich währte aber nicht lange. Fünf Minuten später gab es Elfmeter für den VfB. Itakura hatte Tiago Tomás zu Fall gebracht. Schiedsrichter Welz schaute sich die Szene nochmal an und gab Rot, zudem Strafstoß. Eine zumindest diskutierübare Entscheidung. Coulibaly übernahm die Aufgabe und verwandelte sicher zum 2:1(83.).

In der Schlussphase wurde es wild in Stuttgart. Während Joker Telalovic die Möglichkeit zum Ausgleich hatte (90.+6), so hatte Coulibaly die endgültige Entscheidung auf dem Fuß (90.7.). So blieb es am Ende beim 2:1-Sieg für den VfB. Dass dieser auch durch strittige  Entscheidungen zustande gekommen ist, ist so. Insgesamt war er aber wieder einmal kein guter Auftritt.

Die Kurzstatistik zum Spiel: 

VfB Stuttgart: Bredlow – Mavropanos, Anton, Zagadou – Vagnoman, Karazor, Endo, Sosa – Millot (73. Führich), Silas (73. Coulibaly) – Guirassy (56. Tiago Tomás)

Weiter im Kader: Müller (ETW), Stenzel, Egloff, Haraguchi, Nartey, Perea

Borussia Mönchengladbach: Omlin – Lainer (87. Herrmann), Itakura, Elvedi, Netz (84. Wolf) – Weigl, Neuhaus (87. Telalovic) – Hofmann, Stindl (84. Fraulo), Plea (84. Friedrich) – Ngoumou

Weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Jantschke, Scally, Kramer

Tore: 1:0 Guirassy (22.), 1:1 Weigl (78., Handmeter), 2:1 Coulibaly (83., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Karazor, Zagadou / Weigl, Lainer

Rote Karte: Itakura (82. Notbremse)

Bes. Vorkommnis: Keine

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Zuschauer: 47.000 (Mercedes-Benz-Arena)

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